Das 30-Tage-Wetter vom 18.04.2019: Der Regen lässt sich noch Zeit

Nur langsam wieder kühler

Die Temperaturen liegen über Ostern ja mehr als im Wohlfühlbereich. Mit großer Sicherheit wird sogar der erste Sommertag des Jahres vermeldet (hier geht es zum detaillierten Osterwetter). Aber leider hat das schöne Wetter auch seine Schattenseiten. Die Talsperren haben sich zwar schon gut gefüllt, aber die Niederschläge bleiben wie im letzten Jahr schon wieder aus. Im Osten hat es im April bis zur Monatsmitte an manchen Orten so gut wie keinen Niederschlag gegeben. Hier besteht auch schon eine erhöhte Waldbrandgefahr. Und die könnte noch krasser werden. Denn große und flächendeckende Regenmassen sind derzeit für Deutschland nicht berechnet. 

Der Osten braucht unbedingt Niederschlag

Erst am Ende der Woche nach Ostern wird es etwas unbeständiger, aber die Niederschläge werden eher für den Westen und Süden berechnet. Der Osten bleibt noch die ganze Woche trocken.

​Auch am letzten Wochenende im April (27./28.04.) sind vor allem in der Mitte und im Süden Niederschläge berechnet. Über den Monatswechsel hinaus sind keine nennenswerten Regenereignisse für den Osten zu erkennen. Somit bleibt ein erhebliches Niederschlagsdefizit für den Osten sehr wahrscheinlich. Temperaturtechnisch geht der April mit recht normalen Werten zu Ende. Meist liegen die Werte zwischen 15 und 20 Grad.

CFS-Modell: Erst noch ziemlich trocken

Ähnlich sieht es auch das CFS-Langfristmodell. Vielerorts bleibt es bis weit in die nächste Woche trocken. Am letzten Wochenende im April könnte es im Osten vielleicht erste Niederschläge geben. Zum Ende des Monats könnte es für den Osten mal richtig nass werden. Mal sehen, ob der lang ersehnte Regen im Osten ankommt.

Zu Beginn des Wonnemonats zeigen sich bis zur Mitte Niederschlagsereignisse, die auch etwas weiter in den Nordosten vorankommen. Den größten Teil werden wohl die östlichen Mittelgebirge abbekommen. Danach sieht es bis zur Monatsmitte wieder recht mau aus. Erst in der dritten Maiwoche dürfte es etwas wechselhafter werden und somit sind auch für den Osten mehr Niederschläge möglich. Richtung Monatsende sind einige Regenfronten zu erkennen, die über Deutschland hinwegziehen. Aber ob dadurch das Defizit ausgeglichen wird, ist noch nicht sicher.

NOAA-Langfrist-Prognose meist mit weniger Mai-Niederschlägen

NOAA-Langfrist-Prognose mit Mai-Niederschlägen
NOAA-Langfrist-Prognose mit Mai-Niederschlägen (orange bis rot heißt zu wenig, grünlich zu viel Niederschlag) © RTL Interactive

Auch die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) sieht für den Mai keine Unmengen an Regen für Mitteleuropa und somit auch für Deutschland vor. Meist ist mit dem normalen Soll zu rechnen. Nur für die Küsten, den Nordwesten und den südlichen Teil von Deutschland wird weniger Niederschlag als normal berechnet.

Mai bleibt unterkühlt - Hoffnung auf Regen?

Und was macht der Mai in unserer wetter.de-Prognose? Da sind wir weit entfernt von Sommer und 25 Grad. Unsere 28-Tages-Temperaturprognose zeigt für die erste Maihälfte meist deutlich unterdurchschnittliche Prognosen, vor allem zur Mitte des Monats. Wir bewegen uns da immer noch in einem Rahmen von 10 bis 20 Grad. Die unterdurchschnittlichen Werte könnten aber auf eine erhöhte Tiefdruckaktivität hindeuten. Und das könnte auch mehr Niederschlag bedeuten, muss aber nicht.