Das 30-Tage-Wetter vom 24.04.2019: Eisheilige 2019 eher zahm

Der Mai 2019 hockt in den Startlöchern und viele fragen sich, ob der sogenannte Wonnemonat auch in diesem Jahr einen auf Sommer macht. Erinnern wir uns kurz: 2018 war der Mai fast vier Grad zu warm, zu trocken und brachte weit überdurchschnittlich viel Sonne. Wie wird es dieses Jahr, vor allem mit Blick auf die Eisheiligen, die vom 11. bis 15. Mai unsere Blumen und die zarten Gartenpflänzchen bedrohen? 

Erste Mai-Tage ohne signifikante Wetter-Ereignisse

Der April geht ja wechselhaft zu Ende, dennoch wird er sich wohl in die Serie der zu warmen Monate einreihen. Derzeit ist er knapp 2 Grad zu warm und viel zu trocken. Die ersten Maitage werden wohl keine Offenbarung, was das Wetter angeht. Mit Temperaturen zwischen 14 und 19 Grad sind wir von weiteren Sommertagen (mindestens 25 Grad), die wir im April ja schon zur Genüge hatten, ein Stückweit entfernt.    

Das erste Mai-Wochenende bringt da keine große Änderung. Die Werte bleiben stabil bei 13 bis 15 Grad an der See und 16 bis 19 Grad im Binnenland. Das ist relativ normal. Wir sehen eine leichte Schauertätigkeit, aber keine fetten Tiefdruckgebiete. Allerdings kann man die bei unserem Blick in die Glaskugel jetzt noch nicht mit Sicherheit ausmachen.  

Und die Eisheiligen? Sind eher zahm

Apfelblüten hängen am Sonntag (16.05.2010) bei Beckdorf an einem Baum. Der Mai wird auch nach den Eisheiligen seinem Image vom Wonnemonat nicht gerecht. Am Montag ist das Wetter meist wechselhaft, häufig gibt es Wolken und von Westen ziehen Regenscha
Übersteht die Apfelblüte die Eisheiligen? Derzeit sieht es nicht nach Frost aus. © picture alliance / dpa, Maurizio Gambarini, ppl/lre tig

So in etwa verläuft wohl auch die Woche vom 6. bis 10. Mai. Nichts Gravierendes in Sicht, keine Ausreißer nach oben oder unten. Normal? Vielleicht.

Blicken wir mal auf die Eisheiligen. Vom 11. bis 15. Mai besuchen uns der Reihe nach Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophia, auch bekannt als die "Kalte Sophie". So wie es derzeit aussieht, geben sich die Eisheiligen 2019 ziemlich zahm. Das amerikanische CFS sieht Höchstwerte von 17 bis 24 Grad, die Tiefstwerte bleiben wohl sogar knapp zweistellig. Das würde also bedeuten: Keine Gefahr für unsere Balkonblumen durch Nachtfrost.

Das kann sich aber natürlich noch ändern und wir geben daher an dieser Stelle den heißen Tipp, immer wieder unsere aktualisierte Eisheiligen-Vorschau zu lesen. Nicht umsonst werden die Geranien normalerweise erst nach den Eisheiligen auf die Balkone gesetzt. Und die Folientunnel für die Gärten sollte man vor allem in höher gelegenen Landstrichen noch nicht ganz weg legen. 

Wenig sommerlicher Mai - aber auch kein Absturz

Unsere 28-Tages-Temperaturprognose zeigt für die erste Maihälfte leicht unterdurchschnittliche Prognosen, wir bewegen uns da immer noch in einem Rahmen von 10 bis 20 Grad. Die unterdurchschnittlichen Werte könnten aber auf eine erhöhte Tiefdruckaktivität hindeuten. Und das könnte auch mehr Niederschlag bedeuten.