So soll der Sommer werden

Das sagen die Bauernregeln im März

von Amelie von Kruedener

Die Bauernregeln im März schauen auf das Wetter im Jahr 2022. Wäre ja schön, wenn diese Regel gelten würde:

  • So wie der erste März, so der Frühling. So wie der 2. März, so der Sommer. So wie der 3. März, so der Herbst.

Aber auch, wenn es nicht ganz so einfach ist, das Wissen um den 100-jährigen Bauernkalender bezieht sich auf die alten Erfahrungen der Landwirte und Menschen, die vom Wetter abhängig waren. Früher war er überlebenswichtig und heute ist der Blick auf die Bauernregeln zumindest interessant.

Lese-Tipp: 30 Grad im März? Der Frühlingsmonat könnte Extremwetter ins Land bringen

Im Video: So entwickeln sich die Temperaturen in den nächsten 14 Tagen

Soviel der März an Nebeln macht, sooft im Juni Donner kracht

Ob Nebel im März auf einen gewittrigen Sommer hinweist, ist eher anzuzweifeln.
Ob Nebel im März auf einen gewittrigen Sommer hinweist, ist eher anzuzweifeln. Einen nachzuweisenden meteorologischen Zusammenhang gibt es bei dieser Bauernregel nicht.
  • März nicht zu trocken und nass, füllt dem Bauern Scheune und Fass.

Am besten wäre es wohl, wenn der März gemäßigt ist, dann scheint der Sommer vielversprechend. So sagen es auch die folgende Bauernregeln:

  • Ein heiterer März erfreut des Bauern Herz.
  • Gibt's im März viel Regen, bringt die Ernte wenig Segen.
  • Im Märzen kalt und Sonnenschein, wird's eine gute Ernte sein.
  • Wenn im März noch viel Winde wehn, wird's im Maien warm und schön.

Der 10. März soll 40 Tage das Wetter vorhersagen

  • An Vierzigritter kalter Wind, noch vierzig Tage windig sind.
  • Regen, den die vierzig Märtyrer senden, wird erst in vierzig Tagen enden.
  • Wie das Wetter an Vierzigritter fällt, vierzig Tage dasselbe anhält.

Der 10. März ist der Tag der heiligen vierzig Märtyrer. Es ist überliefert, dass an diesem Tage der Kaiser Licinus während einer Christenverfolgung vierzig Soldaten der 12. römischen Legion in Sebaste erfrieren ließ. Und die Bauernregeln machen daraus so etwas ähnliches wie den bekannten Siebenschläfer – nur dass dieser hier im März stattfindet und lediglich für vier Wochen das Wetter prophezeit.

Donnert's im März, so schneit's im Mai

Gewitter kann es auch März geben.
Auch hier kann man gelassen bleiben, denn auch wenn es im März mal ein Gewitter gibt, muss niemand mit Schnee im Mai rechnen.

Sturm und Wind an Rosamunde bringen eine gute Kunde.

  • Bringt Rosamunde Sturm und Wind, so ist Sibylla (29.4.) uns gelind.

Rosamunde ist die Heilige am 11. März. Sie soll einen Blick auf das Wetter am Ende des Monats werfen. Wie das Wetter im Frühjahr ganz nach meteorologischer Sicht wird, kann man im 42-Tagetrend nachlesen.

  • Weht am Gregoriustag der Wind, noch vierzig Tage windig sind.

Der 12. März ist der Tag des Heiligen Gregorius. Gregor der Große (540-604) ist einer der vier großen lateinischen Kirchenväter. Vor der Einführung des Gregorianischen Kalenders war der heutige 21. März der 12. März und somit der Tag der Tag- und Nachtgleiche.

Lese-Tipp: Was sind Bauernregeln eigentlich und stimmen sie überhaupt?

  • 15. März: St. Lukretia – Lukretia feucht, Kornsäcke leicht.
  • 17. März: St. Gertrud – Friert’s an Gertrud, der Winter noch vierzig Tage nicht ruht.

Der 15. und der 17. März sollen vorhersagen, ob der Frühling das Wachstum anregt oder ob der Winter noch lange bleibt.

  • 19. März: St. Josef – Ist es klar am Josephstag, spart er uns viel Not und Plag.

Auch der 19. März soll einen Ausblick auf eine gute oder schlechte Ernte geben.

Zum Frühlingsbeginn wird auf den Sommer geschaut

  • 20. März: Frühlingsanfang (20. oder 21. März) Wie das Wetter am Frühlingsanfang, so ist es den ganzen Sommer lang.

Nun heißt es also: Daumen drücken für gutes Wetter zum Frühlingsbeginn. Allerdings gilt auch hier, dass wir den Bauernkalender mehr als Spaß ansehen und ihn nicht als Wetterpropheten nehmen sollten.

  • 21. März: St. Benedikt / St. Lupicinius – Wie das Wetter sich zeigt nach Benedikt eine Woche lang, so zeigt’s sich auch den ganzen Sommer lang.

Und hier noch ein kleiner Hinweis für alle Gärtner: Nach des Benedikten Tag, man Erbsen und Zwiebeln legen mag.

Noch mehr Lostage für den März

  • 24. März: St. Gabriel – Scheint auf Sankt Gabriel die Sonn', hat der Bauer viel Freud und Wonn'.
  • 25. März: Mariä Verkündung - An Mariä Verkündung hell und klar, ist ein Segen für das ganze Jahr.
  • 26. März: St. Ludger – Ist es um Ludger draußen feucht, bleiben auch die Kornböden leicht.
  • 27. März: St. Rupert - Ist an Rupert der Himmel wieder rein, so wird er’s auch im Juli sein.
  • 29. März: St. Berthold – Wie der 29. März, so der Frühling.
  • 30. März: Wie der 30. März, so der Sommer.
  • 31. März: Wie der 31. März, so der Herbst.

Was haben Nebel im März und Frost im Mai gemeinsam?

  • Soviel Nebel im März, soviel Frost im Mai.
  • Wie's im März regnet, wird's im Juni wiederregnen.

Fast jeder möchte wissen, wie der Sommer wird. Und die Bauernregeln haben auch hierauf eine Antwort. Statistisch geprüft, halten sie ihr Versprechen jedoch nicht. Ein verregneter März oder Nebellagen haben mit dem Mai- und Juniwetter keinen Zusammenhang aufzeigen können. Dass Mitte Mai gehäuft Frosttage auftreten, ist ein Versprechen der Eisheiligen. Die Bauernregeln um die Eisheiligen stammen aus dem Mittelalter und wurden vermutlich in einer Kälteperiode aufgestellt, deren Ausmaße wir heute in Deutschland nicht mehr kennen.

Tatsächlich sind die Eisheiligen in den vergangenen Jahren öfter ausgeblieben oder der Kälteeinbruch kam schon zu Anfang oder erst zum Ende des Monats Mai.

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