Die aktuelle Hochwasserlage an deutschen Flüssen

Starkregen bringt Sturzfluten

Heftiger Starkregen lässt die Pegel der Flüsse innerhalb kürzester Zeit in die Höhe schnellen. In Simbach in Niederbayern stieg der Pegel innerhalb von nur einer Stunde um fast 2,20 Meter, von 2,63 auf 4,80 Meter, an. Nur 24 Stunden vorher lag der Pegel bei 37 Zentimetern. Der Grund: Hier fielen in wenigen Stunden etwa 153 Liter Regen. Zum Vergleich: Durchschnittlicher Regen in Salzburg im Juni: rund 155 Liter.

Die aktuelle Hochwasserlage an deutschen Flüssen
Starkregen bringt Sturzfluten

Ein zweites Starkregengebiet gab es zwischen Straelen und Xanten (nördlich von Düsseldorf). Dort kamen innerhalb weniger Stunden stellenweise mehr als 50 Liter vom Himmel, der Ort Gelder/Walbeck meldete 55,9 Liter. Die durchschnittliche Junimenge in Köln liegt bei 73 Liter.

Jetzt sind die Böden über weiten Teilen Deutschlands gesättigt. Dazu sind viele, auch größere Flüsse, gut gefüllt und liegen häufig meist nahe an der Hochwassermarke 1. Also derzeit nichts dramatisches, aber durch die hohe Grundlast darf jetzt auch nicht mehr viel passieren. ABER: Selbst relativ lokale Starkregenereignisse können recht rasch auch in größeren Flüssen zu kritischen Pegeln führen! So geschehen am Mittwochabend, wo in Passau an der Donau kurz fast Meldestufe 3 erreicht wurde. Der Rhein ist in Köln auf jeden Fall weit von der absoluten Rekord-Hochwassermarke von 10,20 Meter entfernt. Am Donnerstagmorgen lag der Pegel bei 6,27 Meter mit leicht fallender Tendenz.