Der 7-Tage-Wettertrend: Die kommende Woche bringt langsam Besserung

Die Temperaturen purzeln nach unten
Die Temperaturen purzeln nach unten 3-Tage-Deutschlandtrend 00:56

Am Wochenende heißt es: Herbstklamotten rauskramen

Der gute alte Landregen - das macht den deutschen Herbst eigentlich aus. Im Sprachgebrauch gibt es daher Dutzende Worte für Regen im Herbst. Bindfadenregen, Nieselregen, Sprühregen. Und tatsächlich brauchen wir dringend die Niederschläge nach dem zweiten zu trockenen Sommer in Folge. Nun wird das Wochenende von den Temperaturen her reichlich herbstlich - und es kommt tatsächlich Regen auf. Das Beste ist: Alle kriegen was ab.

Alle kriegen was ab

Am Freitag bringen die Wolken dem Nordwesten Regen, am Samstag regnet es am ehesten in der Westhälfte, besonders in Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Und am Sonntag ziehen die Regengüsse weiter Richtung Alpen, wo es auch ergiebig schüttet. Der Osten bekommt dann endlich am Montag seine Ladung Wasser ab. Und gar nicht mal zu knapp, wenn unsere Berechnungen stimmen. 

"Die ganz großen Regenmengen werden zwar nicht zusammen kommen. Für 15 bis 30 Liter pro Quadratmeter könnte es aber je nach Wettermodell beispielsweise auch von der Nordeifel bis herauf an die Ostsee reichen. In den Staulagen vielleicht sogar etwas darüber", erklärte unser Meteorologe Martin Pscherer. Das ist - verglichen mit dem Dürrejahr 2018 zur selben Zeit - schon mal eine ganz andere Situation.

Tagsüber keine 20 Grad mehr - Schneefallgrenze sinkt

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Die ersten Nachtfröste sind möglich - in Muldenlagen und bei längerem Aufklaren. © imago images / Photocase, via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Doch nicht überall fällt der Niederschlag in flüssiger Form. Denn in den Alpen sinkt die Schneefallgrenze auf 1.500 bis 1.800 Meter. Das wird vor allem die Alpinisten ärgern, denn die müssen sich darauf einstellen, durch Matsch zu wandern. "Im Vergleich zum letzten Wochenende, das uns zum Teil ja örtlich Spitzenwerte bis 35 Grad gebracht hat, liegen die Temperaturen am nächsten Wochenende sogar deutlich unter den langjährigen Durchschnittswerten", weiß Pscherer. Außerdem sind die Nächte mit Tiefstwerten um oder unter 10 Grad schon recht frisch, so dass sicherlich in einigen Haushalten die Heizung anlaufen wird. Und das ist im Vergleich zum heißen August-Ende schon ein ziemlicher Kontrast. 

Kaum verwunderlich ist es dementsprechend, dass es auch tagsüber eine fast schon vollherbstliche Dröhnung geben wird. Die Höchstwerte bringen es am Samstag auf 13 bis 19 Grad und der Sonntag verläuft sogar noch einen Tacken kühler bei maximal noch 11 bis 18 Grad und einem kalten Wind.

Nachtfrost möglich - nächste Woche hellt sich das ganze Bild schon wieder auf

So richtig heftigen Nachtfrost wird es nicht geben, einfach weil es zu bewölkt ist. In manchen Muldenlagen aber und vor allem bei stärkerem Aufklaren sind die 0 Grad oder leichte Minustemperaturen drin.  

Und was bringt die nächste Woche? Es geht ein wenig aufwärts. Im Osten regnet es noch ein bisschen, ehe die Niederschläge Richtung Osten aus Deutschland rausziehen. Die Sonne kommt wieder mehr zum Zug und erwärmt die Luft bald wieder auf 20 Grad. Schreiben wir den Altweibersommer also mal noch nicht ab. 

Was der Herbst noch für uns bereit hält, können Sie im 30-Tage-Wettertrend lesen oder Sie laden sich die Wetter.de-App für Apple- und Android-Geräte herunter.