Der Winter kam mit Kawumm bis ins Flachland: Glätte und Unfälle in Bremen, Hamburg und Berlin

Gefährliche Action beim Wetter - Polizei warnt vor Glätte

Bisher war der Winter außerhalb der Alpen zahm. Doch jetzt ist er da - auch im Tiefland. Durch den Norden zog in der Nacht auf Freitag ein Tief und brachte Schnee, Schneeregen und Glätte. Mit den üblichen Folgen. Es krachte oft im Straßenverkehr. 

Berufsverkehr mit Behinderungen möglich

Auf der Autobahn 1 in Niedersachsen gerieten mehrere Autos auf glatter Fahrbahn ins Schleudern, es kam zu Unfällen. Derzeit muss bei sinkenden Temperaturen mit gefährlichem Blitzeis gerechnet werden. Es war das Tief "Hinne", das labile Höhenkaltluft zu uns schickte. Die Folge war eine starke Schauerneigung nahezu im ganzen Land.

Und im Berufsverkehr kam und kommt es zu Problemen: Wegen glatter Straßen ist es in NRW in den Morgenstunden zu mehreren Unfällen gekommen. Es blieb aber größtenteils bei Sachschäden - schwere Unfälle seien bisher nicht gemeldet worden, teilt die Leitstelle der Polizei NRW mit. Unter anderem musste eine Straße wegen eines querstehenden Lkws gesperrt werden. 

Im Raum Lübeck kam es seit Mitternacht zu mindestens sechs glättebedingten Unfällen, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Auch in Hamburg schneite es und es kam zu glättebedingten Unfällen. Lebensgefährlich wurde eine Frau in Bösel im Landkreis Cloppenburg verletzt. Die 22-Jährige war am späten Donnerstagabend auf der Hauptstraße unterwegs, als sie frontal mit dem Wagen eines 28-Jährigen zusammenstieß.

Winter ist gekommen um zu bleiben

In Bayern sind heute Morgen die Streufahrzeuge im Dauereinsatz, um Unfälle zu verhindern. Am Donnerstagabend herrschte eine gespenstische Stimmung auf dem Fichtelberg in Sachsen, als doert ein Schneesturm wütete. Die Straßen waren kaum mehr zu erkennen. Vorsichtig tasteten sich die Autofahrer durch eine surreale Winterlandschaft. Der Winter hat ganz Deutschland erreicht - und es scheint, er ist gekommen um zu bleiben.