Die Frühlingsprognose 2016

Der März wird wieder deutlich zu warm gerechnet

Die NOAA-Frühlingsprognose 2016
Der März wird wieder deutlich zu warm gerechnet

Die Langfristprognosen der amerikanischen Wetterbehörde National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) verraten uns, wie der Frühling im März und April starten soll. Der März ist jetzt wieder deutlich zu warm, der April sieht temperaturtechnisch weiter nach einem normalen Wettermonat ohne großen Abweichungen aus.

Diese Woche ist für den März noch eine wärmere Variante als letzte Woche berechnet. Für Mittel- und Osteuropa werden wieder häufig Temperaturabweichungen bis zu drei Grad nach oben gezeigt. Auch weite Teile Deutschlands sind von dieser Abweichung betroffen. Richtung Norden, also in Großbritannien und Südskandinavien, liegen wir auch wieder bei bis zu 2 Grad, rund um die Ostsee sogar bei bis zu 3 Grad über dem Durchschnitt. Die vor zwei Wochen noch Richtung Nordosteuropa deutlich negative Abweichung hat sich nicht nur hier gedreht, sondern Abweichungen nach unten sind europaweit ganz verschwunden.

Der April bleibt ohne große Abweichungen

Die NOAA-Frühlingsprognose 2016
Der April bleibt ohne große Abweichungen

Der April 2016 bleibt auch in dieser Woche der erste Monat seit mehr als einem halben Jahr, der nicht wesentlich zu warm berechnet wird. Positive Abweichungen von über 1 Grad haben sich zwar über Nordosteuropa (Südfinnland und Nordrussland) wieder eingeschlichen, aber über Mitteleuropa und Südosteuropa sowie Richtung Westeuropa und den Britischen Inseln sieht es nach einem ganz normalen Monat aus. Auch über der Iberischen Halbinsel wird es mit bis zu einem Grad plus etwas wärmer, genauso wie in vielen Gebieten über Skandinavien. Deutschland zeigt sich weiter ohne große Abweichungen mit Tendenz zur wärmeren Variante. Unverändert ist, dass es europaweit keine Gebiete gibt mit deutlich negativen Abweichungen.

Das Fazit für Winter im Frühling sieht sehr bescheiden aus: Die Amerikaner berechnen jetzt für den Start in den Frühling 2016 einen viel zu warmen Monat März. Im April liegen wir weiter im Durchschnitt. Das hat es immerhin seit Monaten nicht gegeben! Und somit könnte es die eine oder andere kalte Überraschung geben, obwohl es keine Gebiete mit negativen Abweichungen gibt. Aber für einen längeren Wintereinbruch wird es wohl nicht reichen.

Bei diesen Auswertungen muss man immer beachten, dass hier nicht das Wetter, sondern nur die Temperaturabweichung vom langjährigen Mittel prognostiziert wird. Selbst Werte im Normalbereich können durchaus Tage mit Extremen bedeuten, auch im Fall des Frühlings also sowohl sonnige und frostige Tage als auch plötzliche nasskalte Phasen. Diese Langfristprognose wird einmal die Woche aktualisiert.