Der CO2-Ausstoß steigt wieder an

Braunkohlekraftwerk, aufgenommen in Boxberg
Emissionen eines Braunkohlekraftwerkes © imago/photothek, Florian Gaertner/photothek.net, imago stock&people

Drei Jahre hat es die Menschheit geschafft, den Ausstoß des Klimagases CO2 (Kohlendioxid) weitgehend stabil zu halten, nun ist es vorbei damit. Nach einem Bericht des 'Centre for Climate Change Research' in Norwich (Großbritannien) steigt der CO2-Ausstoß in diesem Jahr um 2 Prozent auf 41 Milliarden Tonnen. Der Großteil, etwa 37 Milliarden Tonnen, entfällt dabei auf die Nutzung fossiler Brennstoffe.

Die Zeit wird knapp

Vor allem China und Indien haben in diesem Jahr deutlich mehr CO2 produziert. In China stieg der Ausstoß im Vergleich zu 2016 um 3,5 Prozent auf 10,5 Milliarden Tonnen. Das liege insbesondere an der verstärkten Nutzung von Kohle als Brennstoff, hieß es. In Indien stiegen die CO2-Emissionen ‚nur‘ um 2 Prozent, die Forscher gehen aber davon aus, dass dies nur an einer derzeitigen wirtschaftlichen Schwäche des Landes läge. Wenn sich die Wirtschaft erhole, dürfte dort der Anstieg noch höher ausfallen.

In Europa und den USA sind die Emissionen hingegen zurückgegangen. Mit einer Abnahme von geschätzt 0,2 und 0,4 Prozent allerdings viel zu langsam, um dem Anstieg in anderen Regionen der Welt etwas entgegenzusetzen, schreiben die Forscher. Die Zeit wird knapp, die weltweite Klimaerwärmung auf unter 2 Grad zu begrenzen.

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Und das ist IHR Beitrag zur Klimaerwärmung
Und das ist IHR Beitrag zur Klimaerwärmung CO2-Fußabdruck 00:00:58
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Folgen sind weltweit zu spüren

Die Folgen der Klimaerwärmung sind bereits deutlich zu sehen. Die ansteigenden Wassertemperaturen in den Ozeanen haben direkten Einfluss auf die Häufigkeit und Stärke von Stürmen. Der steigende Meeresspiegel lässt ganze Nationen regelrecht im Meer versinken.

Auch in Deutschland sind die Folgen der Klimaerwärmung deutlich zu spüren. Warme Luft kann wesentlich mehr Wasser aufnehmen, als kühlere. Als Folge häufen sich die Starkregen- und Dauerregenereignisse.

Immer öfter Überflutungen

Pkw fahren am 29.06.2017 in Berlin auf einer überfluteten Straße am S-Bahnhof Yorckstraße.
Starkregen flutet am 29. Juni 2017 die Straßen in Berlin. © dpa, Stephanie Pilick, sab

Berlin und andere deutsche Städte wurden in diesem Jahr mehrfach geflutet. Dabei kamen in kurzer Zeit so große Regenmengen zusammen, dass die Kanalisation das Wasser nicht mehr schnell genug abtransportieren konnte. In Niedersachsen und Sachsen-Anhalt führte im Juli anhaltender Dauerregen zu schweren Überflutungen.