Alt, aber nicht altbacken!

22 wunderschöne Retro-Babynamen, die zu Unrecht in Vergessenheit geraten sind

Vintage-Foto einer Mutter mit ihrem Baby
Es gibt viele schönes Vornamen aus den vergangenen Jahrzehnten.

Die Suche nach einem wohlklingenden Vornamen, der zugleich einzigartig ist, gestaltet sich oft schwierig. Wenn es auch Ihnen so geht und Sie verzweifelt einen Namen für Ihren Nachwuchs suchen, den nicht jedes zweite Kind in der Kita tragen soll, dann lohnt sich ein Blick in die Vergangenheit. Denn es gibt einige wunderschöne Namen, die in den letzten Jahrzehnten zu Unrecht in Vergessenheit geraten sind. Wir stellen Ihnen einige der schönsten Retro-Namen vor, die heute kaum noch vergeben werden, es aber verdient hätten, wieder mehr Geburtsurkunden zu zieren.

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11 wunderschöne Retro-Vornamen für Mädchen

Alma
Zwischen 1890 und 1910 war Alma ein echter Modename in Deutschland, heute wird er nur noch selten vergeben – doch genau diese Einzigartigkeit macht den Namen für viele Eltern zu einer attraktiven Option. Alma entstammt dem Spanischen und bedeutet „die Fruchtbare“ oder „die Nährende“.

Augusta
Der Name kommt aus dem Lateinischen und heißt übersetzt „die Erhabene“. Ursprünglich handelte es sich dabei um den Titel für die Frau des römischen Kaisers Augustus. Über die Jahre ist ein schön klingender Name daraus geworden.

Clara
Dieser ursprünglich lateinische Vorname trägt die Bedeutung „glänzend“ oder „berühmt“. Um 1900 zählten Clara sowie die alternative Schreibweise Klara zu den populärsten Mädchennamen in Deutschland.

Ebba
Als Name ist Ebba selten, dabei ist die Bedeutung so schön: Im Althochdeutschen steht die Kurzform von Eberhardine für „stark“ und „ehrfürchtig“.

Elise
Elise ist Kurzform von Elisabeth und ist ein Name biblischen Ursprungs. Er trägt die Bedeutung „Gott hält seinen Bund“ oder „Gott ist Glück“. Er tauchte Ende des 19. Jahrhunderts häufig in den deutschen Vornamensstatistiken auf.

Helene
Der griechische Mädchenname Helene erfreute sich um 1900 in Deutschland großer Beliebtheit. Er leitet sich von Helios, dem griechischen Sonnengott, ab und bedeutet „Sonnenschein“.

Marta
Ein weiterer biblischer Mädchenname, der noch dazu für eine echte Powerfrau in spe geeignet ist, denn er bedeutet „die Gebieterin“ oder „die Herrin“. Besonders häufig wurde der Name in Deutschland zwischen 1890 bis 1915 an Mädchen vergeben.

Minna
Laut Namensbedeutung steht Minna für eine „starke Beschützerin“ oder „die Liebe“. Als Kurzform von Wilhelmine macht sich der Name auch ohne viel drumherum schön.

Romy
In den 1960er- und 70er-Jahren war der Romy ein absoluter Modename - wohl nicht zuletzt durch "Sissi"-Darstellerin Romy Schneider. Er trägt die wunderschöne Bedeutung „die aufblühende Rose“.

Tilda
Tilda ist die Koseform des althochdeutschen Mädchennamens Matilda. Mit diesem Namen geben Eltern ihrer Tochter viel Kraft mit, denn der Name geht auf die Bedeutung von „Macht“ und „Stärke“ zurück.

Viktoria
Der lateinische Vorname Viktoria war Anfang des 20. Jahrhunderts sowie in den 1970ern besonders beliebt. Er trägt die Bedeutung „Sieg“.

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11 wunderschöne Retro-Vornamen für Jungs

Albert
Bis in die 1920er zählte Albert zu den Modenamen in Deutschland. Er ist eine Ableitung des altgermanischen Namens Adalbrecht und bedeutet „der strahlende Edelmann“.

Alwin
Die gekürzte Form von Adalwin verspricht dem Namensträger schöne Eigenschaften, wie „edel“ und „vornehm“ und prophezeit, dass man in ihm immer einen „Freund“ finden wird.

Erich
Diese Abwandlung des altnordischen Namens Erik fand sich Anfang des 20. Jahrhunderts in den Top 10 der männlichen Vornamen. Er trägt die Bedeutung „der Alleinherrschende“.

Hugo
Der Jungenname Hugo ist international in verschiedenen Sprachen sehr beliebt. Seine germanische Urform „Hug“ heißt soviel wie „der Denkende“.

Johnny
Ja, kaum zu glauben, aber es gab Zeiten, da war Johnny einer der beliebtesten Vornamen für Jungen in Deutschland! Seine Hochphase hatte der Name in den 20er-Jahren. Diese Ableitung des englischen Vornamens John, entstammt hebräischen Ursprungs und bedeutet "Gott ist gnädig".

Justus
Der Name Justus erfreute sich in den 1980ern sowie Anfang der 2000er großer Beliebtheit. Aktuell wird er wieder weniger vergeben, doch hätte definitiv ein Comeback verdient. Der aus dem Lateinischen stammende Name trägt die Bedeutung „der Gerechte“.

Konrad
Ein wunderschöner Jungenname mit polnischen und skandinavischen Wurzeln. Er trägt die Bedeutung „kühner Ratgeber“ und war zuletzt in den 80er-Jahren sehr beliebt. Auch hübsch ist die Kurzform „Kuno“ als eigenständiger Name.

Korbinian
Im Gegensatz zu vielen anderen alten Namen, war auch Korbinian in der damaligen Zeit ein seltener Name. Er soll sich zusammensetzen aus dem lateinischen Wort für Rabe und der damals beliebten Endung -inianus.

Richard
Dieser schöne Retro-Name war über die Zeit immer mal wieder beliebt in Deutschland. Aktuell wird er wieder seltener vergeben. Richard ist ein althochdeutscher Name und setzt sich aus den Wörtern rihhi = „reich“ und harti = „stark“ zusammen. Ein toller Vorname für Ihren kleinen Prinzen!

Willi
Über fünf Jahrzehnte lang – von 1890 bis in die 1930er – zählte Willi zu den Modenamen in Deutschland. Der Name ist eine Abkürzung des althochdeutschen Namens Wilhelm und bedeutet somit „willensstarker Beschützer“.

Vincent
In seiner lateinischen Bedeutung ist Vincent „der Siegreiche“. Richtig aus den Namensregistern verschwunden ist der alte Name nie – wenig verwunderlich, klingt er doch so schön.

Lese-Tipp: Was bedeutet Ihr Vorname? Finden Sie es hier heraus!

Das sind die beliebtesten Vornamen 2021

Welche Namen finden sich in zwei bis vier Jahren am häufigsten in der Kita: Emma, Ben oder etwa doch Greta? Für 2021 hat ein Schwangerschaftsportal seine Topliste der beliebtesten Mädchen- und Jungennamen veröffentlicht. Ausgewertet wurden dafür 45.391 Geburtsmeldungen aus Krankenhäusern und Geburtshäusern. Welche Namen dabei am häufigsten vorkamen, lesen Sie hier. (dhe/lra)