Der Wettertrend vom 28.10.2015

Traumhafter Start in den November

Der November hat so einen schlechten Ruf: dunkel, grau, Regen, Nebel – einfach fies. In diesem Herbst zeigt er, dass er auch ganz anders kann: Viel Sonnenschein und Temperaturen um 15 Grad bietet er uns - mindestens in seiner ersten Woche!

Wettertrend Deutschland
Wettertrend: Der November ist viel besser als sein Ruf. © dpa, Friso Gentsch

Das Halloween-Allerheiligen-Kombi-Wochenende zum Monatswechsel (31. Oktober / 1. November) fällt alles andere als gruselig oder düster-bedeckt zum stillen Gedenken an die Toten aus. Außer Frühnebel, der sich mehr oder weniger rasch im Laufe des Vormittages auflöst, ist an Bedeckung kaum was zu erwarten und Niederschläge sucht man auch vergebens. Stattdessen sorgt die Sonne 5 bis 8 Stunden lang für goldenes Oktoberwetter auch Anfang November. Im Westen marschieren die Temperaturen am Samstag sogar Richtung 20 Grad, am Sonntag wird’s dort eher eine Idee kühler. Deutschlandweit gesehen liegen die Werte stets um 15 Grad herum.

Die erste Novemberwoche beginnt ganz ähnlich, bevor die Temperaturen ab Mitte der Woche zurückgehen. Bis zum Wochenende nähern sie sich im Norden, Süden und Osten Schrittchen für Schrittchen der 10-Grad-Grenze. Nur im Westen bleibt es mit 15 Grad noch sehr mild. Der Südosten muss sich auch auf Nachtfröste gefasst machen, im übrigen Land ist man mit Tiefsttemperaturen um 5 Grad noch eher auf der sicheren Seite – dort schlägt Väterchen Frost nur in Hochlagen oder Senken zu. Niederschlag ist, abgesehen von Nebel, gar nicht berechnet. Allerdings hat es die Sonne im Laufe der Woche in der Nordhälfte immer schwerer, sich durch Nebel und Hochnebel zu kämpfen.

Am Wochenende 7./8. November sind die Temperaturen nun auch im Westen auf Talfahrt und liegen näher an 10 als an 15 Grad – im übrigen Land sowieso. Die Nachttemperaturen sehen aber weiter nicht bedrohlich aus und Frost beschränkt sich auf den Südosten. Die Sonnenanteile werden geringer, aber Regen ist weiter kein Thema.

Und es geht genauso weiter. Auch in der zweiten Novemberwoche steht voraussichtlich kein Wetterwechsel an. Niederschlagsfrei, Temperaturen um 10 Grad, dabei im Westen die höchsten Werte, Sonne, Wolken, Nebel und Hochnebel-Mix.

Das alles ist für die Jahreszeit zu warm. Bis zum Ende der zweiten November-Dekade (20.11.) zeigt die 28-Tage-Temperaturprognose etwas zu hohe Werte im Vergleich zum langjährigen Mittel an. Mit der dritten November-Dekade gleichen sich die Temperaturen dem Durchschnitt der letzten 30 Jahre an. Ein Kälteeinbruch ist nicht in Sicht.