Dank resistenter Stärke: Kalter Reis hat weniger Kalorien als warmer Reis!

Kalter Reis liefert weniger Kalorien als warmer.
Wer abnehmen möchte, sollte besser zu Sushi als zur Reispfanne greifen. © iStockphoto, istockphoto

Wer abnehmen möchte, sollte seinen Reis kalt genießen

Reis ist aus der asiatischen Küche nicht wegzudenken. Aber auch bei uns ist Reis als Alternative zu Nudeln und Kartoffeln als Beilage beliebt. Problematisch ist der relativ hohe Anteil an Kohlenhydraten und damit auch an Kalorien. Wer trotz Abnehmwunsch nicht auf Reis verzichten möchte, sollte ihn am besten kalt genießen - denn kalter Reis hat weniger Kalorien als warmer!

Resistente Stärke liefert weniger Energie

Nicht erst seit Low Carb haben Kohlenhydrate einen zweifelhaften Ruf und sind als Dickmacher verpönt. Viele empfinden den relativ hohen Kaloriengehalt der enthaltenen Kohlenhydrate als problematisch und essen deutlich weniger Nudeln, Reis, Kartoffeln, Brot und Co. als noch vor einigen Jahren. Andere verzichten ganz darauf, um abzunehmen und ihrer Gesundheit etwas Gutes zu tun. Das Problem an Kohlenhydraten wie zum Beispiel Stärke, die vor allem in Reis und Kartoffeln steckt: Sie werden im Körper aufgespalten und in Zucker umgewandelt. Essen wir mehr davon, als unser Körper verbraucht, wird der Zucker in Fett umgewandelt und in den Fettdepots gespeichert.

Es gibt jedoch eine Gruppe von Kohlenhydraten, die unser Dünndarm nicht abbauen kann und die somit unverdaut im Dickdarm landen – die sogenannte resistente Stärke (RS). Diese verhält sich im Dickdarm wie ein Ballaststoff und liefert durch die Tatsache, dass sie nicht aufgespalten wird, weniger Energie - und damit weniger Kalorien! - als normale Stärke.

Diese Reis-Koch-Methode spart Kalorien

Bereits 2015 hat Sudhair James eine Methode entwickelt, um den Anteil resistenter Stärke in stärkehaltigen Lebensmitteln wie Reis durch die Zubereitung noch weiter zu erhöhen. Dabei hat sich folgende Koch- und Zubereitungsmethode als optimal herausgestellt, um den Anteil an resistenter Stärke in Reis auf das Zehnfache zu erhöhen: Erhitzen Sie zunächst wie gewohnt Wasser in einem Kochtopf. Geben Sie die gewünschte Menge Reis hinzu, wenn das Wasser kocht. Gleichzeitig fügen Sie einen Teelöffel Kokosöl pro Tasse Reis hinzu. Durch die Zugabe des Öls bildet der Reis einen Stärke-Fett-Komplex, der erschwert, dass die Stärke in Zucker umgewandelt wird. „Der Blutzuckerspiegel steigt nicht so schnell an, der Fettstoffwechsel wird beschleunigt“, erklärt der Chemie-Student die Wirkungsweise des so gekochten Reis im Körper. Eine echte Win-Win-Situation also für alle, die abnehmen wollen.

Lassen Sie den Reis anschließend abkühlen und geben Sie ihn für mindestens zwölf Stunden in den Kühlschrank. Dadurch können sich die durchs Kochen gelösten Wasserstoffverbindungen wieder verfestigen, was ebenfalls dazu beiträgt, dass die Stärke resistenter wird gegenüber den Verdauungsenzymen – sprich, sie kann nicht so leicht verdaut und in Zucker umgewandelt werden. Folglich liefert der Reis weniger Kalorien. James empfiehlt, den Reis anschließend in der Mikrowelle zu erhitzen.

Auch kalte Nudeln oder Kartoffeln enthalten resistente Stärke

Die Zubereitungsart von Reis entscheidet über den Kaloriengehalt.
Wer seinen Reis anders kocht, kann bis zu 15 Prozent Kalorien einsparen. © iStockphoto, istockphoto, istock

Wenn Sie Ihren Reis auf diese Weise kochen, liefert das Getreide mindestens zehn bis 15 Prozent weniger Energie beziehungsweise Kalorien als normal. Der Chemiker forscht weiter auf diesem Gebiet und geht davon aus, dass je nach Reissorte zukünftig eine Kalorienersparnis von bis zu 60 Prozent möglich sein wird.

Und übrigens: Auch Pasta- und Kartoffel-Fans dürfen sich freuen - denn was für kalten Reis gilt, gilt auch für kalte Nudeln oder Kartoffeln. Auch sie bilden die resistente Stärke und haben im Durchschnitt etwa zehn bis 15 Prozent weniger Kalorien als die heißen Knollen. Greifen Sie also öfter mal zu Nudel- und Kartoffelsalat - sofern Sie ihn mit Essig und wenig Öl statt Mayonnaise zubereiten.