Alarmstufe Rot

Das berühmte Korallenriff Great Barrier Reef steht vor dem Kollaps

Forscher geben Riff nur noch geringe Überlebenschancen

Das weltberühmte Great Barrier Reef stirbt immer weiter ab. Jetzt gibt es schon wieder eine sogenannte Korallenbleiche, die dritte in den vergangenen fünf Jahren. Warum die Korallen absterben, erfahren Sie im Video

El Niño könnte dem Riff den Rest geben

ARCHIV - HANDOUT - Eine Luftaufnahme des Great Barrier Riffs vor der Küste Australiens (undatiertes Foto). (Zu dpa
Das Great Barrier Reef besteht aus mehr als 150 Einzelriffen. © dpa, rf htf fpt axs lof gfh wst

Forscher nehmen außerdem an, dass die Meeresströmung El Niño den Korallen am Great Barrier Reef das Leben aushauchen könnte. Die Strömung tritt im Schnitt alle vier Jahre auf und verändert die Wasser-Temperaturen im pazifischen Ozean. El Niño bedeutet aus dem Spanischen übersetzt "das Christkind", weil es häufig an Weihnachten auftritt. Dieses Jahr könnte es wieder soweit sein. Die Forscher befürchten, dass durch El Niño das Wasser am Great Barrier Reef noch wärmer wird und dadurch alle Korallen absterben. 

Korallen sind "Quell des Lebens"

FILE - An undated handout picture made available by Australia's James Cook University (JCU) on 31 January 2016 shows marine life in the Great Barrier Reef, in the Coral Sea, off the coast of Queensland, Australia. EPA/JAMES COOK UNIVERSITY AUSTRALIA
Geschädigte Korallenriffe wie das Great Barrier Reef erholen sich im Laufe von mehreren Jahrzehnten. Voraussetzung: Sie sind noch nicht vollständig abgestorben. © dpa, James Cook University, as ms wst tmk

Korallenriffe beherbergen eine riesige Zahl von Tier- und Pflanzenarten. Als Quelle von Fisch und anderen Meerestieren ernähren sie viele Millionen Menschen. Korallen bilden eine enge Lebensgemeinschaft mit bestimmten Algenarten, die ihnen die prächtigen Farben verleihen. Sind die Wassertemperaturen über einen längeren Zeitraum zu hoch, kann diese lebenswichtige Verbindung zusammenbrechen.