Drama auf dem Vilzsee: Schülergruppe aus Hamburg in Seenot

Eine Schülergruppe aus Hamburg ist bei einer Kanutour auf dem Vilzsee in Mecklenburg-Vorpommern in Seenot geraten und verursachte einen Großeinsatz der Rettungskräfte. Die jungen Ausflügler waren von einem Unwetter überrascht worden. Anwohner hörten die Hilferufe der Kinder, die in ihren Kanus wegen plötzlicher Sturmböen ins Schilf getrieben waren, und alarmierten sofort die Rettung. Im Schilf hatten die Schüler Halt gesucht, doch einige der Boote kenterten.

Beim Paddeln von Unwetter überrascht

„Das war ein ordentliches Abenteuer für die Kinder“

Da sie zur Dämmerung noch nicht zurück waren, alarmierte auch jemand aus dem Camp der Kinder die Retter. Nur: Dort hatte man gedacht, dass die Gruppe auf einem anderen See unterwegs sei. "Vermisst waren nach der ersten Alarmierung 38 Kinder, zwei Betreuer und zwei Guides", sagte Tobias Welzk von der Wasserwacht Müritz an der Unglücksstelle.

Die Kinder im Alter zwischen zehn und zwölf Jahren waren mit vier Lehrern und zwei Bootsführern auf dem See südlich von Mirow unterwegs, als sie von dem Unwetter überrascht wurden. Die meisten hatten rechtzeitig das Ufer erreicht. 15 Schüler und ein Lehrer paddelten bis zur Ortschaft Fleeth und liefen zum Schutz in ein Feuerwehrgerätehaus.

Bis in die Nacht dauerten die Such- und Rettungsarbeiten. Nach knapp zwei Stunden war der Einsatz von Polizei, Feuerwehren, Wasserwacht und Sanitätszug beendet. "Das war ein ordentliches Abenteuer für die Kinder", meinte ein Beamter. Weil alle Kinder Schwimmwesten trugen, blieb am Ende nur eine leichte Unterkühlung zurück - und ein gehöriger Schrecken.