Coronavirus aus China: Chronik der bisherigen Ausbreitung - Teil 5

dpatopbilder - 23.02.2020, Italien, Casalpusterlengo: Menschen tragen Atemschutzmasken und stehen vor einem Supermarkt in einer Schlange. Nach dem Tod zweier Menschen sind Teile des öffentlichen Lebens zum Erliegen gekommen. Kein europäisches Land ha
Coronavirus - Italien © dpa, Claudio Furlan, CF hen

Meldungen zum Coronavirus: Das passierte in Kalenderwoche 9

Welche Entwicklungen gab es rund um den Coronavirus vom 24. bis zum 01. März? Hier in der Coronavirus-Chronik können Sie alle Meldungen nachlesen.

Der RTL.de-Liveticker zum Thema Coronavirus hält Sie immer auf dem aktuellen Stand.

Meldungen von Sonntag, 01. März

21:33 Uhr: Robert-Koch-Institut bietet Informationen und Verhaltenstipps

Das Robert-Koch-Institut bietet auf einer Übersichtsseite Informationen zur Verbreitung des Coronavirus in Deutschland, gibt Verhaltenstipps und beantwortet die wichtigsten Fragen. Ab Montagmorgen halten wir Sie hier im Live-Ticker weiter auf dem Laufenden.

19:45 Uhr: Darum ist Quarantäne für Betroffene weniger schlimm als es sich anhört - im Video

In allen westdeutschen Bundesländern - außer dem Saarland - gibt es Coronavirus-Fälle. Hunderte Menschen sind in häuslicher Quarantäne, weil sie mit Infizierten Kontakt hatten. RTL-Reporterin Elke Büchter erklärt, warum sich Quarantäne schlimmer anhört als es für die Betroffenen ist. Außerdem fassen die Kollegen von RTL Aktuell im Video die Lage in Deutschland zusammen - und erklären, wie einfach die Viren des Typs SARS-CoV-2 zu zerstören sind.

18:31 Uhr: 34 Coronavirus-Tote und fast 1.700 Sars-CoV-2-Infizierte in Italien

01.03.2020, Italien, Laigueglia: Medizinisches Personal in Schutzanzügen trägt einen Sarg mit dem Leichnam einer 87-jährigen Frau aus einem Hotel, nachdem sie in ihrem Zimmer verstorben ist. Die Frau, die zu einer Gruppe älterer Touristen aus der Reg
In Schutzanzügen bringen Spezialisten den Sarg mit der Leiche einer 87-Jährigen aus einem Hotel in der Lombardei. © dpa, Uncredited, EM tli fgj

Die Zahl der Toten durch das Coronavirus ist in Italien auf 34 gestiegen. Das teilte Zivilschutzchef Angelo Borrelli am Sonntag in Rom mit. Das sind fünf Verstorbene mehr als am Vortag. Inzwischen sind nach seinen Angaben 1.694 Menschen mit dem Sars-CoV-2-Erreger infiziert. Davon seien 83 bereits wieder genesen.

Trotz der weiter stark steigenden Zahlen wollen die ersten Regionen ihre wegen der Coronavirus-Krise geschlossenen Schulen ab Montag wieder öffnen. Elf Gemeinden in der Lombardei und Venetien sind seit rund einer Woche gesperrt. Italien ist das in Europa am schwersten von der Lungenkrankheit Covid-19 betroffene Land.

17:21 Uhr: Louvre bleibt zu, weil Mitarbeiter Angst vor Coronavirus haben

People line up at the Louvre Museum as the staff closed the museum during a staff meeting about the coronavirus outbreak, in Paris, France, March 1, 2020. REUTERS/Gonzalo Fuentes
People line up at the Louvre Museum as the staff closed the museum during a staff meeting about the coronavirus outbreak, in Paris © REUTERS, GONZALO FUENTES, GFM/ANT

Der Pariser Louvre blieb am Sonntag geschlossen, weil die Mitarbeiter aus Sorge um die Coronavirus-Epidemie ihre Arbeit niedergelegt hatten. Trotz der Gespräche mit den Beschäftigten über die vom Louvre angeordneten Präventionsmaßnahmen, habe das Museum nicht öffnen können, teilte die Pressestelle mit. Am Montag soll es weitere Gespräche geben. Das Kunstmuseum wurde im Jahr 2019 von 9,6 Millionen Menschen besucht.

"Es gibt keinen Grund, Angst zu haben", sagt Virologe Christian Drosten im RTL-Interview. Seine Einschätzung lesen Sie hier.

15:45 Uhr: Kreis Heinsberg schafft Probenentnahme-Anlaufstelle

Der deutschlandweit am stärksten vom Coronavirus betroffene Kreis Heinsberg will Engpässen in der medizinischen Versorgung entgegensteuern. In der Gemeinde Gangelt mit rund 12.000 Einwohnern seien aufgrund der Quarantänemaßnahmen mehrere Arztpraxen geschlossen, die übrigen sehr stark ausgelastet, teilte der Kreis mit. Zur Unterstützung der hausärztlichen Versorgung richte man ab Montag mit dem DRK eine Zentrale Anlaufstelle zur Probenentnahme ein.

Warum Landrat Stephan Pusch im Kreis Heinsberg mit einem Anstieg der Infektionszahlen rechnet - und wie die Bürger dort mit der Coronavirus-Ausbreitung umgehen, erklärt er im Video.

14:56 Uhr: Vier neue Fälle in Bayern - Unternehmen schließt Standort für 1.600 Mitarbeiter

In Bayern sind am Sonntag vier neue Coronavirus-Fälle bestätigt worden. Wie das bayerische Gesundheitsministerium mitteilte, handelt es sich um zwei weitere Fälle aus Oberbayern sowie je einen Fall aus Mittelfranken und aus dem Allgäu.

Bei einem der Fälle handelt es sich um einen Mitarbeiter des Unternehmens DMG Mori in Pfronten. Das Unternehmen informierte die Mitarbeiter darüber, dass am Montag und Dienstag alle Tochterunternehmen des Maschinenherstellers an dem Standort im Ostallgäu geschlossen bleiben.

Rund 1.600 Mitarbeiter seien davon betroffen, erklärte Unternehmenssprecher Stephan Knüttel. Diese seien bereits am Samstagabend vom Vorstand der Aktiengesellschaft darüber informiert und angewiesen worden, zu Hause zu bleiben. "Der betroffene Mitarbeiter befindet sich auf dem Weg der Besserung, erklärte Knüttel.

13:27 Uhr: Neuer Fall in Quarantäne-Hotel auf Teneriffa

29.02.2020, Spanien, Santa Cruz de Tenerife: Eine Gästin (r) aus dem Hotel H10 Costa Adeje Palace winkt, bevor sie in einem Krankenwagen transportiert wird. Einige der Gäste des unter Quarantäne gestellten Hotels auf Teneriffa haben das Gebäude mit E
Krankenwagen vor dem vom Coronavirus betroffenen Hotel auf Teneriffa © dpa, Joan Mateu, EM MF fgj

In dem seit Dienstag auf Teneriffa unter Quarantäne gestellten Hotel ist bei einem weiteren Gast eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus bestätigt worden. Damit sei die Zahl der Infizierten auf der spanischen Urlaubsinsel auf fünf gestiegen, teilten die Gesundheitsbehörden der Kanaren am Samstagabend mit. In Spanien insgesamt ist die Zahl der mit dem Virus Sars-CoV-2 infizierten Menschen bis Sonntagmittag auf über 70 gestiegen, teilte der Leiter der Behörde für Gesundheitliche Notfälle (CCAES), Fernando Simón, mit.

12:24 Uhr: Italien plant Milliardenprogramm für die Wirtschaft

Die italienische Regierung plant ein Hilfspaket für die durch den Coronavirus-Ausbruch zusätzlich angeschlagene Wirtschaft in Höhe von 3,6 Milliarden Euro. Diese Summe nannte Wirtschaftsminister Roberto Gualtieri am Sonntag in einem Interview der "La Repubblica". Ministerpräsident Giuseppe Conte sprach in der Zeitung "Il Fatto Quotidiano" den Wunsch Roms an, dass das hoch verschuldete Land die Defizitquote für den Staatshaushalt erhöhen wolle. Das werde mit der Europäischen Union abgestimmt, wurde er in Agenturen zitiert.

12:05 Uhr: Zwei Deutsche unter den neuen Coronavirus-Infizierten in Österreich

In Österreich sind zwei deutsche Touristen positiv auf das neue Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Die beiden litten nur unter einer milden Form der neuen Lungenkrankheit, sagte ein Sprecher des Wiener Gesundheitsministers am Sonntag. Das Paar war zuvor auf einer Karnevalsveranstaltung in Deutschland und hatte dort Kontakt mit einem Infizierten. Es wurde in einem Wiener Krankenhaus behandelt, durfte dann aber wieder ins Hotel. Dort sei es abgeschottet, um andere Gäste nicht zu gefährden. Insgesamt wurden am Sonntag vier neue Infektionsfälle in Österreich bekannt, die Betroffenen seien in einem guten Zustand, hieß es. Am Mittag lag die Zahl der Infizierten in Österreich damit bei 14. 

11:40 Uhr: 117 Coronavirus-Nachweise in Deutschland

Bis Sonntagvormittag sind in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 117 Coronavirus-Infektionen nachgewiesen worden. Noch am Freitag waren es erst 53 Nachweise. Allein in Nordrhein-Westfalen sind es nach der aktuellen Liste mittlerweile 66 Fälle, in Bayern 19 und in Baden-Württemberg 15. Die tatsächliche Zahl der Fälle dürfte etwas darüber liegen, weil neue Nachweise hinzukommen.

So sind es nach einer dpa-Auswertung in Rheinland-Pfalz mittlerweile drei Fälle statt wie vom RKI gemeldet zwei. Im Saarland, und den östlichen Bundesländern einschließlich Berlin sind bisher keine Fälle von Infektionen mit dem Sars-CoV-2 bekannt geworden. Weltweit gibt es laut RKI 85.207 Fälle, der Großteil davon in China. Die meisten Fälle außerhalb Chinas gibt es mit 2.931 nachgewiesenen Infektionen in Südkorea.

10:19 Uhr: Erste Coronavirus-Erkrankung in Luxemburg

Das neuartige Coronavirus hat jetzt auch das Großherzogtum Luxemburg erreicht. Das Virus Sars-CoV-2 wurde bei einem 40 Jahre alten Mann bestätigt, teilte Gesundheitsministerin Paulette Lenert am Samstagabend in Luxemburg mit. Der Mann hatte sich in Italien aufgehalten und war Anfang der Woche per Flugzeug über Charleroi (Belgien) nach Luxemburg zurückgekehrt. Es gehe ihm gut. "Wir sind jetzt dabei, zu untersuchen, mit wem die Person in Kontakt war", sagte Lenert. Der Mann habe sich nach dem Auftreten von Symptomen der Lungenkrankheit Covid-19 gemeldet und befinde sich jetzt in einer Luxemburger Klinik. Zu Panik gebe es keinen Anlass, sagte Lenert.

09:10 Uhr: Vier weitere Coronavirus-Fälle in Hessen bestätigt

Das neuartige Coronavirus hat Frankfurt am Main erreicht. In Hessen wurden am späten Samstagabend vier weitere Infektionen bestätigt, wie das Sozialministerium in Wiesbaden auf seiner Internetseite mitteilte. Betroffen seien drei Männer aus der Mainmetropole und eine Frau aus dem Landkreis Groß-Gerau. Damit steigt die Zahl der bestätigten Sars-CoV-2-Fälle in Hessen auf acht.

08:05 Uhr: Quarantäne für Hunderte im Kreis Heinsberg beendet

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Etwa 1.000 Personen waren insgesamt im dem Kreis nahe der niederländischen Grenze in häusliche Isolierung gegangen. © REUTERS, WOLFGANG RATTAY, WR/

Für mehrere hundert Bewohner im Kreis Heinsberg ist am Sonntag die häusliche Quarantäne wegen des Coronavirus zu Ende gegangen. Rund 300 Karnevalisten, die eine Sitzung am 15. Februar in Gangelt besucht hatten, und ihre Familien waren zu der vorsorglichen Maßnahmen aufgerufen worden. Seit Sonntag dürfen Betroffene, die keine Krankheitssymptome zeigen, sich wieder ohne Einschränkungen bewegen, sagte ein Kreissprecher am Morgen.

Der 47-Jährige, der als Erstinfizierter in NRW gilt und weiterhin in ernstem Gesundheitszustand ist, hatte an der Karnevalssitzung teilgenommen. Die geschätzt 600 bis 700 Bewohner könnten nun wieder normal am öffentlichen Leben teilnehmen, schilderte der Sprecher.

07:10 Uhr: Athen meldet weitere Coronavirus-Fälle

Die griechischen Gesundheitsbehörden haben am Sonntag drei weitere Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus bestätigt. Damit stieg die Zahl der Infizierten in Griechenland auf sieben. Keiner der Erkrankten sei in Lebensgefahr, berichtete der Staatsrundfunk unter Berufung auf das Gesundheitsministerium in Athen.

05:00 Uhr: Spahn: Vier von fünf Coronavirus-Infektionen verlaufen milde oder sogar ganz symptomfrei

In zahlreichen Bundesländern sind am Samstag weitere Coronavirus-Fälle bestätigt worden. Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 gibt es nun in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) betonte erneut, dass nach derzeitiger Erkenntnis vier von fünf Coronavirus-Infektionen milde oder sogar ganz symptomfrei verliefen. Je größer die Zahl der Ansteckungen, desto höher sei aber auch die Wahrscheinlichkeit, dass es zu schweren Verläufen, zu Lungenentzündungen oder zu Todesfällen komme, sagte Spahn.

Für ganz Deutschland zählte das Robert Koch-Institut bis Samstagvormittag 66 nachgewiesene Infektionen. Eine Reihe zusätzlicher Fälle wurde im Laufe des Tages in mehreren Bundesländern registriert.

03:30 Uhr: Erster Australier an Lungenkrankheit Covid-19 gestorben

In Australien ist erstmals ein mit dem neuartigen Coronavirus infizierter Mensch gestorben. Der 78-Jährige aus Perth starb am Sonntagmorgen, wie die Gesundheitsbehörden im Bundesstaat Westaustralien mitteilten. Der Mann war zuvor zusammen mit seiner Frau auf dem vor der Küste Japans unter Quarantäne stehendem Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess" gewesen und hatte es dann Richtung Australien verlassen können. Die beiden zählten zu insgesamt 160 Menschen, die von dem Schiff nach Australien gebracht worden waren. Nachdem der Mann und die Frau aus einer zweiwöchigen Quarantänezeit in Darwin in ihr Haus zurückgekehrt waren, wurden beide positiv auf die Lungenkrankheit getestet.

03:00: Südkorea mit 376 neuen Infektionsfällen

Südkoreas Gesundheitsbehörden haben erneut einen starken Anstieg der Infektionsfälle mit dem neuartigen Coronavirus im Land gemeldet. Über die Nacht zum Sonntag seien 376 weitere Menschen erfasst worden, die sich mit dem Erreger von der Lungenkrankheit Covid-19 angesteckt hätten. Bisher wurden 3.526 Menschen positiv auf das Virus getestet - so viele wir nirgendwo sonst außerhalb Chinas. Mit dem Virus werden in Südkorea bislang 17 Todesfälle in Verbindung gebracht.

