Das 30-Tage-Wetter vom 16.04.2019: Der Regen ist schon wieder Mangelware

Neue Dürre bahnt sich im Osten an

Die Temperaturen liegen über Ostern ja mehr als im Wohlfühlbereich. Vielleicht wird sogar der erste Sommertag des Jahres vermeldet (hier geht es zum detaillierten Osterwetter). Aber leider hat das schöne Wetter auch seine Schattenseiten. Die Talsperren haben sich zwar schon gut gefüllt, aber die Niederschläge bleiben wie im letzten Jahr schon wieder aus. Im Osten hat es im April bis zur Monatsmitte an manchen Orten so gut wie keinen Niederschlag gegeben. Hier besteht auch schon eine erhöhte Waldbrandgefahr. Und die könnte sich noch krasser werden. Denn auch im Mai wird es wohl keine Regenmassen in Deutschland geben. 

Im Osten bleibt es bis zum Monatsende meist trocken

Zwar wird es in der Woche nach Ostern etwas unbeständiger, aber die Niederschläge werden eher für den Westen und Süden berechnet. Nur zur Wochenmitte könnte es im Osten vereinzelt ein wenig Regen geben. Das ist aber nur der berühmte Tropfen auf den heißen Stein.

​Am letzten Wochenende im April (27./28.04.) und zum Monatsende ziehen sich die Niederschlagsechos laut unserer wetter.de-Prognose wieder in den Westen und Süden zurück. Der Osten geht wieder leer aus. Somit scheint ein erhebliches Niederschlagsdefizit für den Osten sehr wahrscheinlich. Temperaturtechnisch geht  der April mit recht normalen Werten zu Ende. Meist liegen die Werte um die 15-Grad-Marke.

CFS-Modell: Mehr Niederschlagsechos im Mai, aber auch mehr Regen?

Genauso sieht es auch das CFS-Langfristmodell. Erst zum Ende des Monats werden nennenswerte Niederschläge für den Osten berechnet, die aber auch schnell wieder nach Süden abgedrängt werden. Den größten Teil werden wohl die östlichen Mittelgebirge abbekommen. Danach sieht es wieder recht mau aus, auch wenn zum Ende der ersten Maidekade Frontendurchzüge angekündigt sind. Wie ergiebig der Regen wird, ist aber noch nicht abzusehen. Zwar soll es in der zweiten Monatsdekade weiter etwas wechselhafter werden, aber ob dadurch das Defizit ausgeglichen wird, ist noch nicht zu erkennen. Zumal Richtung Monatsende es schon wieder ruhiger werden soll.

NOAA-Langfrist-Prognose meist mit weniger Mai-Niederschlägen

NOAA-Langfrist-Prognose mit Mai-Niederschlägen
NOAA-Langfrist-Prognose mit Mai-Niederschlägen (orange bis rot heißt zu wenig, grünlich zu viel Niederschlag) © RTL Interactive

Auch die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) sieht für den Mai keine Unmengen an Regen für Mitteleuropa und somit auch für Deutschland vor. Meist ist mit dem normalen Soll zu rechnen. Nur für die Küsten, den Nordwesten und den südlichen Teil von Deutschland wird weniger Niederschlag als normal berechnet.

Mai bleibt unterkühlt - Hoffnung auf Regen?

Und was macht der Mai? Da sind wir weit entfernt von Sommer und 25 Grad. Unsere 28-Tages-Temperaturprognose zeigt für die erste Maihälfte deutlich unterdurchschnittliche Prognosen, vor allem zur Mitte des Monats. Wir bewegen uns da immer noch in einem Rahmen von 10 bis 20 Grad. Die unterdurchschnittlichen Werte könnten aber auf eine erhöhte Tiefdruckaktivität hindeuten. Und das könnte auch mehr Niederschlag bedeuten, muss aber nicht.