Windchill heißt der Übeltäter

Darum kommen uns die nächsten Tage so kalt vor

Ein Christbaumverkäufer räumt zwischen seinen Bäumen Schnee.
Schnee in Bayern - der Freitagmorgen wird uns kalt vorkommen. Grund: Der Windchill! © dpa, Karl-Josef Hildenbrand, kjh alf

Der Windchill fährt uns in die Knochen - Straßen werden nochmal glatt

Ab dem Wochenende wird es mild, Tauwetter setzt ein und lässt spätestens nächste Woche den Schnee auch auf den meisten Bergen schmelzen. Zuvor gibt es aber nochmals richtiges Winterfeeling mit fiesem gefühltem Frost – dem berühmten Windchill – und auch Straßenglätte wird wieder ein Thema.

Der Ostwind lässt uns frieren

Frost, Bodenfrost und Reifglätte sind in der Nacht zum Freitag erneut ein Thema. Außerdem weht ein lebhafter Ost- bis Südostwind.

Eine durchaus eisige Situation, die deutschlandweit gefühlte Minusgrade bringt. Außerdem liegt auf den Bergen inzwischen mitunter einiges an Schnee. Vor allem im Süden mit 10 bis 30 Zentimetern, teils auch mehr.

Mehr dazu auch in unserem täglichen Wetterbericht

Unter minus 10 Grad +++ Strenger Frost im Süden +++ Werte wie in der Gefriertruhe

Menschen fahren bei Sonnenuntergang mit Hundeschlitten durch die unberührte Natur Lapplands.
Der Windchill bringt Gefühle wie im tiefsten Skandinavien. Der Ostwind senkt die gefühlte Temperatur. © imago/Frank Sorge, imago stock&people

Frisch gefallener Schnee und ein aufklarender Himmel. Das ist eine Kombination, die es in sich hat. Denn über dem Schnee im Süden Deutschlands geht es in Richtung Gefrierfach. Die Tiefstwerten gehen in Teilen Bayerns auf unter minus 10 Grad zurück. Das ist strenger Frost mit absolutem Bibberfeeling. Und Bibbern im Frostbereich können wir am Freitagmorgen nahezu überall.

Eiskalter Windchill - Die gefühlte Temperatur im Check

Am Freitagmorgen müssen wir uns alle mal dicker anziehen. Der spürbare Wind transportiert die Körperwärme schneller weg als bei Windstille. Dieser Zusammenhang wird beschrieben durch die gefühlte Temperatur, den sogenannten Windchill. Besonders im Bergland liegt die Windchill-Temperatur morgens bei um oder unter minus 10 Grad. Aber auch im Flachland ist Frieren angesagt. Selbst in den größeren Städten sorgt der zapfige Wind zum Start in den Tag oft für gefühlte minus 2 bis minus 6 Grad.

Wo wird es denn am Freitag glatt?

Zunächst ist über Nacht die Reifglätte häufiger ein Thema, bevor in den Morgenstunden die Ausläufer von Tief ANDIRA im Westen und Südwesten immer aufdringlicher werden. Die Wetter- und Glättelage am Freitag fasst RTL-Meteorologe Carlo Pfaff zusammen:

„Am Freitag setzt sich zunächst das ruhige, aber meist trübe Frühwinterwetter fort, nur in den Alpen scheint die Sonne. Gleichzeitig bringen dichte Wolken im Westen und Südwesten anfangs Schneefall, der aber bald in Regen übergeht. Dabei kann sich im Bergland vorübergehend Glatteis bilden. Höchstwerte zwischen 0 Grad im Dauernebel und +6 Grad am Oberrhein.”

Begleitet uns die Glätte auch noch am dritten Adventswochenende?

Stellenweise leider schon. Das gilt am Samstag insbesondere in Bayern, wo Sie am teilweise gefrorenen Boden ebenfalls mit Glatteis rechnen müssen. Sonst ist es meist trüb, aber trocken und milder bei 2 bis 5 Grad im Osten und 5 bis 8 Grad im Westen.

Mehr zum Wetter in der kommenden Woche erfahren Sie auch in unserem 7-Tage-Trend