Das Ende der Trockenheit

Passanten mit Regenschirmen und Regenkleidung in der Innenstadt München während eines Starkregen s, Bayern, Deutschland *** Passers-by with umbrellas and rainwear in downtown Munich during a heavy rain s Bavaria Germany
Nicht schön, aber enorm wichtig. Der Regen im Herbst 2019. © imago/Ralph Peters, Ralph Peters, imago stock&people

Mit dem Beginn der Dezembers gibt es jetzt direkt die Möglichkeit für eine doppelte Bilanz. Einerseits für den November selber, andererseits für den Herbst. Denn mit dem Dezember-Beginn sind wir nun ja meteorologisch und statistisch gesehen bereits im Winter. Und eines lässt sich zum Herbst 2019 auf jeden Fall schon mal sagen: Danke für den Regen. Denn der war mehr als nötig.

Endlich ein nachhaltiges Ende der Trockenheit

Das Jahr 2018 war viel zu trocken. Das haben wir bis in den Sommer 2019 zu spüren bekommen. Schäden in Land- und Forstwirtschaft, die in den letzten Jahrzehnten beispiellos waren und die viele von uns das Fürchten gelehrt haben. Denn viele Weitergefahren und -schwankungen bekommen wir in den Griff. Nicht aber die Trockenheit. Unser ganzes Leben ist nämlich darauf ausgerichtet, genug Wasser zu haben.

Insofern gab uns der Herbst 2019 endlich mal wieder genug vom himmlischen Nass und beendete die akute Trockenheit in unseren Böden. Besonders im Oberboden. Aber in vielen Landesteilen gibt es auch eine Entspannung in den tieferen Bodenschichten zwischen 1 und 2 Metern zu verzeichnen. Lediglich im Osten sind die Böden in den tieferen Schichten tendenziell noch zu trocken. 

Zu verdanken haben wir das den rund 10 bis 20Prozent an zusätzlichem Regen. Eine wahre Wohltat, die besonders dem Oktober geschuldet ist. Hier fielen im Durchschnitt knapp 90 Liter pro Quadratmeter. Das entspricht etwa 150Prozent des durchschnittlichen Oktober-Solls.

Sonnen-Soll ist voll erfüllt
Sonne voll im Soll. Nach herbstlich schönen Sonnenaufgängen brachten uns die letzten drei Monate rund 315 Sonnenstunden © dpa, Boris Roessler, brx kno

Weiterhin zu warm, aber nicht außergewöhnlich

Der November 2019 fiel relativ unspektakulär aus. Er war etwas zu warm mit 1,2 Grad im Vergleich zur Referenz-Periode von 1961 – 1990. Also gerade im Vergleich zu den vielen Rekordmonaten der letzten Jahre sogar ein eher unauffälliger Monat. Ebenso verhält es sich mit dem gesamten Herbst. Der ist verglichen mit dem gültigen Referenz-Zeitraum zwar rund 1,3 Grad zu warm. Vergleicht man ihn jedoch mit den letzten Jahrzehnten, dann liegt er voll im Durchschnitt. 

Genauso normal zeigt sich übrigens die Sonnenbilanz. Hier meldeten die deutschen Wetterstationen im Herbst 2019 durchschnittlich 315 Sonnenstunden. Der langjährige Mittelwert liegt bei 311 Stunden.

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