September zeigt sternklarste Nächte des Jahres

Jupiter, Saturn und Sternschnuppen - was zeigt der Sternenhimmel im September?

Der Planet Jupiter. Schon Astronomen im alten Babylon haben den Lauf der Himmelskörper mit Hilfe der Geometrie bestimmt, wie der Wissenschaftshistoriker Mathieu Ossendrijve berichtet. Foto: Voyager/Archiv
Im September ist Jupiter am Nachthimmel gut zu sehen. © DPA

Jupiter ist der Hingucker am Nachthimmel des Monats September

Im September gibt es oft die sternklarsten Nächte des ganzen Jahres. Jupiter im Sternbild Steinbock ist das bei weitem auffälligste Gestirn am Nachthimmel, vom Mond abgesehen. Mit Einbruch der Dunkelheit steht er schon relativ hoch im Südosten. Erst am Morgenhimmel verschwindet der Riesenplanet allmählich.

Planet Saturn ist ebenfalls gut sichtbar

Der Saturn ist am September-Himmel in der Nacht gut zu sehen.
Der Saturn mit seinen Ringen, von der Sonde Voyager 1 der US-Raumfahrtbehörde NASA am 18. Oktober 1980 übermittelt. Der Planet Saturn ist der zweitgrößte Planet im Sonnensystem. © A0009 dpa

Saturn, der sich ebenfalls im Sternbild Steinbock aufhält, ist der zweite helle Planet am Nachthimmel, wenn auch deutlich lichtschwächer als Jupiter. Am Abendhimmel kann man den Ringplaneten im Südosten sehen. Ende September geht Saturn fast zwei Stunden nach Mitternacht unter.

Vollmond am 21. September

Am 7. September ist um 2:52 Uhr Neumond. Danach nimmt der Mond allmählich wieder zu. In der Nacht vom 16. auf 17. September wandert er als „Buckelmond“ südlich an Saturn vorbei. „Buckelmond“ nennen die Amerikaner die Phase zwischen Halbmond und Vollmond. Am 21. September ist um 1:55 Uhr Vollmond.

Venus als Abendstern, Mars nicht zu sehen

Schon bald nach Sonnenuntergang sieht man tief am Südwesthimmel die helle Venus. Sie bleibt ihrer Rolle als Abendstern treu. Nach wie vor ist sie nicht besonders auffällig. Bald nach 21 Uhr versinkt sie in den horizontnahen Dunstschichten und wird unsichtbar. Zu Monatsende zieht sich Venus schon kurz nach 20 Uhr zurück.

Merkur erreicht zur Monatsmitte mit 27 Grad östlichem Vorsprung vor der Sonne seinen maximalen Abstand von ihr. Allein wegen seiner deutlich südlicheren Position geht er kurz nach der Sonne unter und entzieht sich unseren Blicken.

Mars wird von der Sonne verfolgt, die ihn Ende September fast einholt. Der Rote Planet hält sich am Taghimmel auf und bleibt nachts unsichtbar unter dem Horizont. Der sonnenfernste Planet, der bläuliche Neptun, kommt am 14. im Sternbild Wassermann in Opposition zur Sonne. Da er 30 Mal soweit wie die Erde von der Sonne entfernt ist, ist er so lichtschwach, dass man ihn mit bloßen Augen nicht sehen kann.

Sternschnuppen im September: Alpha-Aurigiden und September-Perseiden

Ganz so viele Sternschnuppen wie der August mit seinen Perseiden hat der September nicht zu bieten. Trotzdem kann es nachts am Himmel funkeln: Die Alpha-Aurigiden können vom 28. August bis zum 5. September am Erdhimmel verglühen, danach beginnt die Zeit der September-Perseiden vom 5. bis zum 21. September.

Für Experten: Der Andromedanebel

In der Andromeda erkennt man in klarer Herbstnacht ein unscheinbares Lichtfleckchen. Jeder Sternfreundin und jedem Sternfreund ist dieses Himmelsobjekt unter der Bezeichnung Andromedanebel wohlvertraut.

Jahrhundertelang galt der Andromedanebel als seltsames und kurioses Himmelsobjekt. Vor knapp hundert Jahren gelang Edwin Powell Hubble mit dem 2,5-Meter-Spiegelteleskop des Mt.-Wilson-Observatoriums in Kaliforniern - damals das größte Teleskop der Welt - der zweifelsfreie Nachweis, dass der Andromedanebel ein riesiges Sternensystem ähnlich dem unserer Milchstraße ist. M 31 ist eine mächtige Spiralgalaxie aus 400 bis 500 Milliarden Sternen. Sie übertrifft an Größe, Masse und Sternenzahl sogar die Galaxis, unsere Milchstraße. Mit rund 2,5 Millionen Lichtjahren ist M 31 die uns nächstgelegene Galaxie, gewissermaßen unsere Nachbarmilchstraße.

Viel zu sehen am Septemberhimmel - wenn das Wetter es zulässt

Es gibt also wieder viel zu sehen am Nachthimmel im September. Allerdings können wir Sternenfreunden nur empfehlen, auch die Wetterprognosen zu beobachten:

Den Blick auf die aktuellen Prognosen für den Sternenhimmel.

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(dpa/cli)