Überschwemmungen in Australien

Das große Krabbeln: Spinnen flüchten vor den Fluten

Flucht vor den Fluten

Der Südosten Australien erlebt gerade die schwersten Regenfälle seit 50 Jahren. Mit einher gehen große Überschwemmungen. Die Behörden haben bereits mehrere Orte evakuieren lassen, darunter auch Teile von Sydney. Häuser und Autos, wurden von den Fluten mitgerissen. Straßen, Brücken und Felder standen meterhoch unter Wasser. Nach einem bereits verheerenden Wochenende stiegen die Pegelstände zahlreicher Flüsse auch am Montag weiter an. Auch Tiere wurden Opfer der starken Überflutungen: Pferde, Kühe und Kängurus starben in den Fluten. Um nicht dasselbe Schicksal zu teilen, flüchten Spinnen scharenweise auf höhergelegene Stellen, darunter auch Häuser. Es ist „Das große Krabbeln“ in real.

Die Tiere leben meist auf dem Boden

Spinnen flüchten vor den Fluten
Millionenfach flüchteten Spinnen und andere Krabbeltiere vor den Überschwemmungen in Australien. © Matt Lovenfosse

Sie kamen in riesigen Schwärmen: Spinnen, Insekten und auch kleinere Tiere wie Eidechsen flüchten vor den Fluten. Sie brachten sich in Häusern, auf Zäunen oder anderen höher gelegenen Stellen in Sicherheit. Es ist das große Krabbeln ist im vollen Gang. Es handelt sich um Tiere, die meist auf dem Boden leben. Es sieht so aus, als wenn sie sich millionenfach vermehrt hätten, doch dem ist nicht so. Normalerweise würde man sie nicht sehen, da sie im Gestrüpp versteckt sind. Nun sammeln sie sich an wenigen Stellen. Augenzeugen berichteten sogar, dass die Krabbeltiere sogar die Beine hochklettern, weil sie sich dort vor den Fluten sicher wähnen.

18.000 Menschen in Sicherheit gebracht

NSW WET WEATHER, A man watches rising floodwaters of the Williams river flood streets at Raymond Terrace, Sunday , March 21, 2021. More rain is forecast for the NSW coast and other parts of the state, with flood warnings in place and the premier advi
Die Stadt Sydney steht im Regen. © imago images/AAP, DARREN PATEMAN via www.imago-images.de, www.imago-images.de

„Ich habe noch nie einen solchen Regen gesehen“, sagte der Chef des Katastrophenschutzes von New South Wales, Shane Cribb, dem Sender ABC. Es ist bereits von einer „Jahrhundertflut“ die Rede.

„Ich habe bei vielen Überschwemmungen mitgearbeitet, aber dies ist die größte, mit der ich je zu tun hatte“, so Cribb. Entlang eines 900 Kilometer langen Streifens an der Ostküste wurden bislang 18.000 Menschen in Sicherheit gebracht, davon 15.000 in der Region nördlich von Sydney und 3.000 in West-Sydney, erklärte die Premierministerin des Bundesstaates New South Wales, Gladys Berejiklian.

La Niña die Ursache für die Überschwemmungen

Die Überschwemmungen in Teilen Australiens hängen eng zusammen mit dem Klimaphänomen La Niña. Das verstärkt schlussendlich nämlich die Intensität der Tiefdruckgebiete auf der anderen Seite des Pazifiks und führt somit zu Verstärkung der Schauer- und Gewittertätigkeit im Südosten Australiens. Ähnlich wie im Jahr 2011 als sich dieser Effekt mit extremen Starkniederschlägen bis in den März auswirkte. Also bis hinein in den Herbst auf der Südhalbkugel.

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