Das große Zittern: Wintereinbruch in Bayern

Räumfahrzeug im Einsatz
In Bayern hat es den ersten Wintereinbruch mitsamt Temperatursturz gegeben. © dpa, Andreas Gebert

Wintereinbruch lässt Bayern erschaudern

Vom Altweibersommer direkt in den Winter: Ohne Übergangsphase hat ein Kälteeinbruch in Bayern und in den Alpen die Menschen überrascht. Innerhalb weniger Stunden fielen die Temperaturen dort um bis zu 15 Grad. So wurden am Samstagmorgen in München nur noch 4 Grad gemessen, es graupelte im Münchener Umland.

Die Schneefallgrenze fiel auf etwa 500 Meter. In den Orten am Alpenrand, wie etwa Berchtesgaden, Miesbach oder Füssen, bleibt das Thermometer bei eisigen 2 Grad hängen. Hier fällt nasser Schnee. Allerdings ist der Kälteeinbruch am Montag wieder zu Ende. Nur am Sonntag wird es noch einmal richtig winterlich kalt.

Nicht nur in Deutschland hinterließ der Winter seine Visitenkarte: Nach dem Wintereinbruch in den Bergen sind viele Hauptpässe in der Schweiz nach starkem Schneefall gesperrt. Das wirkte sich auch auf den Verkehr am Gotthardtunnel aus, nachdem der Gotthardpass als Route ausfiel: Am Samstagmorgen bildete sich ein elf Kilometer langer Stau in Richtung Süden.

Nicht befahrbar sind nach Angaben des Touring Clubs Schweiz (TCS) auch die Pässe Flüela, Furka, Grimsel, Großer Sankt-Bernhard, Klausen, Nufenen, Oberalp und Susten. Die Schneefallgrenze in der Schweiz sank in der Nacht zum Freitag auf rund 1.200 Meter.

Auf der Zugspitze liegen bereits 35 Zentimeter Schnee. Dort herrschen derzeit 10 Grad minus.