Dr. Anne Fleck beantwortet Zuschauerfragen

10.000 Schritte am Tag - reicht das, um fit und gesund zu sein?

Dr. Anne Fleck beantwortet Zuschauerfragen bei RTL Punkt 12.
Dr. Anne Fleck beantwortet Zuschauerfragen bei RTL Punkt 12. © BECKER JOEST VOLKK, Becker Joest Volkk, Krzyzanowska

Präventiv-Medizinerin bei RTL Punkt 12

Ein ausgewachsener Mensch besteht aus circa 75 Billionen Zellen. Unsere Organe, Knochen, das Nervensystem, Blut und Gewebearten: alles Zellen. Mit bloßem Auge sind sie nicht zu erkennen. Geht es ihnen gut, geht es dem Menschen gut, weiß Dr. Anne Fleck. Wie Sie Ihre Zellgesundheit fördern können, erläutert Sie im RTL-Interview.

Julia (36): 10.000 Schritte beim Gassi gehen mit dem Hund

Zellgesundheit ist das A und O für eine nachhaltige Gesundheit, weiß die renommierte Präventiv-Medizinerin und Buch-Autorin Dr. Anne Fleck („Schlank und gesund mit der Doc-Fleck-Methode“*). Dabei spielen Ernährung, Bewegung und Entspannung eine sehr wichtige Rolle. Bei „Punkt 12“ beantwortete Präventiv-Medizinerin Ihre Fragen. Zuschauerin Julia (36) erzählt: "Ich gehe mit meinem Hund Elvis dreimal am Tag raus, wir machen dabei so ungefähr 10.000 Schritte." Sie fragt deswegen: 10.000 Schritte am Tag - reicht das, um fit und gesund zu sein?

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Sich nicht nur sklavisch an Zahlen halten

"Die sind im Durchschnitt schon mal ganz großartig", sagt Internistin Fleck. "Es ist wirklich ein Jammer, das sagen zu müssen, aber Menschen bewegen sich im Durchschnitt 400 Schritte am Tag - also 10.000 sind wirklich schon richtig toll." Die Ärztin rät: Sich nicht nur sklavisch an Zahlen oder auch an irgendeine Empfehlung halten! "Auch auf die eigene Wahrheit, auf das eigene Körpergefühl hören." Manchmal sei auch weniger schon mehr, wichtig sei vor allem die Regelmäßigkeit. Schon 5.000 Schritte seien ein toller Anfang.

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Die ganze Welt als Fitness-Studio

Denn: Bewegung ist genauso wichtig wie Ernährung und guter Schlaf, so Doc Fleck. "Wenn wir uns mehr bewegen, auch im Alltag, dann stimulieren wir nämlich unsere Muskeln dazu, Botenstoffe zu produzieren, die Krankheiten vorbeugen." Hier rät die Ärztin: "Ich bin ein Fan von Nebenbei-Bewegung, also so nach dem Motto 'Die ganze Welt ist ein Fitnessstudio'". Wenn der Aufzug gerade nicht da sei, dann Treppe steigen, wenn es einen Türbogen gebe, dann mal die Arme ausdehnen, wenn ich zur Toilette war, dann mal ein paar Kniebeugen machen. "Durch diese Wenn-Dann-Ideen kann man schon ganz viel machen", so Doc Fleck.

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Warum ist Bewegungslosigkeit so ungesund?

Auf dem Bürostuhl, dem Autositz oder dem Sofa – im Schnitt sitzt jeder Deutsche ungefähr 7,5 Stunden pro Tag. Bei Jugendlichen sind es sogar rund neun Stunden. Das sind in etwa 70 Prozent der Zeit. Dabei steigt schon ab viereinhalb Stunden das Risiko für unsere Gesundheit. Nacken und Rückenschmerzen sind da noch das geringste Übel. Das Problem: Die Zellen in unserem Körper sind auf Bewegung programmiert.

Wer ständig nur hockt, fährt sozusagen sein System runter. Mit negativen Folgen, denn: im Sitzen staut sich das Blut. Das Thrombose-Risiko steigt, der Stoffwechsel erlahmt und der Kreislauf sackt ab - uns geht die Energie aus. Dazu kommt: Die Verdauung läuft nur auf Sparflamme. Wir legen Gewicht zu, provozieren damit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes. Im Idealfall steht mehrmals die Woche Bewegung auf dem Plan. Das hat noch einen Effekt: Bewegung produziert Endorphine - wir fühlen uns also glücklicher. (ija)

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