Langfristmodelle eröffnen den Blick bis Jahresende

Noch sechs Monate bis Heiligabend: Wie stehen die Chancen auf weiße Weihnachten?

Ein Wunsch von vielen Menschen - Schnee zu Weihnachten

Gerade hat der Sommer so richtig begonnen und zeigt uns sein ganzes Spektrum mit Hitze und unzähligen Unwettern Tag für Tag. Doch ab jetzt werden die Tage wieder kürzer, Herbst und Winter kommen näher und die Langfristprognosen der Meteorologen rechnen schon das Wetter bis zum Ende des Jahres. Solche Modelle spielen vor allem im Energiesektor eine immer größere Rolle, um sich den Verlauf der Temperaturen über die Monate anzuschauen. Für konkrete Tagesvorhersagen sind sie eigentlich nicht zu gebrauchen. Jetzt machen wir aber eine Ausnahme, denn Weihnachten steht in sechs Monaten auf dem Kalender. Hier die nicht ganz ernst zu nehmenden Prognosen für Weihnachten 2021.

Wo Sie als erstes in Deutschland mit Schnee rechnen müssen, sehen Sie oben im Video.

Wetter für Weihnachten 2021 im Norden: Dauerfrost zu den Feiertagen

Der Sommer scheint in Hamburg, den Ort haben wir uns exemplarisch für den Norden rausgesucht, im letzten Septemberdrittel zu Ende zu gehen. Die ersten Fröste könnten Ende Oktober auftreten. Und im Dezember will es tatsächlich winterlich werden. Bei Höchstwerten zwischen 0 und 5 Grad und nächtlichen Temperaturen unter dem Gefrierpunkt wird es pünktlich zu Weihnachten dauerfrostig, also auch tagsüber gibt es keine Plusgrade mehr. Da aber keine Niederschläge anstehen, wird es nur durch Reif weiß werden – immerhin etwas „Schneefeeling“ für den Norden.

Die Wetterprognose für Hamburg für die nächsten 180 Tage

Der Wettertrend für 6 Monate für Hamburg
Im Dezember geht es in Hamburg gerade in Richtung Weihnachten mit den Temperaturen nach unten. Schnee ist aber noch nicht berechnet. © wetter.de

Schnee-Prognose an Weihnachten im Westen und Osten

Ein ähnliches Wetter-Szenario deutet sich für den Osten und Westen an. Deswegen gehen wir im Folgenden nur noch auf den Süden ein. Exemplarisch haben wir dafür die Stadt München genommen.

Wetter für Weihnachten 2021 im Süden: Dauerfrost mit Schnee

Im Süden von Deutschland könnte Weihnachten 2021 weiß ausfallen. Denn hier werden tatsächlich Niederschläge berechnet. Es sind keine Unmengen, aber ein paar Zentimeter könnten zusammenkommen. Dazu wird es knackig kalt mit Höchstwerten um die -5 Grad. Das sind doch schöne Weihnachtsaussichten, oder?

Die Wetterprognose für München für die nächsten 180 Tage

Der Wettertrend für 6 Monate für München
Im Dezember geht es in München ebenfalls Richtung Weihnachten mit den Temperaturen tief nach unten. Dazu kommt hier auch noch Schnee. © wetter.de

Weihnachten 2010 - das weißeste Weihnachten in den letzten Jahrzehnten

Ein Weihnachtsfest dürfte vielen von uns noch in Erinnerung sein. Weihnachten 2010. Damals ging es schon früh im Dezember mit Schnee bis ins Flachland los. Getoppt wurde dieser frühe Winter dann aber durch eine deutschlandweite Schneeauflage zum Weihnachtsfest. Am Ende fiel der Dezember 2010 am Ende rund vier Grad zu kalt und viel zu nass aus. Eine geniale Kombi für alle Winterfreunde.

Schnee zu Weihnachten - das gab es immer mal wieder

Der Blick in die Wetterdaten in Sachen Weiße Weihnacht entlarvt noch einige weitere Jahre, in denen es sehr verbreitet Schnee zum Fest gab. Beispielsweise 1964, 1981 oder 1986. Und auch das Jahr 2005 hat bei Freunden der kalten Jahreszeit wohl die ein oder andere Freudenträne hervorgebracht. Damals folgte die Ladung Schnee zu Weihnachten übrigens im Anschluss an eine Rekord-Hurrikan-Saison. Und das ist eine Kombinationaus einer starken Sturmsaison und einem durchaus kalten Winter, die gar nicht so selten ist.

Die statistische Wahrscheinlichkeit für die Weiße Weihnacht

Nimmt man diese Wetterdaten als Grundlage, dann ergibt sich für Schnee zum Fest im höheren Bergland eine Wahrscheinlichkeit, die um die 50 Prozent oder – je nach Höhenlage – sogar noch darüber liegt. Fürs Flachland gilt: Der Osten ist in Sachen Winterweiß zur Weihnachtszeit mit um die 10 bis 20 Prozent im Rennen. Die tiefen Lagen im Westen und Nordwesten bilden das Schlusslicht mit um die 5 bis 10 Prozent. Das heißt: Alle 10 bis 20 Jahre gibt es dort Schnee an Weihnachten, während es im Bergland durchaus alle zwei Jahre soweit ist.

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(oha/bal))