02:00 Uhr: Weitere 35 Tote und 573 Infektionen in China

In China sind weitere 35 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Sonntag mitteilte, wurden fast sämtliche Todesfälle und neue Erkrankungen in der besonders schwer betroffenen und weitgehend abgeriegelten Provinz Hubei registriert. Dort gab es 34 Tote und 570 neue Erkrankungen. Im Rest des Landes kamen ein weiterer Todesfall und drei neue Infektionen hinzu. Damit sind in China bislang 2.870 Menschen dem neuartigen Coronavirus zum Opfer gefallen. Die Gesamtzahl der Infektionen auf dem chinesischen Festland lag bei fast 80.000, von denen jedoch laut offizieller Angaben etwa die Hälfte bereits geheilt wurde.

00:01 Uhr: Seehofer: Abriegelung von Städten als "letztes Mittel"

Bundesinnenminister Horst Seehofer geht nicht von einem schnellen Ende des Kampfes gegen das neuartige Coronavirus aus. "Ich rechne damit, dass wir zum Jahreswechsel einen entsprechenden Impfstoff zur Verfügung haben", sagte er der "Bild am Sonntag". Bis dahin müsse man das Virus "mit den klassischen Mitteln des Seuchenschutzes bekämpfen. Wir müssen die Infektionsketten konsequent unterbrechen." Auch die Absperrung von Regionen oder Städten schloss Seehofer nicht völlig aus. "Dieses Szenario wäre das letzte Mittel", sagte der CSU-Politiker.

Meldungen von Samstag, 29. Februar

21:28 Uhr: Türkei verbietet Flüge von und nach Italien, Südkorea und Irak

Die Türkei hat alle Flüge von und nach Italien, Südkorea und Irak verboten. Das sei Teil der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus, sagte Gesundheitsminister Fahrettin Koca. Die Türkei hatte zuvor auch Flüge in den Iran und nach China verboten. Das Verbot für die drei weiteren Länder gilt ab Mitternacht in der Nacht auf Sonntag.

20:51 Uhr: Lehrkraft in Mönchengladbach infiziert - Schule zwei Wochen geschlossen

Eine Lehrkraft aus einer Grundschule in Mönchengladbach hat sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Das teilte die Stadt am späten Samstagabend mit und kündigte die Schließung der Grundschule mitsamt eines dazugehörenden Teilstandorts bis zum 15. März an. Die Lehrkraft befinde sich seit Donnerstag in häuslicher Quarantäne und habe zuvor an einem Unterrichtstag Kontakt zu Schülern der dritten Klassen sowie zum Lehrerkollegium gehabt.

Daher sollen die rund 70 Schüler der dritten Klassen, alle 30 Lehrer und das übrige Schulpersonal in häuslicher Quarantäne bleiben.  Insgesamt besuchen laut Stadt 375 Kinder in 15 Klassen die Grundschule.

In Niedersachsen ist ein erster Fall einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus bestätigt worden. Das teilte das niedersächsische Gesundheitsministerium am Samstagabend mit. Demnach geht es dem 68-jährigen Patienten gut, der Mann aus Uetze bei Hannover hatte sich vor Kurzem in Norditalien aufgehalten.

20:10 Uhr: Erster Coronavirus-Toter in USA, über 1.000 Infizierte in Italien

In den USA ist erstmals eine mit dem neuartigen Coronavirus infizierte Person gestorben. Die Gesundheitsbehörde im US-Bundesstaat Washington bestätigte den Todesfall am Samstag. In den Vereinigten Staaten waren bis Freitag nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC bei 15 Menschen Infektionen mit Sars-CoV-2 nachgewiesen worden. Weitere 47 Fälle gab es bei US-Staatsbürgern, die aus Japan oder China zurück in die USA gebracht wurden.

In Italien ist die Zahl der Infizierten gut eine Woche nach Bekanntwerden des Ausbruchs auf 1.128 gestiegen. 29 Menschen sind gestorben, wie der Zivilschutzchef Angelo Borrelli am Samstag in Rom mitteilte.

Im Video: Aktuelle Coronavirus-Entwicklungen in Deutschland

Informationen aus Heinsberg, Umfrage-Ergebnisse zum Coronavirus, Angela Merkels Händeschüttel-Verweigerung und warum kein Grund zur Panik besteht - das alles haben die Kollegen von RTL Aktuell in diesem Video für Sie zusammengefasst.

18:51 Uhr: Erster Coronavirus-Fall in Bremen, drei weitere in Bayern

Auch in Bremen gibt es den ersten bestätigten Fall einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus. Es handele sich um eine Frau, die sich noch bis Donnerstag im Iran aufgehalten habe, teilte der Senat der Hansestadt am Samstagabend mit.

In Bayern wurden drei neue Coronavirus-Fälle bestätigt. Die drei Fälle stammten aus Oberbayern, teilte das zuständige Gesundheitsministerium mit. Weitere Einzelheiten würden am Sonntag vom bayerischen Gesundheitsministerium mitgeteilt.

18:20 Uhr: Coronavirus erreicht Köln - Update: Zwei bestätigte Infektionen

Das Coronavirus hat die Millionenstadt Köln erreicht. Das neuartige Virus sei am Samstag bei bei einer 28-jährigen Frau und einem 30-jährigen Mann nachgewiesen worden, teilte die Stadt mit. Die Frau habe im Kreis Heinsberg dieselbe Karnevalsveranstaltung besucht wie der 47-Jährige, der als Erstinfizierter in NRW gilt. Die Kölnerin werde im isolierten Bereich eines Krankenhauses behandelt, zeige aber nur vergleichsweise leichte Symptome. Bislang haben alle der inzwischen mehr als 60 Infizierten in NRW einen Bezug zum Kreis Heinsberg, auch der 30-jährige Kölner.

In Baden-Württemberg bestätigten die Behörden einen weiteren Coronavirus-Fall, den isngesamt 15. Im Bundesland. Das Gesundheitsamt Freiburg teilte mit, dass es sich dabei um eine 42-jährige weibliche Kontaktperson zu einem bereits bestätigten Fall aus Freiburg handele. In Hamburg gibt es einen zweite bestätigten Fall, eine aus dem Iran stammende Frau.

15:26 Uhr: Frankreich verbietet Veranstaltungen mit mehr als 5.000 Personen

Wegen des neuartigen Coronavirus hat Frankreich alle Großveranstaltungen mit mehr als 5.000 Menschen untersagt. Diese Entscheidung sei vom Verteidigungs- und Ministerrat getroffen worden, teilte Gesundheitsminister Olivier Véran am Samstag mit. Von dieser Maßnahme ist unter anderem der Halbmarathon in der französischen Hauptstadt am Sonntag betroffen.

14:20 Uhr: BVB installiert Desinfektionsstationen im Stadion

Borussia Dortmund hat auf die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus reagiert. Für die Partie an diesem Samstag gegen den SC Freiburg wurden im gesamten Stadionbereich Desinfektionsstationen installiert. Den Spielern wurde Fan-Kontakt wie zum Beispiel beim Schreiben von Autogrammen und bei Selfies verboten. Das Mitführen von Fläschchen mit Desinfektionsmittel wurde den Zuschauern aus Sicherheitsgründen untersagt. Sie könnten als Wurfgeschosse eingesetzt werden.

13:15 Uhr: Vier Kita-Kinder in NRW mit Coronavirus infiziert

Bei vier Kindern in Nordrhein-Westfalen ist eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen worden. Sie gehen in die Kita im Kreis Heinsberg, in der eine an Covid-19 erkrankte Frau als Erzieherin arbeitet. Das teilte der Kreis Heinsberg am Samstag mit. Allen vier Betroffenen gehe es gut. 

"Kinder gehören nicht zur bekannten Risikogruppe für eine Coronavirusinfektion", erklärt RTL-Medizinexperte Christoph Specht. Die Auswertung der bislang bekannten Fälle deutet darauf hin, dass vor allem Vorerkrankte, medizinisches Personal mit viel Patientenkontakt und ältere Menschen gefährdet sind. Wie Sie Ihr Kind und sich selbst schützen können, lesen Sie hier.

13:11 Uhr: Lehrer aus Sauerland infiziert

Im nordrhein-westfälischen Lüdenscheid ist bei einem Lehrer das neuartige Coronavirus nachgewiesen worden. Ein Sprecher des Märkischen Kreises sagte am Samstag auf dpa-Anfrage, es seien 36 Kontaktpersonen in häusliche Quarantäne geschickt worden. Man habe von allen Abstriche genommen, die nun ins Labor geschickt würden. Die Förderschule des Kreises mit 95 Schülern und 20 Lehrern bleibe bis Ende der kommenden Woche geschlossen. 

13:05 Uhr: Michelin sagt Sterneverleihung ab

Der Restaurantführer Guide Michelin hat die Dienstag geplante Sterneverleihung in Hamburg wegen des neuartigen Coronavirus abgesagt. Als Grund nannte Michelin Europe North am Samstag in einer Mitteilung die gesundheitlichen Risiken für die Teilnehmer. Die Auszeichnung der Restaurants erfolge in einer „digitalen Pressekommunikation.

12:58 Uhr: Inzwischen neun Coronavirus-Infektionen in Österreich

In Österreich sind inzwischen neun Fälle von Infektionen mit dem neuen Coronavirus bestätigt. Ein Ehepaar aus der Nähe von Wien sei positiv getestet worden, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums am Samstag. Damit wurde das Virus Sars-CoV-2 in vier von neun Bundesländern nachgewiesen. In Österreich wurden auf der Suche nach dem Erreger bisher 1.650 Tests gemacht. Ein Treffen von Österreichs Regierungschef Sebastian Kurz mit US-Präsident Donald Trump ist vom Weißen Haus auf zunächst unbestimmte Zeit verschoben worden. Kurz wollte am Sonntag in die USA reisen und sich am Dienstag mit Trump über aktuelle politische Fragen austauschen.

12:29 Uhr: Bonner Schule bleibt zwei Wochen geschlossen

Nach der Infektion eines Mitarbeiters einer Offenen Ganztagsbetreuung (OGS) mit dem neuartigen Coronavirus bleibt eine Bonner Grundschule von Montag an für zwei Wochen geschlossen. Die rund 185 Kinder, die die Schule besuchten, würden nun auf das Virus getestet, sagte die Leiterin des Bonner Gesundheitsamtes, Ingrid Heyer, am Samstag. Dazu würden Krisenteams die Familien im Laufe des Tages zu Hause aufsuchen.

Der 23 Jahre alte OGS-Mitarbeiter zeige nur leichte Symptome und befinde sich in häuslicher Quarantäne, sagte der Ärztliche Direktor der Bonner Uniklinik, Wolfgang Holzgreve.

12:04 Uhr: Krankenhausmitarbeiter dritter Coronavirus-Fall in Dänemark

Dänemark hat einen dritten bestätigten Fall einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gemeldet. Ein Mitarbeiter des Universitätskrankenhauses in Aarhus habe sich wahrscheinlich während eines Besuches in Deutschland angesteckt, teilten die Gesundheitsbehörden am Samstag mit. Auf einer Konferenz in München habe er in engem Kontakt mit einem infizierten Italiener gestanden, hieß es weiter. Der Mann halte sich nun isoliert in seiner Wohnung auf.

11:33 Uhr: Ministerium: Zahl der Covid-19 Toten im Iran steigt auf 43

Die Zahl der Covid-19-Opfer im Iran ist innerhalb von 24 Stunden von 34 auf 43 gestiegen. Das gab der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Kianusch Dschahanpur, am Samstag auf einer Pressekonferenz bekannt. Laut Dschahanpur sind insgesamt 593 Menschen - 205 mehr als am Vortag - positiv auf das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gleichzeitig seien 123 Corona-Patienten geheilt aus den Krankenhäusern entlassen worden.

11:15 Uhr: Zahl der Infizierten im Kreis Heinsberg auf 60 gestiegen

Im Kreis Heinsberg ist die Zahl mit dem Coronavirus Infizierten weiter angestiegen. RTL erfuhr aus sicherer Quelle, dass sich mittlerweile 60 Personen angesteckt haben sollen. Der Krisenstab soll angesichts der raschen Ausbreitung des Erregers erneut zusammenkommen. Man warte weiter auf die Testergebnisse von Dutzenden Kindern aus der Kita, in der die erkrankte und in der Düsseldorfer Uniklinik behandelte Erzieherin arbeitet. Patienten waren am Freitag auch aus Düsseldorf und Bergheim gemeldet worden. Alle Infizierten haben laut NRW-Gesundheitsministerium Bezüge zu Infizierten im Kreis Heinsberg. Geschätzte rund 1.000 Menschen befinden sich als Vorsichtsmaßnahme in häuslicher Quarantäne.

11:08 Uhr: Internationales Journalismus-Treffen abgesagt

Aus Sorge vor dem neuartigen Coronavirus ist das Internationale Journalismus Festival in Perugia in Norditalien abgesagt worden. Man sei sich der damit verbundenen Unannehmlichkeiten und möglichen finanziellen Einbußen bewusst, aber eine andere Entscheidung sei angesichts der gegenwärtigen Lage unverantwortlich, teilte der Veranstalter am Samstag mit. „Die Gesundheit und Sicherheit der Redner, Gäste, Helfer, Mitarbeiter, Zulieferer sowie der Bürger von Perugia ist und müssen oberste Priorität bleiben. Die Veranstaltung hätte vom 1. bis zum 5. April stattfinden sollen. Das nächste Treffen ist nun für April 2021 geplant.

10:40 Uhr: Forscher: Japans Quarantäne auf Schiff führte zu mehr Infektionen

Japans umstrittene Quarantäneanordnung an Bord des Kreuzfahrtschiffes „Diamond Princess“ hat nach Erkenntnis von Forschern zu vermeidbar vielen Infektionen mit dem neuen Coronavirus geführt. „Die Infektionsrate an Bord des Schiffes war rund vier Mal höher als was wir an Land in den am schlimmsten infizierten Gebieten Chinas sehen können“, erklärte Joacim Rocklöv, Professor für Epidemiologie an der schwedischen Umeå Universität. Hätte Japan die anfangs 3.700 Passagiere und Crewmitglieder sofort nach Ankunft von Bord gelassen, wären nicht so viele Menschen mit dem Erreger infiziert worden. Zu diesem Schluss kamen Rocklöv und seine Kollegen in einer im „Journal of Travel Medicine veröffentlichten Studie.

08:32 Uhr: Coronavirus bei Mitarbeiter einer Bonner Schülerbetreuung nachgewiesen

Der Mitarbeiter einer Offenen Ganztagsbetreuung (OGS) in einer Bonner Grundschule ist mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Das meldete die Stadt Bonn am Samstag. In der Nacht habe man von dem Testergebnis erfahren und rufe jetzt alle Eltern an mit der Bitte, die Kinder zunächst zu Hause zu lassen, sagte eine Stadtsprecherin der dpa. Der Mann habe in Gangelt im Kreis Heinsberg Karneval gefeiert. Bisher haben alle nun fast 40 Infektionsfälle in NRW einen Bezug zum Kreis Heinsberg, wo auch der 47-Jährige feierte, der als Erstinfizierter in NRW gilt und weiter in der Uniklinik Düsseldorf behandelt wird.

