Von minus 32 Grad bis plus 24 Grad

Wetter-Check: Das alles kann der Dezember

Winterdienst: Ein Schneeräum-Fahrzeug befreit eine Straße von Eis und Schnee.
Im Dezember haben auch die Winterdienste gerne schon mal was zu tun. © imago/lausitznews.de, LausitzNews.de/Toni Lehder, imago stock&people

Das Wetter im Dezember: Über 50 Grad Temperaturunterschied

Der Dezember ist der erste Wintermonat. Am 1.Dezember ist meteorologischer Winterbeginn, um den 20. beziehungsweise 21. Dezember ist der kalendarische Winterbeginn. Außerdem erleben wir dann die längste Nacht und den kürzesten Tag. Allerdings unterschiedet ihn einiges von den nachfolgenden Wintermonaten. Im Gegensatz zum Januar und zum Februar zählt er nicht zum Hochwinter. Eiskalte Seiten hat er dennoch - Tiefstwerte bis um die minus 30 Grad führen die Rekordliste in Sachen Frost an. Auf der anderen Seite liegen die Temperaturspitzen bei sagenhaften 24 Grad. Macht also über 50 Grad Temperaturunterschied.

So eisig kann der Dezember sein

Der Negativ-Rekord im Dezember wird angeführt von einer bayrischen Wetterstation. Hüll im Landkreis Bayreuth. Allerdings ist das schon lange her. Am 29.12.1939 wurden hier minus 32,9 Grad gemessen. Es gibt zwar eine private Wetterstation, die regelmäßig noch kältere Temperaturen verzeichnet. Die liegt am bayrischen Funtensee in einem kaum erreichbaren Hochtal. Hier ist der Negativrekord bei minus 45,9 Grad am 24.Dezember 2001. Dieser Wert läuft aber aufgrund der besonderen Lage der Wetterstation außer Konkurrenz.

Und nicht nur wegen der mitunter eisigen Temperaturen ist der Dezember auch ein Monat, der ideal zum Serien oder Dokus schauen ist: Und da haben wir einiges im Angebot bei TVNow:

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Bis zu 24 Grad - Frühlingshaft bis fast schon sommertauglich

Auf der anderen Seite der Rekordliste rangiert die offizielle Messstation des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Müllheim in Baden-Württemberg mit 24 Grad. Gemessen wurde diese fast frühlingshafte bis fast schon sommertaugliche Temperatur am 16.12.1989.

Pollenflug - Auch das kann der Dezember

Allergiker werden es wissen - zumindest wenn sie gegen die sogenannten Frühblüher allergisch sind. In milden Dezembermonaten können Erle und Hasel bereits ihre Pollen loslassen. Und aufgrund des Klimawandels und der immer milder werdenden Winter passiert das inzwischen leider auch immer häufiger. Wie die aktuelle Lage in Sachen Pollenflug aussieht, das erfahren Sie hier.

Erle und Hasel: Der Pollenflug geht schon im Winter los

ARCHIV : Pollen vom Hasel fliegen durch eine Parkanlage. In Nordrhein-Westfalen sind vereinzelt erste Pollen unterwegs und können Allergikern zu schaffen machen. An sonnigen und wärmeverwöhnten Stellen hat der Hasel bereits zu blü
Für Allergiker ist ein ein Graus. In milden Wintern senden Erle und Hasel schon früh ihre Pollen auf den Weg. © dpa, Wolfgang Kumm, wk aba

Die Weiße Weihnacht hat es im Dezember schwer

Wäre Weihnachten erst im Januar oder Februar, dann gäbe es die Weiße Weihnacht wesentlich häufiger. Denn erst dann befinden wir uns klimatologisch gesehen im Hochwinter und erst dann haben es die richtig kalten Luftmassen leichter, bis zu uns nach Mitteleuropa zu gelangen. Ganz ausgeschlossen ist Schnee zum Fest für alle aber natürlich nicht, wie das Jahr 2010 zeigt. Lesen Sie außerdem mehr zum aktuellen Wettertrend für Weihnachten 2020.

Wie wird das Wetter an Weihnachten? Weiß oder grün?

17.12.2018, Sachsen, Leipzig: Ein Weihnachtsmann steht in einer grünen Weihnachtsbaumplantage bei Leipzig. Das derzeit milde Wetter lässt nur wenig Hoffnung auf Schnee an Heiligabend zu. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Weiße oder grüne Weihnacht - Diese Frage stellt sich jedes Jahr im Dezember aufs Neue. © dpa, Jan Woitas, woi cul

Die Dezember-Orkane: Von „Lothar” bis „Xaver”, dem Nikolaus-Orkan

Die Herbst- und Wintermonate sind auch die Zeit der großen Stürme. Und die Liste der Dezember-Stürme ist lang. Zwei Beispiele sind Mega-Orkan „Lothar” und „Xaver”. „Lothar” traf Europa am 26.12.1999. Mit Spitzenböen jenseits der 250 km/h brachte er die größten Sturmschäden der jüngeren europäischen Geschichte. Seine Schneise der Verwüstung betraf vor allem Nordfrankreich, die Schweiz, den Süden Deutschlands und Österreich. Ein zweiter prominenter Dezember-Orkan ist „Xaver”. Der auch als Nikolaus-Orkan bekannte Sturm traf am 5. und 6.Dezember 2013 besonders das nördliche Europa und brachte neben einer massiven Sturmflut zum Beispiel auf Sylt Spitzenböen bis an die 180 km/h. Erfahren Sie mehr zu den teuersten Stürmen in Deutschland.

Orkan "Lothar" schlug eine Schneise der Zerstörung

ARCHIV: Baden-Württemberg, Simonswald: Ein von Orkan «Lothar» zerstörtes Waldstück in Simonswald im Schwarzwald. Der Orkan vom 26. Dezember 1999 hinterließ allein in Baden-Württemberg rund 40 000 Hektar Kahlflächen. (zu dpa: «Orkan Lotha
Eine Schneise der Verwüstung durch Orkan "Lothar". Diese reichte von Frankreich bis nach Österreich. Der Süden Deutschlands - wie hier in Baden-Württemberg - lag mitten drin. © dpa, Rolf Haid, tm bwe

Tausende Tote im Alpenkrieg - Das Lawinenunglück von 1916

Am 13.Dezember 1916 eröffnete der Alpenkrieg zwischen Italien und Österreich einen extrem makaberen Nebenschauplatz, der Tausenden den Tod brachte. Bis zu 5000 Tote soll es durch Lawinenabgänge gegeben haben. Ein Hauptauslöser dieser Lawinen: Die schweren Artilleriefeuer. Mehr zum Thema Lawinen finden Sie auch in unserem Wetterlexikon.

Das Wetter und Klima im Dezember im Überblick

Einige Details zum Dezember:

  • Der Dezember ist mit durchschnittlich 38 Sonnenstunden einer der dunkelsten Monate des Jahres

  • Im langjährigen Durchschnitt bringt der Dezember um die 70 Liter Niederschlag

  • Wärmster Dezember: +6,49 Grad (2015)

  • Kältester Dezember: - 5,30 Grad (1890)

  • Häufige eintretende Wetterregel im Dezember ist das Weihnachtstauwetter zwischen dem 24. und dem 29. Dezember

Was die nächsten Woche für uns bereit halten, können Sie im 42-Tage-Wettertrend lesen oder Sie laden sich die Wetter.de-App für Apple- und Android-Geräte herunter.