Das Wetter im Juli und August 2016: Nordosten Europas kann deutlich zu warm werden

In Sachen Sommer geht noch was

Der meteorologische Sommer hat ja nicht so gut begonnen. Um einen kleinen Ausblick auf den möglichen weiteren Verlauf des Sommers zu geben, schauen wir auch in dieser Woche auf die langfristigen Temperaturprognosen der amerikanischen Wetterbehörde NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration). Die NOAA berechnet hierbei die voraussichtlichen Temperaturabweichung vom klimatologischen Mittel. Diese Prognose kann zwar nicht das Wetter vorhersagen, gibt aber einen guten Anhaltspunkt für die grundsätzliche Witterungstendenz.

unbekannt
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Da hat sich nicht viel getan. In der letzten Woche konnten wir nur von einem durchschnittlichen Sommer sprechen. Wärmeüberschüsse gab es im nördlichen Skandinavien. Schaut man jetzt auf die Karten der NOAA sieht es im Juli in großen Teilen des Kontinents nach Normalität aus. Doch einen warmen Ausreißer gibt es: Immer noch ist es der Norden, der zu warm prognostiziert wird. Geht man noch höher hinauf, so sieht man, dass es in Spitzbergen die höchsten Abweichungen gibt. Dort wird es bis zu 4 Grad wärmer als es das langjährige Mittel vorgibt. Was das für das Packeis bedeutet – wir werden sehen.

Zurück in Europa gibt es ebenfalls Abweichungen, doch sind diese lokal begrenzt auf die Cote-Azur und die nördliche Küste Italiens. Dort und in Teilen des Balkans rund um das Schwarze Meer sind es negative Temperaturabweichungen, die ins Auge fallen. In Deutschland ist nichts von Veränderungen zu sehen. Ein stinknormaler Juli eben.

Sommermonat August voll im Fahrplan

unbekannt
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Im August schiebt sich die Wärme noch tiefer in den Norden. Ähnlich, wie wir es letzte Woche schon berichtet haben, bleiben die Temperaturen in Europa im Normbereich. Für Deutschland heißt das, dass es bei einem typischen August bleiben sollte. In der Arktis dagegen schießen die Temperaturen viel zu weit in den Plusbereich: Eine positive Abweichung von 4 Grad und mehr werden von der NOAA berechnet.

Rund ums Schwarze Meer bis hinunter nach Griechenland ändert sich im Vergleich zu den den Juliprognosen wenig – wie dürften dort einen etwas zu kühlen Monat erleben.

FAZIT:

Deutschland hat keine großen Überraschungen zu erwarten – die Sommermonate Juli und August haben laut der amerikanischen Wetterbehörde keinerlei Temperaturausreisser, weder in den positiven, noch in den negativen Temperaturbereich.

Die kühlere Tendenz rund um das Schwarze Meer breitet sich im August bis nach Griechenland aus. Die größten Abweichungen von einem normalen Sommer kann man in der Arktis beobachten. Sollte es tatsächlich 4 Grad höhere Temperaturen geben, würde dies für den August eine Verdopplung der normalen Durchschnittstemperatur bedeuten.

wetter.de/Amelie von Kruedener