04:30 Uhr: Weltweit Absagen von Groß-Veranstaltungen

Weltweit werden wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus immer mehr Veranstaltungen gestrichen. Die US-Regierung sagte am Freitagabend (Ortszeit) ein für den 14. März geplantes Gipfeltreffen mit den Staaten des Verbands Südostasiatischer Nationen (Asean) in Las Vegas ab. Die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) strich ihr Jahres-Symposium vom 17. bis 19. März in der Schweiz. Die große US-Fluggesellschaft United Airlines verschob ihren für Donnerstag geplanten Investorentag. Kurz zuvor war die weltgrößte Reisemesse ITB Berlin vom 4. bis 8. März abgesagt worden.

04:00 Uhr: Südkorea mit fast 600 neuen Infektionsfällen

Die Zahl der Infektionsfälle mit dem neuartigen Coronavirus in Südkorea ist binnen 24 Stunden um fast 600 gestiegen. Wie die Gesundheitsbehörden am Samstag mitteilten, kamen über Nacht 594 neue Fälle hinzu. Damit steckten sich bisher 2.931 Menschen mit dem Erreger von Covid-19 an - so viele wie nirgendwo sonst außerhalb Chinas, wo der Ursprung der Lungenkrankheit vermutet wird. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Virus in Verbindung gebracht werden, kletterte um drei auf bisher 16.

01:15 Uhr: Rom beschließt Hilfen für Betroffene

Die Regierung in Rom hat am Freitagabend ein Bündel von Nothilfen für Menschen in den vom Coronavirus stark betroffenen Gebieten angeschoben. So will das Kabinett von Ministerpräsident Giuseppe Conte den Bürgern die Möglichkeit geben, Zahlungen an Versorgungsunternehmen und Versicherungen vorübergehend auszusetzen. Die durch die Corona-Krise geschwächten Unternehmen Italiens sollten konkrete wirtschaftliche Hilfen erhalten, kündigte ein Sprecher auf Facebook an. Außerdem sollen Schüler, deren Schulen wegen des Ausbruchs der Infektion mit dem neuartigen Coronavirus geschlossen sind, keine Angst haben vor der Aberkennung ihres Schuljahres. Die Mindestzahl der Tage für die Anwesenheit wird nach dem Willen der Regierung ausgesetzt.

Meldungen von Freitag, 28. Februar

23:45 Uhr - Junge Frau ist dritte bestätigte Coronavirus-Infizierte in Hessen

Eine 1996 geborene Frau aus dem Landkreis Gießen gilt als der dritte Infektionsfall in Hessen, teilte der Landkreis am späten Freitagabend mit. Der Fall stehe im Zusammenhang mit einem Coronavirus-Fall in NRW. Die Frau zeige derzeit milde Krankheitszeichen. Sie werde vom Gesundheitsamt betreut. Derzeit prüfe das Gesundheitsamt, mit welchen Personen sie Kontakt hatte. Am Samstag soll es auf einer Pressekonferenz mehr Informationen geben.

Zuvor waren bei einem 31-Jährigen aus dem Lahn-Dill-Kreis und einem 29-Jährigen aus dem Hochtaunuskreis eine Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 bekannt geworden.

22:24 Uhr - 37 Infizierte im Kreis Heinsberg - Schulen und Kitas bis 6. März zu

28.02.2020, Nordrhein-Westfalen, Gangelt: Das Ortsschild der Stadt Gangelt im Kreis Heinsberg steht an der Ortseinfahrt. Das Coronavirus verbreitet sich in Nordrhein-Westfalen. Am Freitag meldeten die Behörden 35 Erkrankte im Kreis Heinsberg. Mehr al
Im Kreis Heinsberg hat sich die Zahl der Coronavirusfälle auf 37 erhöht. © dpa, Roberto Pfeil, rp fdt

Im nordrhein-westfälischen Kreis Heinsberg hat sich die Zahl der Coronavirusfälle auf 37 erhöht. Das teilte die Kreisverwaltung am Freitagabend mit, ohne weitere Details zu den Infizierten zu nennen. Der Krisenstab habe beschlossen, dass im Kreis die Kindertagesstätten, Schulen und Kindertagespflegeeinrichtungen bis einschließlich 6. März geschlossen bleiben.

Die öffentlichen Verwaltungen öffnen ab 3. März teilweise wieder für den Publikumsverkehr. Es würden aber nur dringende Anliegen bearbeitet. Im westlichsten Kreis Deutschlands kämpft ein rund 100-köpfiger Krisenstab gegen die Ausbreitung des neuartigen Virus.

21:43 Uhr - Krisenstab: Gesundheitsangaben zu Einreisenden aus weiteren Ländern

ARCHIV - 15.01.2019, Hamburg: Fluggäste stehen vor einer Anzeigetafel im Terminal 1 des Flughafens Hamburg. Vor dem Urlauberansturm an diesem Wochenende hat der Hamburger Flughafen seine Maßnahmen gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus vers
Zusätzlich zu China sei künftig für Reisende aus Südkorea, Japan, Italien und dem Iran vor der Einreise der Gesundheitsstatus der Passagiere zu melden. © dpa, Christian Charisius, chc cul

Die Bundesregierung verlangt von Reiseunternehmen künftig Angaben zur Gesundheit von nach Deutschland kommenden Passagieren aus insgesamt fünf Staaten. Damit soll die Verbreitung des neuartigen Coronavirus in der Bundesrepublik begrenzt werden. Der Krisenstab von Bundesinnenministerium und Bundesgesundheitsministerium teilte am Freitagabend mit, die Anordnungen für Beförderer im Luft- und Schiffsverkehr würden entsprechend erweitert. Zusätzlich zu China sei künftig für Reisende aus Südkorea, Japan, Italien und dem Iran vor der Einreise der Gesundheitsstatus der Passagiere zu melden.

Zudem sollten an alle Reisenden, die über eine Landesgrenze nach Deutschland kommen, Informationen zur Krankheitsvorbeugung verteilt werden. Diese Regelung gilt den Angaben zufolge auch für Passagiere im Zug- und Busverkehr.

21:38 Uhr - Merkel: "Ich gebe heute Abend niemandem die Hand"

28.02.2020, Mecklenburg-Vorpommern, Stralsund: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hebt auf dem Jahresempfang ihres Wahlkreises beide Hände hoch, um zu zeigen, dass sie niemandem die Hand geben möchte aufgrund einer möglichen Ansteckungsgefahr durch
Merkel bei Jahresempfang in Stralsund. © dpa, Stefan Sauer, sts bsc

Beim Umgang mit dem neuartigen Coronavirus hat Bundeskanzlerin Angela Merkel für "Maß und Mitte" plädiert. Es sollten nicht alle Veranstaltungen deshalb abgesagt werden, sagte sie am Freitagabend auf ihrem Jahresempfang in ihrem vorpommerschen Bundestagswahlkreis in Stralsund. Deutschland gehöre zu den Ländern, die die besten Voraussetzungen hätten, um mit dem Virus klarzukommen. Zudem könne jeder einzelne etwas dazu beitragen. Sie ging mit gutem Beispiel voran: "Ich gebe heute Abend niemandem die Hand", sagte Merkel. Am Freitagabend war wegen des Coronavirus die weltgrößte Reisemesse ITB abgesagt worden.

20:59 Uhr - Zweiter Coronavirus-Fall in Hessen nachgewiesen

In Hessen ist eine zweite Infektion mit dem neuartigen Coronavirus bestätigt worden. Betroffen sei ein 29-Jähriger aus dem Hochtaunuskreis, teilte das Sozialministerium am Freitagabend mit. Der Fall stehe in Zusammenhang mit dem ersten hessischen Coronavirus-Infizierten aus dem Lahn-Dill-Kreis.

Der Mann zeige milde Krankheitszeichen und sei häuslich isoliert. Er werde engmaschig vom Gesundheitsamt betreut, sein Zustand regelmäßig kontrolliert. Derzeit prüfe das Gesundheitsamt, ob es Kontaktpersonen gibt, die der Mann angesteckt haben könnte.

20:05 Uhr - Insgesamt 57 bestätigte Infektionen in Frankreich

In Frankreich gibt es nach Angaben der Behörden inzwischen 57 Coronavirus-Infektionen. Es gebe mittlerweile mehrere Infektionsherde im ganzen Land. Der französische Gesundheitsminister empfiehlt, bis auf weiteres auf das Händeschütteln zu verzichten.

19:42 Uhr - ITB wegen Coronavirus abgesagt

28.02.2020, Berlin:
Die weltgrößte Tourismusmesse ITB sollte ab 4. März ihre Tore für Branchenvertreter öffnen und für private Besucher am Wochenende vom 7./8. März. © dpa, Paul Zinken, pdz

Die internationale Tourismus-Börse ITB in Berlin wird wegen der Coronavirus-Folgen abgesagt. Das teilte die Messe Berlin am Freitagabend per Twitter mit. Die Auflagen, die das zuständige Gesundheitsamt des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf gemacht habe, seien für die Messe Berlin "nicht umsetzbar". Demnach hätte jeder Messeteilnehmer belegen müssen, dass er nicht aus den definierten Risikogebieten stamme oder Kontakt zu einer Person aus diesen Gebieten gehabt habe.

Die weltgrößte Tourismusmesse ITB sollte ab 4. März ihre Tore für Branchenvertreter öffnen und für private Besucher am Wochenende vom 7./8. März. Im vorigen Jahr hatte die ITB rund 160.000 Besucher, davon etwa 110.000 vom Fach. Zudem gab es rund 10.000 Aussteller aus etwa 180 Ländern. Wegen der jüngsten Ausbreitung des Coronavirus in Europa hatte die Messe Berlin als ITB-Veranstalter zuletzt bereits mit weniger Besuchern gerechnet.

19:31 Uhr - Kölner Fitnessmesse Fibo verschoben

Workout-Übungen zeigen Mitglieder der Gruppe
Workout-Übungen zeigen Mitglieder der Gruppe "Les Mills". © picture-alliance/ dpa, Franz-Peter Tschauner

Die Kölner Fitnessmesse Fibo wird wegen der Ausbreitung des Coronavirus verschoben. Statt Anfang April solle sie in der zweiten Jahreshälfte 2020 über die Bühne gehen, teilten die Veranstalter am Freitagabend mit. "Obwohl es enttäuschend ist, die Veranstaltung zu verschieben, ist es unerlässlich, dass wir der Gesundheit und Sicherheit aller Beteiligten Priorität einräumen", erklärte Silke Frank, Direktorin der FIBO Global Fitness Events.

Die Fibo bringt nach Veranstalterangaben jedes Jahr über 1.000 Aussteller und rund 145.000 Besucher aus 135 Ländern in Köln zusammen.

19:18 Uhr - Weiterer Coronavirus-Fall in Baden-Württemberg

Baden-Württemberg meldet eine weitere Infektion mit dem Coronavirus. Es handle sich um einen 32-jährigen Mann im Landkreis Heilbronn, teilt das Sozialministerium in Stuttgart mit. Er habe sich bis zum 21. Februar in Mailand aufgehalten und sei nach Atemwegsbeschwerden im Krankenhaus aufgenommen worden. Damit steige die Zahl der bestätigten Infektionen in Baden-Württemberg auf 13.

18:55 Uhr - In Italien bislang 21 Corona-Tote und 888 Infizierte

In Italien gibt es 888 bestätigte Coronavirus-Infektionen. Dies schließt 21 Menschen ein, die bereits an dem Virus gestorben sind, und 46 Menschen, die sich inzwischen erholt haben, berichten die Behörden.

18:24 Uhr - Lehrer aus Lüdenscheid (NRW) positiv getestet

Das Coronavirus hat nun auch das Sauerland erreicht. Wie das Gesundheitsamt des Märkischen Kreises am Freitag mitteilte, ist der Test eines Lehrers der Mosaikschule in Lüdenscheid auf das Coronavirus positiv ausgefallen. Der betroffene Lehrer sei zurzeit in häuslicher Quarantäne. Sein Gesundheitszustand sei gut, er zeige nur sehr milde Erkältungssymptome, heißt es. Der Krisenstab habe seine Arbeit aufgenommen.

Der Landkreis teilte auf Facebook mit: "Die Kontaktpersonen des Mannes sind bekannt. Davon werden 31 unter häusliche Quarantäne gestellt. Unter diesen Betroffenen sind 28 Personen aus dem Schulumfeld. Die Kontaktpersonen werden noch heute vom Gesundheitsamt telefonisch benachrichtigt und im Laufe des morgigen Tages vom Kreis auf das Coronavirus hin untersucht. Die Elternschaft der Schule wurde informiert. Vorsorglich bleibt die Schule am Montag, 2. März, geschlossen."

18:10 Uhr - Coronavirus in Hund nachgewiesen

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In Hong Kong gibt es den ersten Fall eines am Coronavirus erkranken Hundes. © APA/picturedesk.com (Symbolbild)

In Hong Kong gibt es den ersten Fall eines am Coronavirus infizierten Hundes. Das bestätigte ein Sprecher der örtlichen Gesundheitsbehörde am Freitag. Demnach wurde der Hund bereits am Mittwoch positiv getestet. Der Hund zeige zwar keine "relevanten Symptome", sei aber vorsichtshalber für 14 Tage unter Quarantäne gestellt worden. Der Vierbeiner wird intensiv medizinisch überwacht und weiteren Tests unterzogen, so der Sprecher. 

18:05 Uhr - Weniger Passagiere auf Italienflügen

RTL-Reporter Udo Gümpel in einem fast leeren Flieger
RTL-Reporter Udo Gümpel auf einem Flug nach Rom © RTL, Udo Gümpel

Mehrere Fluggesellschaften haben ihr Flugprogramm nach Italien angepasst. Easyjet hat wegen der schwachen Nachfrage die Verbindungen zusammengestrichen. Eurowings teilte auf Nachfrage mit, man habe die Flüge nach Norditalien um rund ein Drittel reduziert. Nach dem vermehrten Auftreten von Covid-19-Fällen in Italien, erleben viele Airlines einen deutlichen Rückgang der Nachfrage und der Auslastung zu und von den norditalienischen Standorten. Aber auch andere Routen scheinen von der geringen Nachfrage betroffen zu sein, wie das Foto des RTL-Italien-Korrespondenten Udo Gümpel zeigt. Das Bild entstand heute auf seinem Flug von Köln nach Rom.

17:59 Uhr - Erster Corona-Fall im Norden: Arzt von Kinderklinik infiziert

28.02.2020, Schleswig-Holstein, Kiel: Heiner Garg (FDP), Gesundheitsminister in Schleswig-Holstein), spricht während einer Pressekonferenz. Am 27. Februar wurde am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) der erste Fall einer Covid-19 Infektion i
Der Arzt befindet sich mit seiner Frau in häuslicher Isolation, wie Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) in Kiel sagte. © dpa, Frank Molter, cul

Das Coronavirus hat Norddeutschland erreicht. Erstmals wurde eine Infektion bei einem Kinderarzt des Hamburger Universitätsklinikums Eppendorf (UKE) nachgewiesen. Der Mann (Jahrgang 1955) lebt mit seiner Frau in Henstedt-Ulzburg im Kreis Segeberg. Dort befindet er sich mit seiner Frau in häuslicher Isolation, wie Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) in Kiel sagte. Nach ersten Erkenntnissen hatte der Mediziner Kontakt mit etwa 100 Menschen.

