Die NOAA-Daten zeigen Trends

Wettervorhersage für den Herbst 2020 laut NOAA

 Herbstwetter im Taunus 18.10.2019, Königstein Hessen: Herbstlich verfärbte Blätter an den Bäumen vornehmlich Buchen im Wald bei Nebel am Romberg., Königstein Deutschland  Autumn weather in Taunus 18 10 2019, Königstein Hesse Autumn discoloured leave
So viel ist sicher: Die Blätter verfärben sich auch im Herbst 2020. Außerdem zeigen die aktuellen Langfristvorhersagen an: Alles im Durchschnitt. © imago images/Jan Eifert, Jan Eifert via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Die NOAA gibt Anhaltspunkte für das Wetter im Herbst 2020

Die einzige richtige Hitzewelle des Jahres 2020 hat es definitiv in sich. Und auch im Anschluss gibt es noch Chancen auf sommerliche Temperaturen. Gleichzeitig erlauben die experimentellen Langzeitprognosen des Amerikanischen Wetterdienstes NOAA schon mal einen Ausblick auf den Herbst 2020. Und da lässt sich eines nach wie vor feststellen: Es sieht ganz schön durchschnittlich aus.

Sonnenuntergang im Taunus
Meteorologisch gesehen beginnt der Herbst am 1. September und endet am 30. November. In dieser Zeit bekommen wir im landesweiten Durchschnitt rund 340 Sonnenstunden. © imago images/Jan Eifert, Jan Eifert via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Das sagen uns die aktuellen Langzeitprognosen: Regen voll im Soll

Schauen wir auf den berechneten Regen bzw. die Abweichung vom langjährigen Durchschnitt, dann ergibt sich im Herbst 2020 ein äußerst durchschnittliches Bild. Gelegentlich ist das Niederschlagsangebot auch leicht über den langjährigen Mittelwerten. Das reicht zwar nicht, um die zum Teil enorme Trockenheit nachhaltig zu mindern. Aber: Wenn es so kommt, dann ist auch keine große Verschärfung zu erwarten.

Die Herbstprognose vom Amerikanischen Wetterdienst: Der Regen

Experimentelle Langfristprognose für den Herbst 2020
Die experimentelle Langfristprognose des Amerikanischen Wetterdienstes NOAA für den Herbst 2020. Gezeigt wird die tägliche Abweichung des Niederschlags vom langjährigen Mittelwert. Quelle: https://www.cpc.ncep.noaa.gov © https://www.cpc.ncep.noaa.gov

Auch die Temperaturen voll im Durchschnitt

Bei den Temperaturen bietet sich ebenso ein absolut ausgeglichenes Bild. Wobei das nicht nur für den gesamten Herbst gilt. Auch die einzelnen Monate sind jeweils komplett ausgeglichen temperiert. In Zeiten des Klimawandels ist das fast schon eine kleine Sensation. Denn normalerweise verlaufen die Monate in der Regel eher zu warm.

Die Herbstprognose vom Amerikanischen Wetterdienst: Die Temperaturen

Langfristvorhersage des Amerikanischen Wetterdienstes
Die experimentelle Langfristprognose des Amerikanischen Wetterdienstes NOAA für den Herbst 2020. Gezeigt wird die Abweichung der Temperatur vom langjährigen Mittelwert. Quelle: https://www.cpc.ncep.noaa.gov © Amerikanischer Wetterdienst NOAA

Rückblick zeigt einen steilen Aufwärtstrend: So haben sich die Temperaturen im Herbst entwickelt

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Herbstmitteltemperatur in Deutschland in den Jahren von 1960 bis 2019 (in Grad Celsius)

Der Trend ist deutlich. Seit den 2000er Jahren werden die durchschnittlichen Temperaturen im Herbst höher. Ein Durchschnittswert für den Herbst ist natürlich nicht besonders aussagekräftig: Der September hat oft noch Sommerniveau, im November schneit es schon mal. Zum Vergleichen sind diese Statistiken aber wichtig.

Die durchschnittlichen Niederschlagsmengen im Herbst

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Herbstniederschlagshöhe in Deutschland in den Jahren von 1960 bis 2019 (in Liter pro Quadratmeter)

Seit dem Rekordhitzejahr 2003 haben sich die Niederschläge im Herbst wieder auf das übliche Niveau eingependelt. Im Herbst kommen im Durchschnitt 176 Liter pro Quadratmeter zusammen. Der Oktober ist von den drei Herbstmonaten der niederschlagärmste Monat.

Wer’s genauer wissen will: Die Klimadaten für Deutschland

Herbst ist nicht gleich Herbst und Klima nicht gleich Wetter

Um festzustellen, ob es zu warm oder zu kalt und zu nass oder zu trocken ist, vergleichen wir die Werte immer mit dem Klimamittel. Das zeigt uns das durchschnittliche Wetter in einem Zeitraum von 30 Jahren an. Der aktuelle Klimavergleich-Zeitraum ist von 1961 bis 1990. Außerdem ist beim Vergleich der Jahreszeiten zu beachten, dass der meteorologische Wechsel der Jahreszeiten bereits rund drei Wochen vor dem kalendarischen Wechsel stattfindet. 

Der Hauptgrund liegt in der exakten Vergleichbarkeit der Jahreszeiten. Denn während der kalendarische Wechsel vom Stand der Sonne abhängig ist und somit einige Tage oder Stunden schwanken kann, so ist der meteorologische Jahreszeitenwechsel festgelegt auf den jeweiligen Monatsersten. Dementsprechend beginnt der Herbst meteorologisch gesehen immer schon am 1.September und der Winter am 1.Dezember. Analog ist es für den Frühling und den Sommer.

So verläuft der Herbst in Deutschland normalerweise

Die durchschnittliche Temperatur, das sogenannte Temperaturmittel, liegt im Herbst in Deutschland bei knapp neun Grad. Und natürlich sind hierbei auch im Herbst vorübergehend schon mal Tageshöchsttemperaturen im sommerlichen Bereich über 25 oder sogar über 30 Grad denkbar. Generell sorgen aber die länger werdenden Nächte für mehr Abkühlung und die kürzer werdende Tage für weniger Aufheizung. 

Selbst sommerliche Luftmassen aus südlichen Breiten haben es somit schwer, sich auf ähnliche Temperaturen wie im Sommer aufzuheizen. Die Sonne bringt es hierbei in unseren Breiten in den Monaten September, Oktober und November im Durchschnitt insgesamt auf an die 340 Betriebsstunden. Dabei fallen im langjährigen Durchschnitt knapp 180 Liter Regen pro Quadratmeter.

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