Die Corona-Krise

CORONAVIRUS LIVE-TICKER - Studie: Dunkelziffer bei Kindern höher als vermutet

Studie: Dunkelziffer bei Kindern höher als vermutet (Symbolbild)
Studie: Dunkelziffer bei Kindern höher als vermutet (Symbolbild) © dpa, Oded Balilty, OB mka abl

Antikörperstudie deckt Dunkelziffer bei Kindern auf

Die Schulen bleiben weiterhin offen, ebenso die Kindertagesstätten. Bislang werden Kinder nicht als Pandemietreiber gesehen. Ein neues Analyseverfahren im Antikörpertest deckt nun eine deutlich höhere Infektionsrate auf.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Helmholtz Zentrum München haben einen neuen Ansatz zur Messung von Antikörpern gegen Sars-CoV-2 entwickelt und damit die Fr1da-Studie in Bayern noch einmal analysiert. Im ersten Halbjahr 2020 wurde in Bayern die Infektionsrate bei Kindern zwischen 1 und 18 Jahren mittels 12.000 Blutproben ermittelt. Die neue Methode ergab im Vergleich zu den vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Ernährung (LGL) gemeldeten Fällen nun eine um das sechsfache höhere Ansteckungsrate bei Kindern.

Knapp die Hälfte (47 Prozent) der Kinder mit Antikörpern zeigten keine Symptome. Rund ein Drittel (35 Prozent) der Kinder, die mit einem auf das Virus positiv getestetem Familienmitglied zusammenlebten, wiesen Antikörper auf. Dies deutet laut den Wissenschaftlern auf eine höhere Übertragungsrate hin als in bisherigen Studien beschrieben - und damit auch auf eine höhere Dunkelziffer bei Kindern.