Rund 50 enge Kontaktpersonen am Klinikum stünden ebenfalls unter Quarantäne, darunter 16 Kleinkinder und 12 Ärzte, wie Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) sagte. Nach Erkenntnissen der Behörden hatte der Mann nach seiner Rückkehr aus Italien auch Kontakte an seinem Wohnort. Im Kreis Segeberg soll nun geklärt werden, ob sich dabei Menschen angesteckt haben.

17:23 Uhr - Enkeltrickbetrüger nutzen Coronavirus-Masche

ARCHIV - 11.10.2019, Bayern, Würzburg: Eine ältere Frau telefoniert mit einem schnurlosen Festnetztelefon. Unbekannte haben von einer 87-Jährigen in Ettlingen (Landkreis Karlsruhe) mittels Enkeltrick 10 000 Euro ergaunert. Foto: Karl-Josef Hildenbran
Enkeltrick: 10 000 Euro von Seniorin in Ettlingen ergaunert © dpa, Karl-Josef Hildenbrand, kjh arb axs kay

Mit einer angeblichen Coronavirus-Erkrankung haben Enkeltrickbetrüger in Mühlenbecker Land (Landkreis Oberhavel) versucht, an Bargeld zu kommen. Gleich drei Vorfälle am Donnerstag seien bekannt geworden, teilte die Polizei am Freitag mit. In einem Fall habe ein 85 Jahre alter Mann bereits das geforderte Geld abgehoben. Seine Schwiegertochter hatte jedoch die Polizei alarmiert, die den Mann noch vor der Geldübergabe stoppen konnte, wie die Beamten berichteten.

16:46 Uhr - Erste Ergebnisse zu Impfstoffen in einigen Wochen

31.01.2020, Hessen, Marburg: Ein Mitarbeiter arbeitet in einem Labor an Organismen im Hochsicherheitsbereich des Instituts für Virologie der Philipps-Universität Marburg. Hessens Wissenschafts- und Sozialminister besuchten am gleichen Tag das Institu
Derzeit seien weltweit mehr als zwanzig Impfstoffe in der Entwicklung. © dpa, Frank Rumpenhorst

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rechnet damit, dass es in einigen Wochen erste Ergebnisse zu Impfstoffen und Medikamenten gegen das neuartige Coronavirus gibt. Derzeit seien weltweit mehr als zwanzig Impfstoffe in der Entwicklung, sagt WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. Das Risiko der Ausbreitung sei weltweit auf einem sehr hohen Niveau. China habe in den vergangenen 24 Stunden 329 Neuinfektionen gemeldet, das sei der niedrigste Wert in mehr als einem Monat.

16:22 Uhr - "Patient Null" wird vielleicht nie gefunden

Die Behörden wissen noch immer nicht, wo sich der erste bekannte Patient (47) in NRW mit dem neuen Coronavirus infiziert hat. Den sogenannten "Patient Null", bei dem sich der 47-Jährige angesteckt haben muss, werde vielleicht auch nie gefunden. Das sagte Landrat Stephan Pusch (CDU) am Freitag bei einer Pressekonferenz.

16:04 Uhr - Jetzt 35 mit Coronavirus Infizierte im Kreis Heinsberg

26.02.2020, Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf: Karl-Josef Laumann (CDU), Gesundheitsminister von Nordrhein-Westfalen, beantwortet Fragen von Journalisten. Im Kreis Heinsberg ist der erste bestätigte Coronavirus-Fall in Nordrhein-Westfalen aufgetreten.
Coronavirus - Düsseldorf © dpa, Federico Gambarini, fg lop

Die Zahl der am neuartigen Coronavirus erkrankten Menschen im Kreis Heinsberg ist auf 35 gestiegen. Das sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Freitag auf einer Pressekonferenz. 

Landrat Stephan Pusch (CDU) bestätigte außerdem, dass die beiden Kinder des Ehepaares aus Gangelt, das am Coronavirus erkrankt ist, gesund sind. Sie seien ebenso wie weitere Verwandte nicht infiziert, so Pusch. Das habe ein Test ergeben. Der Vater der beiden Kinder war als erster Patient mit dem neuen Virus in NRW identifiziert worden. Sowohl er als auch seine Frau werden an der Düsseldorfer Uni-Klinik behandelt. Die anderen 33 Infizierten seinen zurzeit in häuslicher Behandlung. 

14:46 Uhr - 15 weitere bestätige Corona-Fälle im Kreis Heinsberg

Die Zahl der Corona-Infizierten im Kreis Heinsberg steigt weiter rasant an. Nach RTL-Informationen sind weitere 15 Corona-Fälle bestätigt worden. 

14:40 Uhr - Erster Brite mit Coronavirus gestorben

Ein Brite ist gestorben, nachdem er sich in Japan auf dem Kreuzfahrtschiff „Diamond Princess“ mit dem Coronavirus infiziert hatte, wie japanische Medien berichten. 

Er ist der erste britische Corona-Patient, der gestorben ist. Das Schiff steht im japanischen Hafen Yokohama unter Quarantäne.

13:40 Uhr - NRW-Ministerpräsident Laschet besucht Kreis Heinsberg und lobt die dortigen Verantwortlichen

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat bei seiner Ankunft beim Krisenstab des Kreises Heinsberg die Arbeit der Behörden gelobt. Ob die Situation in Heinsberg nur die Spitze des Eisberges sei, wollte Laschet nicht kommentieren: „Ich will vor allem von denen, die das beurteilen können – von Ärzten, Medizinern, Krankenhäusern – wissen, wie die Lage ist und deshalb bin ich hergekommen“, sagte Laschet. „Der Kreis hat gute Arbeit gemacht bisher und denen will ich Dank sagen.“

Ob es aufgrund der Ausbreitung des Virus Sperrgebiete ausgerufen werden müssen, ließ der Laschet offen. An dem Treffen im schwer betroffenen Kreis Heinsberg nimmt auch NRW-Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann teil.

12:53 Uhr - Düsseldorf: Zustand des ersten Patienten aus NRW etwas stabilisiert

Der Zustand des 47-jährigen Coronavirus-Patienten aus Gangelt, der in der Uniklinik Düsseldorf behandelt wird, hat sich etwas stabilisiert. Das teilte die Klinik am Freitag mit. Der Zustand sei aber weiterhin kritisch, der Mann leidet unter einer schweren Lungenentzündung. Auch seine Ehefrau wird wegen einer Lungenentzündung in dem Krankenhaus behandelt. Ihr Zustand ist weiterhin stabil.

12.35 Uhr - Hamburg: Corona-Infizierter ist Arzt auf der Säuglings- und Kleinkind-Station

Bei dem ersten Coronavirus-Infizierten aus dem Norden handelt es sich um einen Arzt des Universitätsklinikums Eppendorf. Das sagte Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks am Freitag bei einer Pressekonferenz. 

50 enge Kontaktpersonen seien in Hamburg und Umgebung isoliert. Dabei handle es sich um Patienten, Freunde und Kollegen des Infizierten. Der UKE-Arzt war auf der Säuglings- und Kleinkind-Station tätig. 27 Kinder, die jünger als sechs Jahre sind, befinden sich in Isolation auf der Krankenhaus Station, so Dr. Ania Muntau, Direktorin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin.

Meldungen von Donnerstag, 27. Februar

23:46 Uhr - Erster Coronavirus-Fall in Hamburg bestätigt

Erstmals ist in Hamburg eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen worden. Es handele sich um einen Mitarbeiter der Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), teilten die Klinik und die Hamburger Behörde für Gesundheit am Donnerstagabend mit. Der Mann sei in Italien im Trentino im Urlaub gewesen und am Sonntag an seinen Wohnort nach Schleswig-Holstein zurückgekehrt. Der Infizierte selbst ist demnach in stabilem Zustand und in häuslicher Quarantäne. Seine Kontaktpersonen sollten informiert und getestet werden. 

Am Montag habe er am UKE gearbeitet - und dann am Dienstag während der Arbeit Krankheitssymptome entwickelt. Daraufhin habe er den Dienst abgebrochen, hieß es weiter. Alle Kinder und Eltern, die engen Kontakt mit dem Mitarbeiter hatten, gehen demnach nun 14 Tage in Quarantäne - je nach Gesundheitszustand im UKE oder zu Hause. Auch andere Mitarbeiter gehen nun in eine häusliche Isolation.

Zuvor waren schon Coronavirus-Fälle in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz bekanntgeworden. 

23:43 Uhr - Erster Coronavirus-Fall in Hessen nachgewiesen

In Hessen ist ein erster Fall des neuartigen Coronavirus nachgewiesen worden. Betroffen sei eine Person im Lahn-Dill-Kreis, teilte der Landkreis am Donnerstagabend mit. Schon am Mittwoch sprach Hessens Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) über mögliche Infektionsfälle im mitteldeutschen Bundesland und gab an, dass Hessen gut vorbereitet wäre. Auch am Frankfurter Flughafen gebe es bereits etablierte Verfahren, um mögliche Infizierte zu erkennen. Für Freitagvormittag wurde eine Pressekonfernez angekündigt.

Es ist der erste Fall in Hessen - abgesehen von Rückkehrern aus dem chinesischen Wuhan. Anfang Februar hatte die Bundeswehr 126 Deutsche und ihre Angehörigen mit einer Sondermaschine aus der stark vom Coronavirus betroffenen Millionenmetropole Wuhan in China zurückgeholt, die Maschine landete auf dem Frankfurter Flughafen. Bei zwei Rückkehrern wurde Sars-CoV-2 festgestellt; sie wurden in die Uniklinik Frankfurt gebracht und dort Mitte Februar wieder entlassen.

22:19 Uhr - Erster Coronavirus-Fall in den Niederlanden

In den Niederlanden ist der erste Fall einer Corona-Infektion festgestellt worden. Es gehe um einen Mann, der in einem Krankenhaus in der südöstlichen Stadt Tilburg liege, teilte Gesundheitsminister Bruno Bruins am Donnerstagabend im niederländischen TV mit. Der Mann sei erst kürzlich aus der Lombardei in Norditalien zurückgekehrt. Der Mann liege auf der Isolationsstation. Über seinen Gesundheitszustand wurden vorerst keine weiteren Angaben gemacht.

21:22 Uhr - Neuer Coronavirus-Fall in Bayern

In Bayern gibt es einen neuen Coronavirus-Fall. Es handle sich um einen Mann aus Mittelfranken, der in Deutschland Kontakt mit einem Italiener gehabt habe, der nach seiner Rückkehr positiv auf das Virus getestet worden sei, erklärt das Gesundheitsministerium in München. Das zuständige Gesundheitsamt habe damit begonnen, seine Kontaktpersonen zu ermitteln.

20:55 Uhr - Starker Anstieg der Coronavirus-Fälle in Frankreich

 FRANCE - SUSPECTED CASE OF CORONAVIRUS IN A BUS IN PERRACHE RAILWAY STATION IN LYON Containment of passengers on a Flixbus bus from Milan, Italy, suspected of being infected with coronavirus at the Perrache railway station in Lyon, France, on 24 Feb
In Frankreich ist die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Menschen von bisher 18 auf 38 angestiegen. © imago images/Hans Lucas, Nicolas Liponne via www.imago-images.de, www.imago-images.de

In Frankreich ist die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Menschen von bisher 18 auf 38 angestiegen. Das sei ein "deutlicher Zuwachs", teilte Gesundheitsminister Olivier Véran am Donnerstagabend in Paris mit. Mehrere Untersuchungen liefen noch, fügte der Ressortchef hinzu.

Zwölf Fälle seien wohl über eine Ansteckungskette verbunden, sagte Véran. In Frankreich waren bereits zwei mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infizierte Menschen gestorben.

20:42 Uhr - Schwedin nach Deutschland-Reise positiv auf Coronavirus getestet

Nach einem Aufenthalt in Deutschland ist eine Frau in Schweden positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Sie habe sich in Deutschland mit dem Virus angesteckt, teilte die schwedische Gesundheitsbehörde am Donnerstagabend mit. Die Frau befindet sich nach Angaben der schwedischen Behörden nun in einem Krankenhaus in Uppsala 70 Kilometer nördlich von Stockholm.

Insgesamt wurden am Donnerstag fünf neue Coronavirus-Fälle in Schweden nachgewiesen, darunter eine Person in Stockholm, die sich während einer Reise in den Iran mit dem Virus angesteckt hat. Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle in dem skandinavischen EU-Land stieg damit auf sieben. Beim Nachbarn in Norwegen kamen nach dem ersten Fund am Mittwoch am Donnerstagabend drei weitere hinzu.

20:36 Uhr - Kreis Heinsberg: Schätzungsweise 1000 Menschen in Quarantäne

A woman leaves a session of the coronavirus crisis management group
Der Kreis Heinsberg geht von schätzungsweise 1.000 Menschen in vorsorglicher häuslicher Quarantäne nach den ersten Infektionsfällen mit dem neuartigen Coronavirus aus. © REUTERS, WOLFGANG RATTAY, WR/THO

Der Kreis Heinsberg geht von schätzungsweise 1.000 Menschen in vorsorglicher häuslicher Quarantäne nach den ersten Infektionsfällen mit dem neuartigen Coronavirus aus. "Das ist eine rein statistische Rechnung", sagte ein Sprecher des Kreises. Bei der im Fokus stehenden Karnevalsveranstaltung "Kappensitzung" im Ortsteil Langbroich-Harzelt von Gangelt am 15. Februar könnte es etwa 400 Kontaktpersonen gegeben haben. Für deren Partner und gegebenenfalls Kinder könnte rein rechnerisch der Faktor 2,5 angesetzt werden, womit man auf die Zahl 1.000 komme. 

20:10 Uhr - Coronavirus auch in Wien angekommen: Drei bestätigte Fälle

Das neuartige Coronavirus ist auch in Wien angekommen. Am Donnerstag wurden die ersten drei Erkrankungen in der österreichischen Hauptstadt bestätigt, zudem standen noch die Testergebnisse von zwei Kindern aus. Beim ersten bestätigten Covid-19-Patienten in Wien handelt es sich laut den Behörden um einen 72-Jährigen, der bereits seit zehn Tagen mit Grippesymptomen im Krankenhaus lag. Auf das neue Coronavirus wurde er laut Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) routinemäßig getestet. Er sei "schwer erkrankt" und werde künstlich beatmet, teilte der Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) mit. Im Ausland sei der Mann nicht gewesen.

Am Abend wurden dann die Covid-19-Erkrankungen eines Ehepaars bestätigt, das mit seinen beiden Kindern im Urlaub in Norditalien gewesen sein soll. Die Kinder zeigten ebenfalls Krankheitssymptome, die Testergebnisse stünden aber noch aus, teilte der KAV der österreichischen Nachrichtenagentur APA mit. Alle vier Familienmitglieder hätten leichte Symptome. Insgesamt wurden damit in Österreich seit dem Ausbruch des neuartigen Virus fünf bestätigte Fälle gemeldet.

