In der Nacht eisig, am Tag sonnig

Die Eisheiligen schlagen zu

Die Eisheiligen 2019

Grau und kalt im Südosten +++ Viel Sonne im Westen und Norden +++ Sonntag mit Temperaturminimum +++ Gefahr von Bodenfrost +++ 

Super Sonne im Norden und Westen, Dauergrau im Südosten

Der Kältetiefpunkt und das Regenmaximum liegen nun hinter uns. Der Mai verwöhnt uns mit ganz viel Sonnenschein, zum Teil mit den maximal möglichen Sonnenstunden. Mit den Temperaturen hapert es aber noch, die liegen weit unter Schnitt. Und der Südosten bekommt die Sonne fast gar nicht zu sehen.

Die Aussichten für die Eisheiligen Tag für Tag

Eisheilige
Die Eisheiligen bringen erst viel Regen.

Dienstag: Im Südosten und Osten ziehen vermehrt Wolken auf und das Regenrisiko steigt. Im großen Rest bekommen wir dagegen nochmals viel Sonne. Bei den Temperaturen tut sich noch nicht viel. Sie liegen zwischen 7 und 15 Grad.

Mittwoch: Das Ende der Eisheiligen ist da. Mit der "Kalten Sophie" ist auch das Ende der Eiszeit gekommen und es wird schrittweise wärmer - am Mittwoch selbst allerdings mit noch angezogener Handbremse bei 7 bis 17 Grad.

Die Bedeutung der Eisheiligen

Die Eisheiligen hatten für die Menschen früher eine enorme Bedeutung. Wetterberichte gab es im Mittelalter noch nicht, die Menschen verließen sich auf die Bauernregeln, die ja aus Wetterbeobachtungen entstanden. In der sogenannten Kleinen Eiszeit, die vom 15. bis ins 19. Jahrhundert hinein ging, verloren die Bauern durch späte Nachtfröste oft ihre Ernte. Das war für die Landbevölkerung nicht mehr und nicht weniger als eine Bedrohung für das Überleben.

Man beobachtete damals, dass es rund um die Eisheiligen Mamertus (11. Mai), Pankratius (12.), Servatius (13.), Bonifatius (14.) und Sophia (15.) häufig zu Nachtfrösten kam, die die zarten Pflänzchen nicht überlebten. Deshalb wurde die Aussaat erst nach den Eisheiligen durchgeführt.