Der Wettertrend vom 31.12.2015

Im Nordosten riecht es nach Winter

Die Wettermodelle spielen derzeit verrückt. Vor zwei Tagen haben wir noch einen handfesten Wintereinbruch prognostiziert, heute sieht die Lage wieder leicht anders aus. Doch für eine kleine Frostperiode im Nordosten reicht es noch.

Der Wettertrend vom 31.12.2015
© dpa, Hauke-Christian Dittrich

Fangen wir mit der ersten Arbeitswoche im Januar an, die für die gesamte Nordosthälfte des Landes frostig und teils auch mit Schnee beginnt. Zieht man von Emden nach Passau eine Linie, so gibt es östlich davon Dauerfrost und nächtliche Tiefstwerte nahe -10 Grad. In der Westhälfte hingegen wird selbst nachts nur knapp der Gefrierpunkt erreicht. Tagsüber ist es zwar nicht mehr ganz so mild wie in den vergangenen Wochen, dennoch werden teilweise weiterhin 6 Grad erreicht.

Und dann ist die Winterkälte auch schon wieder vorbei: Richtung zweites Januarwochenende (09.01./10.01.) steigen die Temperaturen nach den derzeitigen Berechnungen auch in der Osthälfte wieder deutlich über den Gefrierpunkt. Am Sonntag werden danach deutschlandweit wieder Plusgrade bis 9 Grad erreicht. Dazu gibt es etwas Sonne und immer wieder Regen.

Die zweite Januarwoche startet ebenfalls in diesem Trott. Werte um 5 Grad, etwas Sonne, ein paar Wolken und etwas Niederschlag. Nachtfröste gibt es nur an den Alpen und im äußersten Osten.

Schaut man sich die 28-Tage-Temperaturprognose an, so kann man daraus ablesen, dass es nach einer kalten Januarmitte zum Ende des Monats wieder milder wird. Da die Mittelfristprognosen abhängig von der Großwetterlage sind, schleichen sich derzeit jedoch ein paar Unwägbarkeiten ein. Die Auswirkungen des Polarwirbels werden in einigen Wettermodellen unterschiedlich ausgelegt – mal kalt, mal warm. Das Roulettespiel geht also weiter.