19:49 Uhr - Vier weitere Coronavirus-Fälle in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg haben sich vier weitere Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Das teilte das Sozialministerium am Donnerstagabend in Stuttgart mit. Damit stieg die Zahl der bestätigten Sars-CoV-2-Infektionen in dem Bundesland auf acht. Bei drei der neuen Fälle handelt es sich um zwei Frauen und einen Mann aus dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald beziehungsweise der Stadt Freiburg. Sie hatten an einem Business-Meeting in München teilgenommen und gehören laut Robert Koch-Institut zu 13 Kontaktpersonen eines italienischen Teilnehmers, der in Italien positiv getestet worden war. Die drei Patienten sind in einer Klinik.

Ein weiterer bestätigter Fall wurde aus dem Landkreis Böblingen gemeldet. Dieser steht im direkten Zusammenhang mit einem 25 Jahre alten Mann aus dem Landkreis Göppingen, der sich in Italien angesteckt hatte und dessen Fall am Dienstagabend bekanntgeworden war. Bei dem Mann aus dem Landkreis Böblingen handelt es sich um eine Kontaktperson der infizierten Reisebegleiterin des 25-Jährigen. Infiziert ist zudem der 60 Jahre alte Vater der Reisebegleiterin. Vater und Tochter werden in Tübingen isoliert behandelt.

19:18 Uhr - 14 weitere Infektionen mit Coronavirus in Nordrhein-Westfalen

27.02.2020, Nordrhein-Westfalen, Gangelt: Ein Plakat lädt am Eingang im Ortsteil Langbroich zur Karnevalsveranstaltung
In Nordrhein-Westfalen sind 14 weitere Personen nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. © dpa, Henning Kaiser, hka htf

In Nordrhein-Westfalen sind 14 weitere Personen nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Der Kreis Heinsberg und das NRW-Gesundheitsministerium teilten am Donnerstagabend mit, dass sich die Zahl der bestätigten Covid-19-Fälle im Kreis Heinsberg auf 20 erhöht habe. Alle der aktuell positiv Getesteten seien in häuslicher Quarantäne, eine stationäre Behandlung sei nicht notwendig.

18:25 Uhr - Papst Franziskus hustet und schnieft

26.02.2020, Italien, Rom: Papst Franziskus reibt sich mit einem Taschentuch die Nase in der Basilika St. Anselmo bei einer Prozession zum Aschermittwoch, dem Beginn der Fastenzeit. Papst Franziskus hat eine Veranstaltung in Rom wegen einer leichten K
Papst sagt Termin ab © dpa, Gregorio Borgia, nwi

Die Angst vor dem Coronavirus hat offenbar auch den Vatikan erreicht: Inmitten wachsender Sorge um gehäufte Virus-Infektionen in Italien beobachten Gläubige, wie der Papst mehrfach hustet. Nun sagt Vatikan-Sprecher Matteo Bruni ein Bischofstreffen in Rom ab. Der 83-Jährige sei "unpässlich", heißt es. Der Papst bleibe lieber in der Nähe seines Wohnorts im Vatikan, so der Sprecher. Die anderen Termine würden aber wie geplant stattfinden. Was genau der Pontifex hat, gab der Vatikan nicht bekannt.

17:55 Uhr - Coronavirus-Infizierter aus NRW hielt sich im Tropical Islands auf

Bildnummer: 52008727  Datum: 01.08.2007  Copyright: imago/Rainer WeisflogNeu eröffneter Tropical Islands Dome - Briesen-Brand, Gebäude, innen, Innenansicht; 2007, Halbe, Paar, Freizeitpark, Erlebnispark, Erlebnisbad, Wellnessbad, Schwimmbad, Schwimmb
imago st 0227 17590014 52008727.jpg © imago

Einer der Coronavirus-Infizierten aus Nordrhein-Westfalen hat sich kürzlich im Brandenburger Erlebnisbad Tropical Islands aufgehalten. "Unsere bisherigen Prüfungen haben ergeben, dass kein erhöhtes Ansteckungsrisiko bestanden hat", teilte das zuständige Gesundheitsamt Dahme-Spreewald am Donnerstag mit. "Augenblicklich tendiert die Ansteckungsgefahr gegen Null." Der mit dem neuartigen Coronavirus infizierte Mann war nach Angaben des Brandenburger Gesundheitsministeriums vom 20. bis zum 23. Februar in dem Freizeit-Resort südlich von Berlin.

Wie Landesgesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) betonte, hatte der Mann keine sehr engen Kontakte mit anderen Badegästen. Man habe von dem Patienten sehr genau erfahren, mit wem er in Kontakt war. Engeren Kontakt habe es nur zu Mitarbeitern gegeben, zum Beispiel bei der Essensausgabe. Eine Isolation dieser Menschen sei nicht nötig. Sie könnten sich aber freiwillig testen lassen. Mit den Tests soll nach Angaben von Nonnemacher am Freitag begonnen werden. Die 91 Mitarbeiter des Badeparks zeigten demnach keine Symptome.

17:26 Uhr - 130 Gäste dürfen Hotel auf Teneriffa verlassen

27.02.2020, Spanien, Santa Cruz de Tenerife: Das Hotel H10 Costa Adeje Palace, auf dessen Balkon Gäste stehen. Das wegen Coronavirus-Fällen unter Quarantäne gestellte Hotel auf Teneriffa ist weiterhin durch die Polizei abgeriegelt. Foto: Arturo Rodri
Coronavirus - Teneriffa © dpa, Arturo Rodriguez, gfh

130 Gäste dürfen einer Meldung der spanischen Nachrichtenagentur EFE zufolge das wegen des Coronavirus unter Quarantäne gestellte Hotel auf Teneriffa verlassen. Dort harren bisher auch mehr als hundert Deutsche aus.

17:02 Uhr - Kein Weihwasser, kein Friedensgruß im Kölner Dom

Eine NRW Landesfahne und eine Deutschlandfahne mit Trauerflor wehen m 17.04.2015 in Köln (Nordrhein-Westfalen) vor der Trauerfeier für die Opfer des Germanwings-Absturzes vor dem Dom. Bei dem Flugzeugabsturz in den französischen Alpen waren am 24. Mä
"Der Friedensgruß kann sehr gut durch ein freundliches Lächeln oder Zunicken erfolgen", heißt es. © dpa, Henning Kaiser

Auch der Kölner Dom reagiert auf den Coronavirus. Ab Freitagmorgen bleiben die Weihwasserbecken leer, um das Ansteckungsrisiko zu verringern. "Außerdem rufen wir beim Friedensgruß innerhalb eines Gottesdienstes die Gläubigen aktuell nicht dazu auf, einander die Hände zu reichen", teilte Dompropst Gerd Bachner am Donnerstag mit.

"Der Friedensgruß kann sehr gut durch ein freundliches Lächeln oder Zunicken erfolgen." Außerdem gibt es ab sofort keine Mundkommunion mehr, das heißt, die Hostie wird den Gläubigen nur noch in die Hand gelegt. Der Kölner Dom sei ein hochfrequentierter Ort mit täglich 20.000 Besucherinnen und Besuchern aus aller Welt.

16:51 Uhr - Zwei weitere Coronavirus-Infektionen in NRW

Nach RTL-Informationen gibt es im Raum Gangelt im Kreis Heinsberg (NRW) zwei weitere bestätigte Coronavirus-Fälle. Details zu den Erkrankten sind noch nicht bekannt. 

Der Zustand des 47-jährigen Unternehmer aus Gangelt, der momentan in der Düsseldorfer Uniklinik behandelt wird, ist weiterhin ernst und hat sich nicht gebessert. Er leidet unter einer schweren Lungenentzündung.

16:10 Uhr - Coronavirus bei Patienten in Kaiserslautern festgestellt

Bei einem Patienten im Westpfalz-Klinikum in Kaiserslautern ist das Coronavirus festgestellt worden. Das sagte die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) am Donnerstag in Mainz.

Der Mann sei mit Symptomen am Donnerstag selbst in das Klinikum gekommen. Er sei bis vor kurzem im Iran gewesen und habe dort Kontakt mit einer "symptomatisch auffälligen Person" gehabt, sagte die Ministerin. Der Mann sei Jahrgang 1988, vor wenigen Minuten habe sich dann herausgestellt, dass der Mann infiziert sei.

Insgesamt sind in Deutschland 27 laborbestätigte Fälle von Covid-19 bekannt, teilte das Gesundheitsministerium auf Anfrage von RTL mit. Demnach 14 Fälle in Bayern, zwei in Hessen, sechs in Nordrhein-Westfalen, vier in Baden-Württemberg und einen in Rheinland-Pfalz.

15:35 Uhr - Fallzahlen in Italien steigen weiter

In Italien sind mittlerweile 14 Personen an dem Coronavirus verstorben. 528 Menschen sind infiziert. Die Hälfte der Erkankten befindet sich in häuslicher Quarantäne.

15:29 - Wirtschaftsminister Altmaier richtet Corona-Hotline ein

Erst heute Vormittag haben Bundesgesundheistminister Jens Spahn und Bundesinnenminister Horst Seehofer wegen des Coronavirus einen Krisenstab gebildet. "An den Beratungen des Bundeskrisenstabs nimmt selbstverständlich auch das Bundeswirtschaftsministierum teil", verkündete Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier heute Mittag in Berlin.

Das Coronavirus habe eine neue Qualität erreicht, es breite sich immer weiter aus, so Altmaier. Noch habe das Virus keine Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft, trotzdem müsse man überprüfen, welche Auswirkungen es haben könnte. Das Bundeswirtschaftsministerium hat eine Hotline für Unternehmen eingerichtet, um sie bei wirtschaftlichen Fragen zu unterstüzen. Für die Coronavirus-Hotline sollen sieben Mitarbeiter jeweils acht Stunden am Tag erreichbar sein. 

Das Coronavirus erzeuge eine wachsende Unsicherheit, die sich auch in vielen Unternehmen niederschlage. Altmaier betont, es sei wichtig besonnen und ruhig zu reagieren: "Es wäre falsch, Panik zu verbreiten". 

13:57 Uhr - Mann aus gestopptem Zug in Rheinland-Pfalz nicht mit Coronavirus infiziert

Der Mann aus einem am Mittwoch in Idar-Oberstein gestoppten Regionalzug hat sich nicht mit dem neuen Coronavirus infiziert. Das Testergebnis bei ihm sei negativ ausgefallen, teilte die Kreisverwaltung Birkenfeld am Donnerstag mit. Insofern könne Entwarnung gegeben werden. Der im Saarland wohnende Mann hatte nach einer Geschäftsreise in Italien bei sich Symptome festgestellt, der Zug war unterwegs von Frankfurt nach Saarbrücken. Der Kreisverwaltung zufolge kam der Mann aus der italienischen Region Apulien. Bereits am Samstag sei er in Süditalien bei einem Arzt gewesen, der ihm "grünes Licht" für den Heimflug von Bari nach Frankfurt mit Zwischenlandung in Mailand gab.

13:25 Uhr - Seehofer: Krisenstab soll Infektionsketten in den Griff bekommen

27.02.2020, Berlin: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (l, CDU) und Bundesinnenminster Horst Seehofer (CSU) geben eine Pressekonferenz zur Ausbreitung des Coronavirus und zur Einrichtung eines gemeinsamen Krisenstabs. Nach mindestens zehn neuen Cor
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Bundesinnenminister Horst Seehofer bei ihrer gemeinsamen Pressekonferenz zum Coronavirus. © dpa, Kay Nietfeld, htf

Laut Bundesinnenminister Horst Seehofer hat der Krisenstab, der gestern eingerichtet wurde und an dem neben dem Bundesgesundheitsministerium und dem Bundesinnenministerium auch fast alle anderen Ministerien beteiligt sind, zwei Hauptaufgaben: "Das ist einmal, die Infektionsketten in Deutschland zu unterbinden und auf der anderen Seite Infektionsketten nach Deutschland in den Griff zu bekommen", so Seehofer. Er bestätigte die Einschätzung von Bundesgesundheitsminister Spahn, dass man jetzt am Anfang einer Epidemie stehe. Das schließe ein, dass es eine Entwicklung der Fallzahlen nach oben geben werde. "Das ist eine ehrliche Aussage gegenüber unserer Bevölkerung", so Seehofer.

13:20 Uhr - Fluggäste aus mehreren Länder müssen Daten angeben

Bundesgesundheitsministerium und Bundesinnenministerium stehen durch den gegründeten Krisenstab in ständigem Kontakt miteinander. Das sagten Bundesgesundheistminister Jens Spahn und Bundesinnenminister Horst Seehofer bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Berlin.  

"Es geht weiter darum, das Ausbruchsgeschehen zu verlangsamen, einzudämmen, möglichst alle Kontaktpersonen zu kontaktieren und zu isolieren, zumindest in der Selbstisolation zu Hause. Gleichwohl müssen wir uns darauf einstellen, dass das in Zukunft nicht mehr so möglich sein wird, wie wir es in den letzten vier bis sechs Wochen kennengelernt haben," sagte Spahn. Mit der Einrichtung des Krisenstabes ginge es darum, die Bevölkerung best möglich zu schützen, so Spahn weiter.

Erste Beschlüsse des Krisenstabs:

Flugreisende aus den Infektionsgebiete sollen künftig mithilfe von "Aussteigerkarten" Informationen über ihren Aufenthaltsort nach der Landung angeben. Das gilt nicht nur für Reisende aus China, sondern auch für Menschen, die aus Japan, Südkorea, Iran und Italien nach Deutschland kommen. Außerdem werden Bus- und Bahnunternehmen aufgefordert, Informationsmaterial vor allem für Reisende aus Norditalien zugänglich zu machen.

Entsprechende Aussteigerkarten sollen sicherstellen, dass alle Reisenden schnell kontaktiert werden können, wenn sich herausstellt, dass ein Fluggast infiziert ist. Seehofer sagte, solche Aussteigerkarten sollten auch im grenzüberschreitenden Zug- und Busverkehr ausgefüllt werden. Hier hoffe er auf eine Selbstverpflichtung der Transportunternehmen. Im Schiffsverkehr werde dies angeordnet. Für das Unterbrechen der Infektionsketten sei so ein Schritt unverzichtbar.

Im Übrigen würden Asylbewerber auf das neue Coronavirus getestet, sagte Seehofer. Denn die meisten würden über vorbelastete Länder wie den Iran, den Irak oder Afghanistan einreisen. An diesem Freitag wolle sich der Krisenstab mit dem Umgang mit Großveranstaltungen befassen.

Die Landesgesundheitsminister wurden aufgefordert - sofern noch nicht geschehen - die Landes-Pandemiepläne zu aktualisieren und sich auf eine Aktivierung vorzubereiten. Mit den Krankenkassen wurde vereinbart, dass lieber einmal zu oft als einmal zu wenig Coronavirus-Tests durchgeführt werden sollen und die Kassen die Kosten dafür übernehmen. 

Unter der Telefonnummer 116 117 können sich alle über das Virus informieren, beispielsweise, wie man sich im Verdachtsfall verhält. Die Nummer ist 24 Stunden am Tag geschaltet.

