Das Coronavirus macht die Luft besser

28.03.2020, Mecklenburg-Vorpommern, Ahlbeck: Menschenleer sind der lange Strand, die Strandpromenade und die Seebrücke im Ostseebad Ahlbeck (Luftaufnahme mit einer Drohne). Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, gelten derzeit Ausgangsbe
Es leuchtet sowieso ein: Kein Mensch unterwegs oder im Betrieb = ganz viel saubere Luft © dpa, Stefan Sauer, sts

Wenn die Menschen zuhause bleiben, freut sich die Luft

Neue Satellitenbilder der Esa, der europäischen Raumfahrtagentur, zeigen: Ein Gewinner der Ausgangsbeschränkungen wegen des Coronavirus ist die Luft. Die Stickstoffdioxid-Konzentration über europäischen Großstädten ist extrem zurückgegangen. Stickstoffdioxid (NO2) ist ein Reizgas und gilt als Indikator für die Luftqualität allgemein. Es entsteht beispielsweise bei Verbrennungsprozessen von Dieselmotoren.

Italien und Corona
Die Stickstoffdioxid-Konzentration in Italien vor Corona (links) und während der Ausgangssperren (rechts)

Viel menschliche Aktivität, dreckige Luft

Die Grafiken der Esa zeigen die Daten vom 14. bis 25. März 2020 im Vergleich zum Monatsdurchschnitt der Werte seit 2019. Die Konzentration von Stickstoffdioxid (NO2) verändert sich zwar auch durch Wetterschwankungen täglich. Die Forscher sagen aber: „Indem wir Daten eines bestimmten Zeitraums, in diesem Fall zehn Tage, zusammenführen, werden die meteorologischen Schwankungen teilweise ausgeglichen.“ So könne beobachtet werden, welche Ausstöße von Stickstoff auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen seien.

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Frankreich und Corona
Die Stickstoffdioxid-Konzentration in Italien vor Corona (links) und während der Ausgangssperren (rechts)

Kaum menschliche Aktivität, sauberere Luft

Als Beispiele zeigen die Aufnahmen Italien, Spanien und Frankreich. Dort sind im Kampf gegen die Ausbreitung von Sars-CoV-2 strenge Ausgangssperren in Kraft. Die Menschen sollen das Haus nur noch aus triftigen Gründen verlassen.

Es ist ja auch klar: Wo kein Flugzeug fliegt, kein Kreuzfahrtschiff fährt, Autos geparkt sind und die Industrieproduktion heruntergefahren ist, entstehen keine Abgase. Dass die Wirkung so schnell sichtbar ist, überrascht hingegen viele schon.

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