Der Wettertrend vom 29.01.2017: Februar viel zu warm und schmuddelig

Nach dem kalten sonnigen Januar kommt ein nasser und zu warmer Februar

40 Prozent der Deutschen gaben in einer Umfrage an, dass sie Schnee lieben. Für diese Menschen war der Januar ein guter Monat. Wintersportler kamen voll auf ihre Kosten, auch Spaziergänger durften die Sonne genießen, das klare kalte Wetter hielt Krankheitswellen und Winterdepression von den Menschen fern. Schön - alles in allem. Aber jetzt kommt der Februar und der führt offenbar nichts Gutes im Schilde.

Bis zu 13 Grad am Niederrhein, da werden die Krokusse sprießen

Denn von Beginn an schickt sich der Februar an, zu warm zu werden. Der jetzt noch dicken Schneedecke in den Mittelgebirgen geht es an den Kragen. In den höheren Lagen wird sich der Schnee noch halten, aber der Schneespaziergang in den Wintersportorten selbst wird über kurz oder lang ausfallen beziehungsweise auf Asphalt stattfinden. Selbst in Oberstdorf sind zum ersten Februar-Wochenende hin bis zu 10 Grad berechnet.

Generell wird es vor allem im Westen mild - und regnerisch. Die Höhen von Sauerland, Rhön und Thüringer Wald, Bayerischer Wald und Erzgebirge dürfen auf ein wenig nassen Neuschnee hoffen, doch in den Niederungen wird es grün und eklig. Entlang des Rheins gibt es in den ersten zehn Tagen des Februars verbreitet zweistellige Grade, dazu immer wieder Regen und kaum Sonne. Wir sehen am Niederrhein teilweise bis zu 13 Grad. Puh, das wären mal locker fünf Grad mehr als im langjährigen Mittel. So wie es momentan aussieht, wird die erste Dekade (also die Tage vom 1.-10. Februar) die wärmste. Nicht, dass es danach nach Winter aussieht, aber so etwas Verrücktes wie 13 Grad finden wir auf den Karten nicht mehr. 

Im Osten werden die sowieso nicht erreicht. Doch 8 Grad sind auch da möglich. An den Küsten bleibt es etwas frischer, 6 bis 7 Grad sind da in der ersten Februar-Dekade normal. Für den Osten und den Süden sind indes kaum Niederschläge berechnet, wenn es regnet, dann am ehesten am Rhein und in Niedersachsen.

Richtung zweites Februar-Wochenende (11./12.) pendeln sich die Temperaturen irgendwo zwischen 6 und 9 Grad ein und bleiben damit immer noch zu hoch. Es kann sich natürlich an den Temperaturprognosen noch etwas ändern, aber ein deftiger weiterer Wintereinbruch ist momentan weit und breit nicht in Sicht. 

Hoffnung auf echten Winter erst Ende Februar

Wettertrend Deutschland vom 29.012.017
Es wird grau und schmuddelig warm im Februar. © dpa, Bernd Wüstneck, bwu fgj

Ein Blick auf die 28-Tage-Temperaturprognose lässt leise Hoffnung auf winterliches Wetter zu - aber erst Ende Februar. Da nämlich sinken in den meisten Bundesländern - vor allem in den südlichen - die Prognosen unter die langjährigen Durchschnittswerte. Das würde für einen Wintermonat Temperaturen auch wieder unter dem Gefrierpunkt bedeuten.

Oliver Scheel / wetter.de