Leider längst nicht für alle

Turbo-Frühling - Sonne von früh bis spät und fast 15 Grad

von Oliver Scheel und Claudia Träger

So etwas Ähnliches wie Frühling steht vor der Tür. Nach sonnigem Samstag und Sauwetter-Sonntag macht sich ein südwesteuropäisches Frühlingshoch breit und bestimmt für zwei Tage das Wetter auch bei uns. Hoch HOLM bringt Sonne und milde Luft aus dem Süden mit. Mit Glück steigen die Temperaturen nahe 15 Grad. Wenn Kiel, Münster oder Zittau sich am Mittwoch wundern, wo er denn bleibt der Frühling, müssen wir leider sagen: in der Südhälfte Deutschlands.

So kommt der Frühling nach Deutschland

So schnell, wie er kommt, verschwindet der Frühling wieder aus Deutschland.
Der frühe Frühling bleibt nicht lang. Aber er bringt mal kurz Werte bis knapp an die 15 Grad.

Nach dem dunklen und total verregneten Sonntag ziehen am Montag die Schauer südostwärts ab. Im Osten ist es noch sehr windig. Die Temperaturen bleiben überall einstellig, nämlich zwischen 2 im Erzgebirge und 9 Grad im Westen.

Ab Dienstag wird es aus Süden freundlicher. Wolken dominieren zwar, aber es bleibt schon mal oft trocken. Nur im Norden kommen Schauer runter und es ist windig. Am Niederrhein aber geht’s schon rauf auf 12 Grad, und viele Regionen im Nordwesten und entlang des Rheins springen an oder über die 10-Grad-Grenze.

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Die Sonnensieger und -verlierer im Kurzfrühling

Sonnenscheindauer am Mittwoch: Im Süden kommt einiges zusammen.
Die Sonne hat einfach ihre Lieblingsregion: den Süden und da speziell Alpenrand.

Am Mittwoch arbeitet sich das schöne Wetter weiter nach Norden vor. Spätestens an den Mittelgebirgen wird der Sonne allerdings Einhalt geboten. In der Nordhälfte schafft die Sonne es nur selten durch die Wolkendecke. Aber im Vergleich zum nassen, grauen Treiben der letzten Tage, sind auch die paar abgezählten Sonnenstrahlen ein Genuss. Am anderen Ende Deutschlands, an den Alpen, ist es strahlend schön. Von Lörrach bis nach Berchtesgaden gibt die Sonne mit 9 Stunden alles, was an einem frühen Februartag so geht.

Übersichtskarte: Die Sonnenstunden in Deutschland

Auf dem Weg zur Frühlingsmarke

Der Februar zeigt sich jetzt sehr milde gestimmt.
Alles im grünen Bereich. Die milden Temperaturen verteilen sich recht gleichmäßig auf Deutschland. Die "Hotspots" werden sich noch herauskristallisieren.

Zu den vorfrühlingshaften Temperaturen: Die Höchstwerte schaffen es im Rheinland auf 12 bis 13 Grad, am Oberrhein auch so um die 13, vielleicht auch in Freiburg eine 14, mit viel Glück auch 15 Grad. Hier gibt es deutlich mehr Sonne als im Westen. Selbst im verschneiten Alpenvorland erreichen wir 10 bis 12 Grad. 10 oder 11 Grad sind eigentlich fast überall drin, zum Beispiel in Hamburg oder Berlin. Generell macht der Frühling seine Stipvisite eher im Westen und Südwesten.

Und dann ist der Ausflug in den Vorfrühling wieder zu Ende. Es sieht sogar nach einer Rückkehr des Winters bis Mitte des Monats aus.

Jetzt wird es ganz schnell heller

Der Sonnenaufgang ist im Februar jeden Tag um ca. 4 Minuten früher.
Die Sonne nimmt jetzt immer früher ihre Arbeit auf - sofern keine Wolken da sind.

Aber eins ist sicher, da kann das Wetter grau sein, wie es will. Die Tage werden jetzt merklich länger hell und die dunklen Nächte kürzer. „Von Tag zu Tag ist es jetzt 3 bis 4 Minuten länger hell als am Vortag. Der Sonnenaufgang schiebt sich von Anfang Februar bis Anfang März um knapp eine Stunde nach vorne und der Sonnenuntergang um eine Stunde nach hinten“, erklärt Meteorologe Rainer Buchhop. „Für Bochum bedeutet das beispielsweise, dass die Sonne Anfang Februar noch um kurz nach 8 Uhr aufgeht und Anfang März bereits gegen Viertel nach 7. Der Sonnenuntergang verschiebt sich gleichzeitig von 17.20 Uhr auf 18.10 Uhr.“

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(ctr)