12:54 Uhr - Kreis Heinsberg: Mehrere Hundert Menschen unter Quarantäne

Mehrere Hundert Menschen stehen wegen des Coronavirus nach Schätzungen des Kreises Heinsberg von Donnerstag unter häuslicher Quarantäne. Betroffen seien vor allem Besucher einer Karnevalssitzung in Gangelt, die auch das infizierte Paar besucht hatte. Es gelte auch für das Personal und Kinder des Kindergartens, in dem die Frau beschäftigt ist. Betroffen seien auch die Menschen, die mit diesen Betroffenen in einem Haushalt lebten, sagte der Sprecher des Kreises Heinsberg, Ulrich Hollwitz. Genaue Zahlen erhebe der Kreis nicht.


Die Leute dürften 14 Tage lang ihre Wohnungen nicht verlassen und müssten sich von Freunden, Verwandten oder Nachbarn mit Lebensmitteln versorgen lassen, die dann die Einkäufe vor der Haustür abstellten. Das funktioniere sehr gut. Außerdem müssten die Menschen in Quarantäne nach Vorgaben des Gesundheitsamtes eine Art Protokoll zu ihrem Gesundheitszustand erstellen. Das Gesundheitsamt bleibe in der Zeit in Kontakt mit den Betroffenen.

11:53 Uhr - Japan schließt alle Schulen

Japan will im Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus alle Schulen schließen. Die Maßnahme trete am Montag in Kraft und umfasse alle Grundschulen, Mittelstufen und Gymnasien, sagte Premier Shinzo Abe am Donnerstag. Die Schließung soll demnach bis zum Beginn der zehntägigen Frühlingsferien Ende März gelten. Abe betonte, die kommenden beiden Wochen seien entscheidend für den Kampf gegen das Virus. Japan hat bisher acht Todesfälle gemeldet, die in Verbindung mit dem Virus stehen. 

11:10 Uhr - Heinsberger Landrat Stephan Pusch gibt Update zur Lage "Coronavirus"

Der Landrat vom Kreis Heinsberg hat sich bei den Besuchern der Karnevalsveranstaltung bedankt, die einer der Infizierten noch vor Ausbruch seiner Erkrankung besucht hatte. "Ich bedanke mich, dass wir so ein tolles Feedback hatten und sich so viele Menschen gemeldet haben," sagte Stephan Pusch in einer Videonachricht, die auf Facebook veröffentlicht wurde.

Außerdem nimmt Pusch das erkrankte Ehepaar in Schutz, nachdem in sozialen Medien Vorwürfe laut wurden, warum das Ehepaar überhaupt noch Karneval gefeiert habe. Pusch verwies auf den Verlauf der Krankheit, die mit Erkältungssymptomen beginnt. "Wer von uns hätte denn auf Karnevalsveranstaltungen verzichtet, die er fest gebucht hat, nur weil er ein bisschen erkältet ist," so Pusch. Es hätte jeden von uns treffen können und man solle mit dem schwer erkrankten Ehepaar solidarisch sein, so Pusch weiter.

10:48 Uhr - Neuartiges Coronavirus tödlicher als Grippe

Nach den bisher bekannten Zahlen ist das neuartige Coronavirus laut Robert Koch-Institut (RKI) tödlicher als die Grippe. Wie viel höher die Sterberate ausfalle, werde man nach dem Ende der Epidemie sehen, sagte Institutspräsident Lothar Wieler in Berlin. Wie gefährlich das Virus für welche Altergruppen ist, haben wir hier zusammengefasst.

10:15 Uhr - Das Robert-Koch-Institut informiert zur Lage in Deutschland

Momentan sieht das Robert-Koch-Institut keinen Anlass, ähnlich wie in Italien, in Deutschland  ganze Städte oder Gemeinden abzuriegeln. Bundesweite Zahlen, wie viele Menschen zur Zeit in häuslicher Quarantäne befinden, gibt es nicht. Zur Einordnung: In Bayern waren 240 Personen in häuslicher Quarantäne bei 14 Infizierten.

Inzwischen sind weltweit 46 Länder betroffen. Mehr als 80 Prozent der Menschen, die infiziert sind, bilden nur leichte Symptome aus. Aber 15 Prozent der Infizierten erkranken schwer. 1 bis 2 Prozent sterben an der Krankheit und es werde bis Ende des Jahres keinen Impfstoff geben. Bisher können nur Symptome bekämpft werden. Daher setzten die Experten darauf die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.

10:02 Uhr - Frau in Japan zum zweiten Mal positiv auf Coronavirus getestet

In Japan ist eine Frau zum zweiten Mal positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Wie das japanische Gesundheitsministerium bekanntgab, handelt es sich um eine Frau in ihren 40ern aus der Präfektur Osaka. Sie sei am 29. Januar positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Daraufhin habe sich ihr Zustand verbessert, weswegen sie am 1. Februar aus dem Krankenhaus entlassen wurde.

Am 3. Februar sei sie bei einer erneuten Untersuchung negativ getestet worden. Später habe sie zu Hause jedoch Symptome wie Husten, Halsschmerzen und Schmerzen in der Brust gezeigt. Am 26. Februar sei sie dann bei einem erneuten Test wieder positiv getestet worden, hieß es.

Es handelt sich bei dem Fall laut japanischen Medien um den ersten in Japan, bei dem ein Patient nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus ein zweites Mal positiv auf Coronavirus getestet wurde. Der Fall ist ein Hinweis darauf, dass einmal infizierte Menschen danach nicht zwingend immun gegen eine erneute Erkrankung sind.

08:50 Uhr - Erster Nachweis von neuem Coronavirus in Dänemark

Im deutschen Nachbarland Dänemark ist ein erster Fall des neuartigen Coronavirus bestätigt worden. Das gaben die dänische Gesundheitsbehörde und der Fernsehsender TV2 am Donnerstagmorgen bekannt. Demnach handelt es sich um einen Mitarbeiter des Senders, der am Montag aus dem Skiurlaub in Norditalien zurückgekehrt ist. Dort war die Zahl erfasster Sars-CoV-2-Infektionen am vergangenen Wochenende rapide angestiegen.

Es sei nur eine Frage der Zeit bis zum ersten dänischen Fall gewesen, sagte Behördenleiter Søren Brostrøm am Morgen in Kopenhagen. Am Mittwochabend war Sars-CoV-2 erstmals bei einer Person in Norwegen nachgewiesen worden. Bei den skandinavischen Nachbarn Schweden und Finnland gibt es bislang jeweils zwei bestätigte Fälle. 

07:50 Uhr - Verdachtsfälle an Schule von britischen Royals

Vier Kinder an der Schule von Prinz George und Prinzessin Charlotte, den Kindern von der britischen Royals Prinz William und Herzögin Kate, gelten als Verdachtsfälle. Die Mitschüler an der Eliteschule "St. Thomas's Battersea" im Südwesten Londons wurden isoliert und getestet, nachdem sie mit Krankheitssymptomen, die auf den Coronavirus hindeuten, aus dem Skiurlaub in Italien zurückgekehrt waren. Das berichten britische Medien. Die Ergebnisse liegen noch nicht vor.

07:20 Uhr - Firmen sollen sich für Epidemie in Deutschland wappnen

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) ruft die heimischen Firmen auf, sich auf eine Epidemie im Inland vorzubereiten. In China hätten die Unternehmen bereits auf Maßnahmen wie Heimarbeit und Videokonferenzen zurückgreifen müssen, sagt DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier im ZDF. "Das wird uns womöglich auch in Deutschland ereilen", ergänzt er. "Die Unternehmen werden sich wappnen müssen."

06:55 Uhr - Suche nach weiteren Infizierten in NRW

Nach den fünf bestätigten Coronavirus-Fällen in Nordrhein-Westfalen suchen die Behörden nun mit größeren Aktionen nach möglichen weiteren Infizierten. In Gangelt im Kreis Heinsberg sind die rund 300 Besucher einer Karnevalsveranstaltung aufgerufen, sich bei den Behörden zu melden. Alle Besucher und ihre Familien müssten für 14 Tage in häusliche Quarantäne gehen, teilte das NRW-Gesundheitsministerium in der Nacht mit.

In Mönchengladbach läuft am Krankenhaus Maria Hilf die Suche nach Menschen, die Kontakt zu einem mit dem Coronavirus infizierten Arzt hatten. Alle bislang bekannten Infizierten hatten nach Erkenntnissen der Behörden Kontakt mit einem Ehepaar aus Gangelt, das im Moment an der Uniklinik Düsseldorf behandelt wird. Es sei nun entscheidend, alle Kontaktpersonen der Infizierten ausfindig zu machen, sagte ein Sprecher des NRW-Gesundheitsministeriums am Donnerstagmorgen.

In Rheinland Pfalz wird ein infizierter Mann im Bundeswehrkrankenhaus behandelt. Er soll Kontakt zu mindestens einem der Erkrankten aus NRW gehabt haben. In Baden-Württemberg gibt es aktuell vier Coronavirus-Fälle.

Im Laufe des Tages erwarten die Behörden zahlreiche weitere Testergebnisse von Kontaktpersonen, die sich möglicherweise bei dem Ehepaar angesteckt haben könnten. Dazu zählen etwa die Kinder des Paares, die rund 65 Kinder einer Kita und Dutzende Teilnehmer der Karnevalsveranstaltung. Je nach Ergebnis dieser Tests würden die Behörden entscheiden, ob für weitere Personenkreise häusliche Quarantäne angeordnet wird.

06:50 Uhr - Belohnung für die, die sich melden

Die chinesische Stadt Qianjiang aus der von der Epidemie am stärksten betroffenen Provinz Hubei bietet nach Behördenangaben Einwohnern Prämien von umgerechnet rund 1300 Euro, wenn sie Krankheitssymptome melden und positiv auf den Coronavirus getestet werden. In der Stadt gibt es bislang 197 bestätigte Infektionen.

06:45 Uhr - Städte- und Gemeindebund warnt vor Panik

Die deutschen Kommunen warnen angesichts der Ausbreitung des Coronavirus vor Panik. "Deutschland ist nicht erst seit Bekanntwerden des neuen Virus sehr gut auf einen
möglichen Ausbruch von Pandemien vorbereitet", sagte Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. "Derzeit
besteht in Deutschland trotz der jetzt aufgetretenen Infektionsfälle mit dem Coronavirus kein Grund zur Panik."

03:30 Uhr - Südkorea meldet starken Infizierten-Anstieg. Das sind die Zahlen vom 27.02.

Nach dem Ausbruch der Lungenkrankheit Covid-19 in Südkorea steigt die Zahl der Infektionsfälle in dem Land weiter an. Die Gesundheitsbehörden meldeten am Donnerstag 334 neue Fälle. Die Zahl der Menschen, die sich nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt haben, kletterte damit auf 1.595. Bisher wurden zwölf Todesfälle mit dem Virus in Verbindung gebracht. Die Mehrzahl der neuen Fälle konzentriert sich weiter auf die südöstliche Millionen-Stadt Daegu und die umliegende Region.

China meldete für denselben Zeitraum weitere 433 Infektionen und 29 Tote. Damit sind bereits 2.744 Tote in Festlandchina zu beklagen. Die Zahl der offiziell nachgewiesenen Ansteckungen kletterte weiter auf 78.497. In Deutschland liegt die Zahl der Infizierten mittlerweile bei 27. Nach Italien (453) weist Deutschland demnach die zweitmeisten Coronavirus-Patienten in ganz Europa auf. Der Weltgesundheitsorganisation zufolge sind bereits alle Kontinente außer die Antarktis betroffen

02:22 Uhr - Bundeswehr setzt Regierungsflüge trotz Coronavirus-Infektion fort

Germany's Foreign Minister Heiko Maas speaks, during a meeting on the nuclear non-proliferation treaty in the United Nations Security Council, Wednesday, Feb. 26, 2020, at U.N. headquarters. (AP Photo/Bebeto Matthews)
Heiko Maas bei einem Besuch bei den Vereinten Nationen in New York. © AP, Bebeto Matthews, BM

Bundesaußenminister Heiko Maas hofft, dass die Coronavirus-Infektion eines Bundeswehrsoldaten der Flugbereitschaft in Deutschland seine für Donnerstag geplante Rückreise aus den USA nicht beeinträchtigen wird. Auf eine entsprechende Frage eines mitreisenden Journalisten sagte er am Mittwoch in New York: "Wenn es meine Rückreise gefährden würde, würde es auch Ihre Rückreise gefährden. Ich hoffe, dass wir beide rechtzeitig nach Deutschland zurückkommen."

Maas war am Mittwochmorgen mit einer Maschine der Bundeswehr-Flugbereitschaft zu einem Besuch bei den Vereinten Nationen in New York aufgebrochen. Zu diesem Zeitpunkt war bereits bekannt, dass es bei der in Köln-Wahn stationierten Luftwaffeneinheit einen Verdachtsfall gab. Die Bestätigung der Infektion kam allerdings erst am Abend, nachdem Maas bereits in den USA gelandet war.

Die Luftwaffe teilte am Mittwochabend auf Twitter mit, dass die Flugbereitschaft "nach derzeitigem Sachstand die bisher geplanten Einsatzflüge durchführen" könne. Neben Maas ist derzeit auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit der Flugbereitschaft unterwegs. Er reist am Donnerstag von Kenia in den Sudan weiter, bevor er nach Deutschland zurückkehrt.

Der 41-jährige Soldat der Flugbereitschaft wird seit Mittwoch im Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz behandelt. Nach Angaben der Bundeswehr ist er "in einem gutem Zustand". Derzeit wird geprüft, mit wem er in Kontakt war. Der Militärflughafen Köln-Wahn wurde am Mittwoch aber aus Sicherheitsgründen vorübergehend geschlossen.

02:21 Uhr - Marburger Bund: Krankenhäuser auf Coronavirus vorbereitet

Deutschlands Krankenhäuser sind nach Einschätzung des Marburger Bundes auf eine Ausbreitung des neuen Coronavirus gut vorbereitet. Bereits bisher verfügten die Kliniken über klare Strukturen dazu, was im Fall von Infektionen zu tun sei, sagte die Vorsitzende des Ärzteverbands, Susanne Johna, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Johna ist zugleich das für Epidemiologie zuständige Vorstandsmitglied der Bundesärztekammer. Dabei gehe es etwa um die Wegeführung im Krankenhaus sowie um die Unterbringung der betroffenen Patienten in Einzelzimmern mit Nasszelle. "Wir sind in Deutschland gut aufgestellt, aber wenn das Infektionsgeschehen außer Kontrolle gerät und Infektionsketten nicht sicher nachvollzogen werden können, wird es schwerer, die Krankheit einzudämmen."

01:23 Uhr - Trump zuversichtlich bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus

Donald Trump und die Coronavirus Task-Force bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus.
Donald Trump und die Coronavirus-Taskforce bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. © dpa, Evan Vucci, kay

Donald Trump und die Coronavirus-Taskforce gaben in der Nacht zu Donnerstag eine Pressekonferenz im Weißen Haus. Trump zeigte sich zuversichtlich, der neuartigen Lungenkrankheit gewappnet zu sein. Alle Infizierte im Land würde man wieder heilen können, acht seien bereits wieder zuhause. Ein Reiseverbot nach China oder Südkorea sei derzeit nicht geplant, wäre aber auch nicht undenkbar. Er rät seinen Bürgern, lieber im eigenen Land zu reisen.

