Der Wettertrend vom 30.12.2015

Das Winter-Roulette geht weiter

Also eine Wetterprognose zu wagen, die weiter als 5 Tage geht, ist derzeit wirklich ein Roulette-Spiel. Gestern noch hatten wir im Trend einen deutlichen Wetterwechsel hin zu winterlicher Witterung verkündet. Heute müssen wir schon wieder etwas zurückrudern.

Wettertrend vom 30.12.2015
Das Winter-Roulette geht weiter © imago/blickwinkel, imago stock&people

Zunächst bleibt es bei dem markanten Kaltluftvorstoß in der gesamten Osthälfte Deutschlands. Bis Mitte der ersten Januarwoche gibt es östlich einer Linie Emden-Passau Dauerfrost und nächtliche Tiefstwerte nahe -10 Grad. In der Westhälfte hingegen wird selbst nachts nur knapp der Gefrierpunkt erreicht. Tagsüber ist es zwar nicht mehr ganz so mild wie in den vergangenen Wochen, dennoch werden teilweise weiterhin 6 Grad erreicht.

Richtung zweites Januarwochenende (09.01./10.01.) steigen die Temperaturen nach den derzeitigen Berechnungen auch in der Osthälfte wieder deutlich über den Gefrierpunkt. Am Sonntag werden danach deutschlandweit wieder Plusgrade bis 9 Grad erreicht. Dazu gibt es etwas Sonne und etwas Niederschlag.

Die zweite Januarwoche startet ebenfalls in diesem Trott. Werte um 5 Grad, etwas Sonne, ein paar Wolken und etwas Niederschlag. Nachtfröste gibt es nur an den Alpen und im äußersten Osten.

Soweit die derzeitige Lage: Aber, wie bereits eingangs erwähnt, sind Mittelfristprognosen derzeit ein Roulette-Spiel. Die Modelle haben so ihre Probleme mit dem separat beschriebenen Island-Tief, das dem Nordpol Rekordwärme bringt.

Einmal werden die weiteren Auswirkungen auf den Polarwirbel kalt in die Modelle gerechnet, ein anderes Mal eher warm. Aus diesem Grunde verzichten wir an dieser Stelle auf den üblichen Blick in die 28-Tage-Vorhersage.