Das 30-Tage-Wetter vom 12.11.2019: Ist Schnee zum 1. Advent realistisch?

Ist Schnee zum 1. Advent realistisch?

Der Winter hält Einzug in Europa. Sowohl in Skandinavien als auch in den Alpen hat es frühe und intensive Wintereinbrüche gegeben. In Deutschland hingegen ist alles ziemlich normal. Auch wenn es uns Morgens sehr kalt vorkommt und viele schon mit Mütze und Handschuhen unterwegs sind, so ist der November bisher doch tatsächlich zu warm. Aber was hält er denn noch bereit für uns? Wo gibt es Schnee und wie gehen wir in den 1. Advent am 1. Dezember? Da will man ja dann schon mal einen Glühwein nehmen - und das doch am besten bei frostigen Temperaturen, oder?

Einen "Arctic Outbreak" sehen wir nicht

DEU, 2010: Weihnachtlicher Christkindlsmarkt am Abend. Anger. Berchtesgadener Land, Rupertiwinkel, Oberbayern. [en] Christkindlmarket, Christmas market in Anger, Upper Bavaria, Germany. | DEU, 2010: Christkindlmarket, Christmas market in Anger, Upper
Im Berchtesgadener Land ist Schnee auf dem Weihnachtsmarkt absolut möglich. © picture alliance / WILDLIFE, WILDLIFE/Fuermann

Einen "Arctic Outbreak" wie derzeit in den USA, wo es bitterkalt ist und Schneefall und Glätte das Leben der Menschen rund um die Großen Seen behindern - erwarten wir in Deutschland nicht.

Interessanterweise wird es in den kommenden Tagen im Osten Deutschlands signifikant wärmer als im Westen. Das ist im Winter eher selten der Fall. "Schuld" daran sind die Tiefdruckgebiete, die wärmere Luft vom Mittelmeer in den Osten tragen, während der Nordwesten und Westen eher im Bereich nasskalter Luft von Norwegen und den Britischen Inseln liegen.

Eher trocken - daher auch nicht viel Schnee möglich

Herrliche Winterstimmung in Skandinavien.
In Skandinavien ist der Winter bereits angekommen. © picture alliance / blickwinkel/M, McPHOTO

Große Niederschläge wird es aber in der anstehenden Zeit nicht geben - vielleicht mal Richtung Wochenende und da besonders im Nordwesten. Das wird da oben aber eher Regen sein und kein Schnee. Auch wenn die Schneefallgrenze momentan eher niedrig ist und Schnee bis in tiefere Lagen fallen kann, sprechen zwei Dinge grundlegend gegen einen flächendeckend weißen November: Es wird einfach zu warm und es sind momentan keine wirklich ergiebigen Niederschlagsmengen berechnet. Recht ruhiges Novemberwetter alles in allem also.

Das heißt aber nicht, dass es nicht durchaus in den Mittelgebirgen und vor allem in den Alpen winterliche Verhältnisse geben könnte. Denn wirklich warm wird es nun auch wieder nicht. Und die zweite Novemberhälfte wird durchaus Nachtfröste bereit halten und geringe Tageshöchstwerte in den Mittelgebirgen. Zweistellige Werte sehen wir nirgends auf unseren Karten. Der Winter hat also eine Chance. 

November wird eher durchschnittlich werden

Und so könnte es eben auch in den 1. Advent gehen, den wir dieses Jahr am 1. Dezember begehen. Mit einstelligen Werten, Nachtfrösten in der Höhe, aber auch zum Beispiel im Voralpenland. Derzeit sieht es nicht nach einem viel zu warmem November aus wie 2015, der 3,5 Grad zu warm war. Im Anschluss daran erlebten wir den wärmsten Dezember der Geschichte. Das kann ja niemand ernsthaft wollen.

Momentan scheint alles einigermaßen im Rahmen zu laufen. Das sagt auch unsere 28-Tage-Temperaturprognose, nach der wir mit sehr durchschnittlichen Werten in den Dezember und damit wohl auf den Weihnachtsmarkt gehen.

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