Das 30-Tage-Wetter vom 08.12.2019: Es bleibt spannend

Was macht das Wetter im Advent?

Die Winterfreunde unter uns müssen vorerst einmal die höher gelegenen Berge aufsuchen. Denn das Wechselspiel der Tiefdruckgebiete bringt mal mildere, mal kältere Luftmassen. Das geht noch bis mindestens zur Monatsmitte so weiter. Und das sieht auch RTL-Meteorologe Martin Pscherer so: „Zunächst einmal geht es mit einem raschen und windigen bis stürmischen Wechselspiel weiter. Verantwortlich sind die Tiefs vom Atlantik, die sich bei uns im Prinzip die Klinke in die Hand geben.“ Doch ist damit nun bereits das letzte Wort in Sachen weiße Weihnacht gesprochen? Auf gar keinen Fall. Sehen Sie mehr im Schlagabtausch unserer Meteorologen/-Innen im Video.

Der Winter hat im Dezember definitiv noch Potenzial

Derzeit befinden wir uns in einer Art Weichenstellung für den weiteren Winterverlauf. Denn es ist weder richtig mild, noch dauerhaft kalt und solche Zeiten der durchrauschenden Tiefdruckgebiete sind auch immer für eine Überraschung gut. Pscherer: „Solche Lagen können sich auch bis ins Flachland in Form von winterlichen Temperaturen mit Nachtfrost auswirken. So gibt es beispielsweise beim amerikanischen Wettermodell auch Ansätze für ein Skandinavienhoch zur Weihnachtszeit. Das wäre dann zumindest ein kaltes, wenn auch trockenes Szenario.“ 

Und auch kältere Varianten mit Niederschlägen gibt es in der noch großen Bandbreite für unsere Trends bis zum Jahresende. Schnee zum Fest kann also auf jeden Fall noch auf den Wunschlisten fürs Christkind bleiben.

Schneesicher durch die nächsten Wochen

Wer nun sicher in den Schnee möchte, dem bleibt vorerst einmal nur der Weg auf die Berge. Am besten in die Alpen. Hier hat der November bereits so viel Schnee gebracht wie seit mindestens drei Jahrzehnten nicht mehr so früh in der Saison. Insofern gilt auch beim längerfristigen Trend: Auf den höheren Bergen ist und bleibt es winterlich. Die Alpen-Urlauber in den Weihnachtsferien können sich also freuen und haben auf jeden Fall nicht die Unsicherheiten, die es in den letzten Jahren zur Weihnachtszeit immer wieder gab.​


Schnee zum Fest -  wie sah es im letzten Jahrzehnt in unseren Städten aus? Das sehen Sie im nachfolgenden Video...

Fazit: Winter im Bergland und Hoffnung im Flachland

Für die Zusammenfassung sprechen wir direkt nochmals mit unserer meteorologischen Abteilung mit der Antwort vom Kollegen Björn Alexander: „Ingesamt erleben wir weiterhin eine recht spannende Entwicklung. Die extrem milden bis fast schon frühlingshaften Lagen mit südwestlichen bis südlichen Winden sind nach wie vor so gut wie gar nicht vorhanden. Und das ist eigentlich eine gute Ausgangssituation für alle Freunde von Eis und Schnee. Ob es tatsächlich schon zu Weihnachten was wird, ist fraglich. Aber: der Winter läuft sich ja gerade erst ein. Und bis zum klimatologischen Hochwinter ist es ja auch noch lang hin. Der ist nämlich eigentlich erst im Januar und Februar.“

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