Dauerregen lässt die Pegel steigen

Starke Regenfälle lassen Flüsse über Ufer steigen

In einigen Regionen Deutschlands hat der heftige Regen kleine Flüsse wie die Sieg, Lenne, Ruhr oder die Steinach über die Ufer steigen lassen. Straßen sind überflutet, Einfahrten stehen unter Wasser. Betroffen sind vor allem Gebiete von Nordrhein-Westfalen bis Bayern. An größeren Flüssen wie am Rhein, Main oder Donau zeigen die Pegelstände hingegen noch kein Hochwasser an.

Starke Regenfälle haben am Dienstag die Flüsse Ruhr und Lenne über die Ufer steigen lassen. In der Innenstadt von Altena (Märkischer Kreis) stand eine Uferpromenade unter Wasser. Die Wellen erreichten auch einige angrenzende Häuser. In Hattingen (Ennepe-Ruhr-Kreis) mussten Menschen mit Gummistiefeln durch überflutete Einfahrten zu ihren Wohnungen waten. Bänke und eine Gaststätte stehen am Uferbereich in der Nähe von Troisdorf (Nordrhein-Westfalen) an der Sieg unter Wasser. Der Fluss Steinach ist in Wörlsdorf (Bayern) über die Ufer getreten und Straßen überschwemmt.

618 Kubikmeter Wasser pro Sekunde zeigten die Messstellen dort an, wie der Ruhrverbandssprecher Markus Rüdel mitteilte. Der durchschnittliche Hochwasserwert liege bei 560 Kubikmeter pro Sekunde: ‚Das ist also kein sehr dramatisches Hochwasser‘, sagte Rüdel. In den vergangenen drei Tagen waren nach Angaben des Verbands in einigen Ruhrregionen bis zu 100 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Vor allem die Biggetalsperre verhindert derzeit, dass der Pegel in Hattingen noch höher steigt. Auch der Rheinpegel in NRW sei durch den Regen gestiegen, sagte ein Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamts in Duisburg. Von Hochwasser lasse sich allerdings noch nicht sprechen: ‚Die Pegelstände liegen deutlich unter einem mittleren Hochwasserwert‘.