So minimieren Sie das Corona-Risiko

Der Corona-Herbst ist da: Trotz Kälte richtig Lüften

Frau am geöffneten Fenster
Damit kein Schimmel entsteht, ist das richtige Lüften der Wohnung wichtig. © picture alliance

Richtig lüften in der Pandemie

Draußen sinken die Temperaturen und damit auch die Lust, Räume regelmäßig zu lüften. Denn offene Fenster und kalte Luft sorgen für Erkältungen – das glauben zumindest viele. Stimmt aber nicht, weiß HNO-Arzt Bernhard Junge-Hülsing. Es gibt keine Hinweise darauf, dass kalte Luft zu Erkältungen führt. Was aber bekannt ist: Schlecht gelüftete Räume steigern das Ansteckungsrisiko mit dem Coronavirus Sars-CoV-2. Deshalb ist frische Luft gerade wichtiger denn je. 

Die wichtigsten Tipps für frische Luft


  1. Stoßlüften: Fenster komplett öffnen und im besten Fall auch eine Tür öffnen, damit richtiger Durchzug entsteht. Ein Fenster auf Kipp reicht nicht aus!
  2. Regelmäßig Lüften: einmal pro Stunde mindestens ein Fenster für 3 Minuten öffnen, Klassenzimmer oder Büroräume sollten je nach Personenanzahl sogar alle 20 Minuten gelüftet werden.
  3. Klimaanlagen ersetzen das Lüften nicht: Auch wenn es eine Klimaanlage im Raum gibt, sollte trotzdem regelmäßig ein Fenster geöffnet werden.

Diese App soll helfen, richtig zu lüften

Im hektischen Alltag kann man schon mal vergessen, regelmäßig zu lüften. Vor allem in Klassenzimmern und Großraumbüros ist das aber sehr wichtig. Bei Menschen, die sich in schlecht gelüfteten Räumen aufhalten, steigt das Risiko sich mit dem Coronavirus anzustecken sogar dann, wenn der Mindestabstand von 1,50 Metern eingehalten wird. Aber wie oft und wie lange muss gelüftet werden, um die Virenlast in der Luft zu senken?

Die App „Co2-Timer“ errechnet für jeden beliebigen Raum die erforderlichen Lüftungsintervalle und erinnert dann daran, zu lüften. Man muss nur die Größe und Höhe des Raumes sowie die Anzahl der Personen, die sich im Raum befinden, eintragen. 

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