Dieselfahrverbote rücken in greifbare Nähe: Hamburg stellt erste Schilder auf

Hamburg stellt erste Schilder für Dieselfahrverbote auf
Hamburg stellt erste Schilder für Dieselfahrverbote auf Noch gelten sie nicht 01:11

Noch gelten die Fahrverbote nicht

Vor diesem Moment hatten viele Dieselfahrer Angst: In Hamburg wurden die ersten Fahrverbotsschilder aufgestellt. Noch gelten sie nicht, aber es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis Dieselfahrer um bestimmte Teile der Stadt einen großen Bogen fahren müssen.

Auch andere Städte könnten nachziehen

Besonders die Fahrer älterer Modelle sind betroffen, denn die erfüllen die vorgeschriebene Euro-5-Norm nicht. Mit einer Hardware-Nachrüstung für die betroffenen Autos ließe sich der Schadstoffausstoß zwar reduzieren. Bisher hat sich aber niemand gefunden, der dafür bezahlen will.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) lehnt eine Kostenbeteiligung des Staates an möglichen technischen Nachrüstungen älterer Diesel ab. Er könne sich nicht vorstellen, Steuergelder hierfür zu mobilisieren, sagte Scholz. Dies sei eine privatwirtschaftliche Angelegenheit, fügte der Minister mit Blick auf die Autoindustrie hinzu. Doch auch die weigert sich bisher, Geld locker zu machen.

In einem Gutachten, das das Bundesverkehrsministerium vorlegte, kamen fünf Professoren zu dem Schluss, dass die Kosten für die Nachrüstung in jedem Fall bei über 5000 Euro pro Fahrzeug liegen dürften. Solange es keine Lösung gibt, bleibt Städten mit dicker Luft nichts anderes übrig, als früher oder später Straßen oder ganze Viertel für Dieselfahrer zu sperren, um die Schadstoffwerte nicht zu überschreiten.