Ganze US-Städte wolle man zunächst nicht in Quarantäne setzen: „Wir glauben nicht, dass das notwendig wäre, aber man muss darauf vorbereitet sein“, hieß es. Zuletzt empfahl er noch auf ausreichende Vorsichtsmaßnahmen zu achten: „Behandelt es wie die Grippe“. An der klassischen Grippe, die ähnliche Symptome wie das Coronavirus hat, würden in den USA jährlich 25.000 bis 69.000 Menschen sterben. Trump empfahl das häufige Handewäschen und auf die ein oder andere Geländerstange zu verzichten.

Auch auf einen vermeintlichen Impfstoff einer US-Gentech-Firma wurde Stellung bezogen. Dr. Anthony Fauci, Immunologe am National Institutes of Health, berichtete, dass man die Impfstoffe über die nächsten Monate testen würde. Bis zur Marktreife könne aber noch ein ganzes Jahr vergehen.

1:12 Uhr - Kein Coronavirus-Nachweis bei Kontaktpersonen aus Uniklinik Köln

Bei mehr als 40 Menschen, die in der Uniklinik Köln Kontakt mit dem ersten nachgewiesenen Coronavirus-Patienten in Nordrhein-Westfalen gehabt haben sollen, ist bei einem Test das neuartige Virus nicht nachgewiesen worden. Bis zur endgültigen Entwarnung müsse wegen der theoretischen Inkubationszeit jedoch das Ende der zweiwöchigen Isolation abgewartet werden, teilte die Stadt in der Nacht auf Donnerstag mit.

Am Mittwoch war bekannt geworden, dass der 47-Jährige aus Gangelt im Kreis Heinsberg noch in der vergangenen Woche in der Kölner Uniklinik wegen einer anderen Sache behandelt worden war. In dieser Zeit soll er Kontakt zu zehn Mitarbeitern und 31 anderen Patienten gehabt haben, die mit ihm in den Wartebereichen saßen. Alle 41 Kontaktpersonen seien ausfindig gemacht worden und würden von medizinischen Teams auf das Virus getestet, hatte das Gesundheitsamt der Stadt am Mittwoch mitgeteilt.

00:47 Uhr - Saudi-Arabien schränkt Einreise für Pilger und Touristen ein

Saudi-Arabien hat aus Sorge vor einer Verbreitung des Coronavirus seine Grenzen für Pilgerreisen von Ausländern in die beiden Städte Mekka und Medina geschlossen. Dabei handele es sich um eine vorübergehende Präventionsmaßnahme, teilte das Außenministerium in Riad mit, wie die staatliche saudische Nachrichtenagentur SPA am späten Mittwochabend meldete.

Vorerst ausgesetzt würden auch Einreisen mit Touristenvisa aus Ländern, in denen die Verbreitung des Virus einen Gefahr darstelle. Für welche Länder genau diese Regelung gilt, wurde zunächst nicht mitgeteilt. Damit solle verhindert werden, dass das Coronavirus Saudi-Arabien erreiche, hieß es weiter.

In Saudi-Arabien gibt es bisher keine bestätigten Covid-19-Infizierten. Im Nachbarland Bahrain werden derzeit 33 Fälle behandelt. Das Königreich verkündete am Abend, dass sämtliche Flüge aus und nach Libanon sowie dem Irak gestrichen wurden.

Meldungen von Mittwoch, 26. Februar

23:22 Uhr - Coronavirus-Krisenstab in NRW sucht rund 300 Karnevalsbesucher

Der Coronavirus-Krisenstab in NRW hat alle Besucher einer Karnevalsveranstaltung in Gangelt gebeten, sich zu melden. Sie sollen in Quarantäne bleiben, wie der Kreis Heinsberg am Mittwochabend mitteilte. Der Grund: An der Karnevalssitzung soll auch ein Ehepaar teilgenommen haben, bei dem das neuartige Coronavirus nachgewiesen wurde. Es handelte sich um die ersten beiden bestätigten Fälle in NRW. Das Paar wird seit der Nacht zu Mittwoch in der Uniklinik Düsseldorf behandelt.

Der Kreis Heinsberg geht davon aus, dass an der Karnevalssitzung in einem Saal am 15. Februar etwa 300 Besucher teilgenommen haben. Diese sowie deren Partner und gegebenenfalls Kinder und andere Mitbewohner müssten für 14 Tage in häuslicher Quarantäne verbleiben, hieß es. Die Besucher der Kappensitzung im Ortsteil Langbroich-Harzelt würden gebeten, sich umgehend zu melden. Es werde dringend darum gebeten, nicht die Notrufnummern zu blockieren oder selbstständig Arztpraxen oder Krankenhäuser aufzusuchen.

22:19 Uhr - Zwei weitere Infektionen mit Coronavirus in NRW

26.02.2020, Nordrhein-Westfalen, Gangelt: Das Ortsschild von Langbroich, einem Ortsteil der Gemeinde Gangelt, ist am Rand des Ortes zu sehen. Aus diesem Ort kommt der erste bestätigte Coronavirus-Fall in Nordrhein-Westfalen. Foto: Henning Kaiser/dpa
Coronavirus - Gangelt, Kreis Heinsberg © dpa, Henning Kaiser, hka wst

In Nordrhein-Westfalen sind zwei weitere Personen nachweislich am Coronavirus erkrankt. Im Zuge der Überprüfung von Kontaktpersonen des erkrankten Ehepaares aus der Gemeinde Gangelt hätten sich zwei neue bestätigte Covid-19-Fälle ergeben, teilte der Kreis Heinsberg am Mittwochabend mit. Dabei handele es sich um eine Mitarbeiterin des schwer erkrankten 47-Jährigen und deren Lebensgefährten, wie ein Sprecher des Kreises sagte.

21:24 Uhr - Arzt in Mönchengladbach positiv auf Coronavirus getestet

Im nordrhein-westfälischen Mönchengladbach ist offenbar ein Arzt der Kliniken Maria Hilf positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das bestätigte ein Sprecher des Krankenhauses der "Rheinischen Post". Demnach handelt es sich um einen Mann aus dem Kreis Heinsberg, der sich bei dem 47-Jährigen aus Gangelt angesteckt haben soll. Der Sprecher betonte laut dem Bericht, dass es zu der Infektion nicht im Rahmen seiner Arbeit in der Klinik gekommen sei. Damit steigt die Zahl der bekannten Infektionen in NRW auf vier. 

20:45 Uhr - Wucherpreise für Mundschutz: Razzien bei Amazon und Ebay

ITALY - CORONAVIRUS IN ITALY Images in the streets of Milan in full emergence Coronavirus. The epidemic is accelerating and even though the country has put in place precautionary measures without precedent in Europe, fear is spreading. Milan, 25 Feb
Italien ist inzwischen der größte Infektionsherd des neuartigen Coronavirus in Europa. © imago images/Hans Lucas, Caterina Suzzi via www.imago-images.de, www.imago-images.de

In Italien hat die Finanzpolizei wegen Geschäftemacherei im Zusammenhang mit der Corona-Epidemie Razzien bei Niederlassungen der Online-Händler Ebay und Amazon durchgeführt. Dabei wurden Dokumente und Computerdaten beschlagnahmt, wie die Behörde mitteilte. Außerdem sei auf Märkten und im Internet versucht worden, Desinfektionssprays zu Wucherpreisen und Mundschutz ohne jedes Qualitätssiegel zu verkaufen. 

Der italienische Verbraucherverband UNC begrüßte die Ermittlungen der Behörden. "Es ist eine nationale Schande, auf dem Rücken der Italiener zu spekulieren", erklärte UNC-Präsident Massimiliano Cona. "Das Problem ist nicht nur der astronomische Preis der Produkte, sondern auch der Verkauf von Masken, die nicht den Vorschriften entsprechen und nicht einmal schützen würden, wenn sie ein mit dem Coronavirus infizierter Mensch trägt", fügte Cona hinzu.

19:55 Uhr - Soldat in Rheinland-Pfalz positiv auf Coronavirus getestet

ARCHIV - 07.01.2015, Nordrhein-Westfalen, Köln: Ein Schild mit der Aufschrift «Flugbereitschaft MBVg Köln» steht am Militärflughafen Köln-Wahn in Köln (Nordrhein-Westfalen). Nach dem ersten nachgewiesenen Coronavirus-Patienten in Nordrhein-Westfalen
Der Soldat hatte auf einer Karnevalsveranstaltung Kontakt zu dem Infizierten (47) aus Nordrhein-Westfalen. © dpa, Maja Hitij, mjh pzi

Ein Soldat der Flugbereitschaft der Bundesregierung ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er werde zurzeit im Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz behandelt, teilte die Bundeswehr am Mittwoch mit. 

Der Soldat hatte auf einer Karnevalsveranstaltung Kontakt zu dem Infizierten (47) aus Nordrhein-Westfalen, dessen Erkrankung gestern gemeldet worden war. Aus Sicherheitsgründen wurde am Mittwoch der Militärflughafen Köln-Wahn, Sitz der Flugbereitschaft und Arbeitsplatz des Soldaten, für einige Zeit geschlossen. Die Sperrung wurde dann aber wieder aufgehoben.

18:53 Uhr - Wegen Coronavirus-Verdacht: Regionalzug in Idar-Oberstein gestoppt

26.02.2020, Rheinland-Pfalz, Idar-Oberstein: Rettungssanitäter stehen am Bahnhof. Die Bundespolizei in Idar-Oberstein hatte hier einen Regionalzug mit etwa 70 Fahrgästen wegen Coronavirus-Verdachts gestoppt. Es habe einen Hinweis gegeben, dass ein Re
Rettungssanitäter stehen am Bahnhof in Idar-Oberstein. © dpa, Sebastian Schmitt, cul

Die Bundespolizei in Idar-Oberstein hat am Mittwoch einen Regionalzug mit etwa 70 Fahrgästen wegen Coronavirus-Verdachts gestoppt. Es habe einen Hinweis gegeben, dass ein Reisender möglicherweise mit dem Virus infiziert sei, sagte eine Sprecherin des rheinland-pfälzischen Gesundheitsministeriums. Der Zug von Frankfurt am Main nach Saarbrücken sei um 16.15 Uhr im Bahnhof Idar-Oberstein gestoppt worden, teilte eine Sprecherin des Bahnunternehmens vlexx mit.

Bei der Bundespolizei in Kaiserslautern fügte ein Sprecher hinzu, der Einsatz der Polizeibeamten sei abgeschlossen, der Zug habe den Bahnhof am Abend verlassen. Die vlexx-Sprecherin sagte, die Reisenden könnten ihre Fahrt fortsetzen.

18:39 Uhr - Neuer bestätigter Corona-Fall in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg hat sich ein weiterer Mann mit dem Coronavirus infiziert. Der 32-Jährige aus dem Landkreis Rottweil sei aus dem Risikogebiet in Italien (Provinz Lodi, Codogno) eingereist und habe keine Verbindungen zu den bislang gemeldeten drei Patienten in Tübingen, teilte das Gesundheitsministerium in Stuttgart mit.

Der Mann hatte sich aufgrund der typischen grippeähnlichen Symptome beim örtlichen Gesundheitsamt gemeldet. Am frühen Mittwochabend hat sich der Verdacht schließlich bestätigt. Der Patient wird nun in einem Krankenhaus betreut und isoliert von den anderen Patientinnen und Patienten behandelt. 

18:30 Uhr - Zwölf Corona-Tote in Italien

25.02.2020, Italien, Turin: Mitarbeiter in Schutzanzügen stehen in einem Krankenhaus neben einer Liege. Bei dem neuen Coronavirus steigt in Italien die Zahl der Toten und Infizierten weiter an. Foto: Diego Puletto/SOPA Images via ZUMA Wire/dpa +++ dp
Die Zahl der Toten in Italien wird mit zwölf angegeben. © dpa, Diego Puletto, zeus lix nwi

Nach Angaben des italienischen Amts für Zivilschutz, ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Patienten inzwischen auf 374 gestiegen. Die Zahl der Toten wird mit zwölf angegeben.

18:15 Uhr - Gesundheitsminister: Wir befinden uns am Beginn einer Corona-Epidemie

26.02.2020, Berlin: Jens Spahn (CDU), Bundesgesundheitsminister, spricht bei einer Pressekonferenz über die Situation in Zusammenhang mit dem Coronavirus und zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Sterbehilfe. Foto: Christophe Gateau/dpa +++ dp
Gesundheitsminister Jens Spahn erwartet eine deutlich stärkere Verbreitung des neuartigen Coronavirus in Deutschland. © dpa, Christophe Gateau, cgt

Gesundheitsminister Jens Spahn erwartet eine deutlich stärkere Verbreitung des neuartigen Coronavirus in Deutschland. "Wir befinden uns am Beginn einer Corona-Epidemie in Deutschland", sagte Spahn am Mittwoch in Berlin. "Die Infektionsketten sind teilweise - und das ist eine neue Qualität - nicht nachzuvollziehen." Vor diesem Hintergrund sei es fraglich, ob die bisherige Strategie zum Eingrenzen des Virus und zum Beenden der Infektionsketten weiter aufgehe. Das Virus war jüngst bei zwei Menschen in Nordrhein-Westfalen und drei Personen in Baden-Württemberg neu nachgewiesen worden.

17:14 Uhr - Kita in NRW bleibt zwei Wochen geschlossen

26.02.2020, Nordrhein-Westfalen, Gangelt: Blick auf eine Kindertagesstätte im Ortsteil Breberen. Eine hier arbeitetende Kindergärtnerin hatte sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Die Einrichtung bleibe für insgesamt zwei Wochen geschlossen,
Nach der Infektion einer Kindergärtnerin soll die betroffene Einrichtung in Gangelt für insgesamt zwei Wochen geschlossen bleiben. © dpa, Jonas Güttler, jgu cul

Nach der Infektion einer Kindergärtnerin mit dem neuartigen Coronavirus soll die betroffene Einrichtung in Gangelt an der deutsch-niederländischen Grenze für insgesamt zwei Wochen geschlossen bleiben. Das teilte der Kreis Heinsberg am Mittwoch mit. Die Kita mit 65 Plätzen sei bereits seit Anfang der Woche dicht. Die Einrichtung selbst schrieb auf ihrer Internetseite, dass sie bis zum 6. März geschlossen bleibe.

Die infizierte 46-Jährige hat noch bis Freitag in der Kindertagesstätte im Ortsteil Breberen gearbeitet. Die Inkubationszeit - der Zeitraum zwischen Infektion und Beginn von Symptomen - beträgt nach derzeitigem Stand meist 2 bis 14 Tage.

Nach Worten von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sollen alle Kinder der Kita auf das Virus untersucht werden. "Da werden jetzt die sogenannten Abstriche gemacht und wir werden irgendwann morgen wissen, ob Kinder infiziert sind oder nicht", hatte Laumann am Mittag in Düsseldorf gesagt. Die Kinder und deren Eltern seien gebeten worden, zu Hause zu bleiben.

16:47 Uhr - Oberarzt (60) und Frau (24) mit Coronavirus infiziert

Die beiden neuen Infektionen mit dem Coronavirus in Tübingen hängen direkt mit dem ersten erkrankten Patienten (25) im Kreis Göppingen zusammen, das teilte das Universitätsklinikum auf einer Pressekonferenz am Nachmittag in Tübingen mit. Demnach handelt es sich bei den Erkrankten um die Reisebegleiterin (24) des Patienten aus dem Italien-Urlaub sowie deren Vater (60). Er ist Oberarzt in der Pathologie der Uni-Klinik Tübingen. Dienstag habe der Oberarzt noch an der Tumorkonferenz der Klinik teilgenommen. Es seien ein Dutzend Oberärzte getestet und aus der Krankenversorgung rausgenommen worden. Sie seien unter Beobachtung.

