Die historischen Extremwerte für den 1.Mai

Die historischen Extremwerte für den 1.Mai
© dpa, Wolfgang Kumm

Eine Temperaturspanne von fast 40 Grad am 1. Mai

An einem 1. Mai war es sowohl schon hochsommerlich heiß als auch frostig kalt. Und Schnee hat es auch schon gegeben, auch im Flachland! In der Kategorie Hochsommer stellt sich eindeutig das Jahr 2005 als Gewinner heraus, denn die ersten sechs Plätze stammen aus diesem Jahr.

Spitzenreiter ist seitdem die Station Rheinau-Memprechtshofen (131 Meter über Normalnull (m ü. NN)) am Oberrhein mit 31,1 Grad. Auf Platz zwei liegen mit 31,0 Grad gleich zwei Stationen, Koblenz-Falkensteinkaserne (84 m ü. NN) sowie das weiter nördlich liegende Andernach (75 m ü. NN). Den dritten Platz teilen sich gleich drei Stationen: Freiburg (237 m ü. NN), Frankfurt (Main) Westend (124 m ü. NN) und Waibstadt (237 m ü. NN). Dort wurde ein Höchstwert von 30,9 Grad gemessen.

Als Nächstes stehen die Tiefstwerte auf der Agenda. Den ersten und zweiten Platz belegen hier wiederum Wetterstationen in höheren Berglagen (nur Stationen unterhalb von 800 m berücksichtigt). Auf der Schwäbischen Alb sank am 01.05.1962 das Quecksilber in Münsingen-Apfelstetten (750 m ü. NN) auf -8,0 Grad und in Villingen-Schwenningen (720 m ü. NN) auf -7,4 Grad. Den dritten Platz belegen die bayerischen Stationen Weißenburg (422 mü. NN) und Freystadt-Oberndorf (436 m ü. NN) mit -6,7 Grad, wobei diese Tiefstwerte aus dem Jahr 1942 stammen.

Schnee bis ins Flachland!

Die historischen Extremwerte für den 1.Mai
© dpa, Hendrik Schmidt

Und wie sah es mit den Niederschlagsmengen aus? Der Messzeitraum erstreckt sich in diesem Fall vom 1. Mai, 06 UTC (koordinierte Weltzeit) bis zum darauf folgenden Morgen 06 UTC. In dieser Kategorie belegt Mittenwald-Buckelwiesen (983 m ü. NN) mit 92,3 Liter (1959) den ersten sowie Kiefersfelden-Gach (518 m ü. NN) mit 85,7 Liter (1959) den zweiten Platz. Seit nunmehr 22 Jahren liegt Michelstadt-Vielbrunn (453 m ü. NN) mit 75,9 Liter an dritter Position dieser Rangliste.

Ein weiterer Aspekt zum Thema Niederschlag ist die Frage nach dessen Phase (fest oder flüssig). So ist es durchaus möglich, dass sogar bis ins Tiefland nochmals Schnee fallen kann. Am 1.5. 1970 konnte an den brandenburgischen Stationen Neuruppin (38 m ü. NN) und Zehdenick (51 m ü. NN) eine Neuschneedecke von immerhin einem Zentimeter gemessen werden.

Quelle: DWD