Die beiden neuen Patienten gehörten zu den insgesamt 13 Kontaktpersonen des Mannes aus dem Landkreis Göppingen, die bekannt und informiert worden seien.

15:47 Uhr - Zwei weitere Coronavirus-Infektionen in Baden-Württemberg

26.02.2020, Baden-Württemberg, Göppingen: An der Klinik am Eichert fährt ein Rettungswagen am Ortsschild von Göppingen vorbei. In Göppingen wurde der erste Coronakranke in Baden-Württemberg bestätigt. Foto: Stefan Puchner/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Coronavirus - Klinik Göppingen © dpa, Stefan Puchner, puc lop

In Baden-Württemberg haben sich zwei weitere Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Das teilte die Universitätsklinik Tübingen am Mittwoch mit. Zuvor war bereits ein Fall aus dem Kreis Göppingen bekannt.

15:20 Uhr – Quarantäne-Hotel auf Teneriffa: Über 100 Deutsche

Neben dem Touristen aus Norditalien und seiner Frau wurden mittlerweile zwei weitere Italiener aus seiner Reisegruppe positiv getestet, wie die Gesundheitsbehörden der Kanarischen Inseln mitteilten. Sie werden im Krankenhaus behandelt. In dem Hotel halten sich offenbar über hundert Deutsche auf. "Wir gehen derzeit von einer niedrigen dreistelligen Anzahl Deutscher aus, die sich in dem Hotel befinden", heißt es im Auswärtigen Amt in Berlin. "Unser Konsulat in Las Palmas de Gran Canaria und auch der Honorarkonsul auf Teneriffa verfolgen die Entwicklungen genau und standen bereits mit einigen Betroffenen telefonisch in Kontakt."

Zuvor berichtete auch der deutsche Urlauber Lars Winkler im Telefoninterview mit der Deutschen Presseagentur, dass ein großer Teil der Menschen, die sich in dem Hotel aufhalten, Deutsche seien. Er schildert die Situation in dem abgeriegelten Hotel in Adeje so: "Um zwei Uhr morgens klopfte es plötzlich an unserer Tür, dann wurde Fieber gemessen." Menschen in einer Art OP-Kleidung seien von Tür zu Tür gegangen und hätten die Gäste geweckt, erzählt der Urlauber weiter. Ob es sich dabei um Ärzte gehandelt habe, sei nicht klar. "Zudem haben wir selbst Fieberthermometer und einen Mundschutz bekommen." 

14:15 Uhr - Kindergartenkinder in häuslicher Quarantäne

Die infizierte Ehefrau des 47-jährigen Mannes arbeitete als Kindergärtnerin. Die von ihr betreuten Kita-Kinder befinden sich aktuell in einer häuslichen Quarantäne. Das erkrankte Ehepaar hat zwei schulpflichtige Kinder. Diese zeigen derzeit keine Symptome und werden von der Oma, ebenfalls in häuslicher Quarantäne, betreut.  

14:10 Uhr - Infiziertes Ehepaar aus NRW hatte zahlreiche Kontakte

Der mit dem Coronavirus infizierten Mann aus NRW zeigte bereits länger Symptome. Trotzdem waren er und seine Frau noch auf einem Kurzurlaub in den Niederlanden. Zudem besuchte das Paar aus dem Kreis Heinsberg eine Karnevalssitzung in Gangelt-Langbroich. Menschen die diese Sitzung besucht hätten, sollten "wenn es geht, zu Hause bleiben", so Landrat Stephan Pusch. Wenn Symptome aufträten, solle ein Arzt informiert werden. Im Landkreis Heinsberg wurde inzwischen ein Krisenstab eingerichtet. "Wir haben es hier mit einer dynamischen Lage zu tun. Wir fahren die Strategie, die Infektionskette zu unterbrechen - soweit das möglich ist". Bei dem 47-jährigen Mann sei das schwierig, so Pusch. Der Patient sei vor seiner Diagnose zehn bis 14 Tage mit Symptomen unterwegs gewesen. 

14.05 Uhr - NRW-Gesundheitsminster: "Erkrankte Frau ist Kindergärtnerin"

Die Ehefrau des erkrankten 47-jährigen Mannes aus dem Kreis Heinsberg ist Kindergärtnerin. Die Frau wurde inzwischen ebenfalls positiv auf das Virus getestet. Bis Karneval habe sie noch gerabeitet, berichtet der NRW-Gesundheistminister Karl-Josef Laumann auf einer Pressekonferenz. Ziel sei es nun, die Infektionskette des Ehepaars zu rekonstruieren und zu unterbrechen.   

13:50 Uhr - Engpass bei Atemschutzmasken in Italien

Atemschutzmasken sind ausverkauft
Leergekaufte Regale in Mailand © Adam Halup / RTL, Adam Halup

In Italien werden Atemschutzmasken knapp. Der größte Fachhändler für Arbeitsschutzkleidung in Mailand ist nahezu komplett ausverkauft, berichten RTL-Reporter. Nur noch die teuren Modelle für 130 Euro seien in kleinen Stückzahlen verfügbar, erklärt der Händler. 5000 neue Masken seien bestellt, allerdings würden die Menge nicht reichen, um die große Nachfrage zu bedienen.    

13:14 Uhr - NRW: Frau eines Erkrankten ist ebenfalls infiziert

Nach RTL-Informationen gibt es in  NRW einen weiteren bestätigten Coronavirus-Fall. Die Frau des Erkrankten, der zur Zeit auf der Intensivstation der Düsseldorfer Uniklinik behandelt wird, wurde inzwischen positiv auf den Virus getestet.

Laut dem Universitätsklinikum Düsseldorf ist der Zustand des 47-jährigen Mannes weiterhin ernst, aber derzeit stabil. Bei dem anderen Patienten zeigten sich aktuell keine schweren Symptome.

13:05 Uhr - Erkrankter 25-jähriger in Baden-Württemberg hatte 13 Kontaktpersonen

Der 25-jährige aus Baden-Württemberg, der sich bei einer Italienreise mit dem neuen Virus angesteckt hat, hatte 13 Kontaktpersonen. Das bestätigte der Landesgesundheitsminister Manfred Lucha. Alle seien inzwischen kontaktiert worden. Man beurteile die Erkrankung in Baden-Württemberg weiterhin als Einzelfall, sagte er weiter, und rief zur Besonnenheit auf.

12:40 Uhr - Bisher keine Versorgungsengpässe durch das Virus

Das Coronavirus hat für Konsum und Verfügbarkeit von Waren in Deutschland bisher keine Konsequenzen. "Ob die weitere Verbreitung des Virus die Konsumstimmung beeinflusst,
bleibt abzuwarten", sagt ein Sprecher des Einzelhandelsverbandes HDE. "Einschränkungen bei der Warenverfügbarkeit im Handel in Deutschland sind bislang nicht festzustellen. Bei dem ein oder
anderen Produkt kann es aber bei sich weiter ausdehnenden Quarantänezonen in den Lieferländern künftig auch kurzfristig zu Engpässen kommen." Die Versorgung der Bevölkerung sei jedoch gewährleistet.

12:35 Uhr - Bundesregierung: Bereiten uns auf mehr Coronavirus-Fälle vor

Mit der Ausbreitung des Coronavirus in Italien und den neuen Fällen in Deutschland ist nach Einschätzung der Bundesregierung eine "neue Situation" entstanden. Das sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. "Das Virus ist uns damit deutlich nähergerückt", sagte Seibert. Bisher sei es gelungen, einzelne Infizierte zu isolieren und zu behandeln und somit eine Ausbreitung zu verhindern. Die Regierung bereite sich aber auf eine mögliche Zunahme der Fallzahl vor. Eine Expertengruppe mehrerer Bundesministerien wollte dazu am Mittwoch erneut im Kanzleramt zusammenkommen, wie Seibert mitteilte. Mit den Gesundheitsbehörden vor Ort werde geprüft, welche Maßnahmen nötig seien, um die Viruszirkulation einzudämmen.


So würden etwa Risikogruppen identifiziert, sagte eine Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums. Das Robert Koch-Institut (RKI) werde fortan alle zwei Tage die Öffentlichkeit per Pressebriefing unterrichten. Die in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg wegen der dortigen Fälle eingerichteten Krisenstäbe würden vom Gesundheitsressort und dem RKI unterstützt.

12:30 Uhr - WHO warnt vor Verwendung des Begriffs "Pandemie"

Die Weltgesundheitsorganisation warnt vor der leichtfertigen Verwendung des Begriffs Pandemie. Der Begriff an sich habe keinen Nutzen, könne aber ungerechtfertigte Ängste und Stigamata vervielfachen und Systeme lahmlegen, sagt WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Außerdem könnte die Verwendung des Wortes signalisieren, dass das Virus nicht längere einzudämmen
sei. Dies aber sei nicht wahr.

12:26 Uhr - Coronavirus-Patient war noch vergangene Woche in Kölner Uniklinik

PK der Stadt Köln zu Coronavirus
Coronavirus-Patient war noch vergangene Woche in Kölner Uniklinik. © rtl west, RTL West, Sommer, Sabrina

Der erste nachgewiesene Coronavirus-Patient in Nordrhein-Westfalen ist noch in der vergangenen Woche in der Kölner Uniklinik behandelt worden. Er habe sich am 13. und am 19. Februar zu regulären Nachsorgeuntersuchungen in der Uniklinik aufgehalten, sagte am Mittwoch ein Sprecher der Stadt Köln bei einer Pressekonferenz. Nachdem das Gesundheitsamt am Dienstagabend darüber informiert worden sei, dass bei dem Mann das Coronavirus festgestellt worden sei, habe man ermittelt, wer mit dem Patienten in Kontakt gekommen sei. Ermittelt worden seien zehn Mitarbeitende der Uniklinik und 31 Patienten.

12:25 Uhr - Erstmals Coronavirus in Griechenland bestätigt

Die griechischen Gesundheitsbehörden haben erstmals eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus bestätigt. Betroffen sei eine 38 Jahre alte Frau, die in einem Krankenhaus der nordgriechischen Hafenstadt Thessaloniki isoliert worden sei, teilte das Gesundheitsministerium mit. Die Frau hatte in den vergangenen Tagen Norditalien besucht und war danach nach Griechenland zurückgereist, wie es hieß. Nun suchen die Behörden nach anderen Personen, die in Kontakt mit der infizierten Frau gekommen waren, berichtete das Staatsfernsehen (ERT).

12:20 Uhr - Italien meldet weiteren Toten

In Italien ist ein zwölfter Coronavirus-Patient gestorben, wie die Behörden berichten. Weitere Details zum dem Patienten oder der Patientin wurden zunächst nicht bekannt.

12:05 Uhr - Hamsterkäufe im Kreis Heinsberg

In Gangelt, NRW decken sich viele Einwohner mit Vorräten für die nächsten Tage ein. Das konnte ein RTL-Reporter am Vormittag vor einem Supermarkt im Kreis Heinsberg beobachten. „Das ist das totale Chaos hier, weil jetzt Gott und die Welt einkaufen geht“ berichten Kunden. Eine andere Frau erzählt, sie habe über eine Stunde an der Kasse angestanden.

11:55 Uhr - Großbritannien: Tests nach dem Zufallsprinzip als Frühwarnsystem

Großbritannien untersucht Grippekranke nach dem Zufallsprinzip auf das Coronavirus, um ein Frühwarnsystem für die Ausbreitung des Krankheitserregers auf der Insel zu haben. "Wir erhöhen unsere Wachsamkeit, nachdem sich das Virus offenbar außerhalb Chinas verbreitet", sagt der Chef der Gesundheitsbehörde, Paul Cosford, der BBC. Bisher verzeichnet Großbritannien 13 Infektionen mit dem Virus.

11:43 Uhr - Schulen und Kitas im Kreis Heinsberg bleiben wohl bis Montag geschlossen

Nach RTL- Informationen bleiben alle Schulen und Kindertagesstätten im Kreis Heinsberg bis einschließlich Montag geschlossen. Das gleiche gilt wohl für die Dienststellen der Verwaltung und den Publikumsverkehr.

11:19 Uhr - Details zum Todesfall in Frankreich und neue Infektionen

Bei dem in Frankreich Verstorbenen handelte es sich um einen 60-Jährige Franzosen, der in Paris in einem sehr ernsten Zustand in ein Krankenhaus gebracht worden war und dort in der Nacht zu Mittwoch gestorben sei, teilte Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon mit. Dabei handelte es sich um den ersten Todesfall eines französischen Staatsbürgers in Frankreich. Mitte Februar war bereits ein 80 Jahre alter chinesischer Tourist in Frankreich gestorben.


Neben dem Todesfall gebe es zwei weitere bestätigte Fälle des Virus, sagte Salomon. In Amiens werde ein 55-Jähriger Franzose auf der Intensivstation behandelt. In Straßburg sei das Virus bei einem 36-Jährigen bestätigt worden, der sich zuvor in der italienischen Region Lombardei aufgehalten habe, sagte Salomon. Der Gesundheitszustand des Mannes sei nicht besorgniserregend. Mit den neuen Fällen steigt die Zahl der in Frankreich gemeldeten Infektionen insgesamt auf 17.

10:46 Uhr - Löhne müssen bei möglichen Betriebsschließungen weiter gezahlt werden

Kommt es wegen des Coronavirus zu behördlich veranlassten Betriebsschließungen, haben die Beschäftigten dem Bundesarbeitsministerium zufolge Anspruch auf die Fortzahlung ihrer Löhne. "Die ausgefallenen Arbeitszeiten müssen "grundsätzlich nicht nachgearbeitet werden", zitiert das
Redaktionsnetzwerk Deutschland einen Ministeriumssprecher. Derartige Fälle zählten zum Betriebsrisiko.

10:40 Uhr - Iran: 19 Tote durch das Coronavirus

Der Iran verzeichnet nach einem Bericht des staatlichen Fernsehens bisher 19 Coronavirus-Tote. In den vergangenen 24 Stunden seien zudem 44 neue Infektionen bestätigt worden, berichtet das Fernsehen unter Berufung auf die Gesundheitsbehörden.

10:20 Uhr - Franzose stirbt an Coronavirus

In Frankreich ist ein weiterer Coronavirus-Patient gestorben. Laut Medienberichten soll es sich um einen 60-jährigen handeln. Außerdem seien drei neue Infektionen festgestellt worden, erklärt die Gesundheitsbehörde. Die Gesamtzahl der Fälle in Frankreich liege damit bei 17.

10:15 Uhr - Patient in Baden-Württemberg in stabiler Verfassung

Der erste Coronavirus-Patient in Baden-Württemberg befindet sich nach Angaben des 
Sozialministeriums in stabilem Zustand. Der 25-jährige Mann, der sich vermutlich während einer Italienreise in Mailand angesteckt hat, ist in der Klinik am Eichert in Göppingen untergebracht,
wie ein Sprecher des Ministeriums sagt.

09:45 Uhr - Lufthansa reagiert mit Einstellungsstopp auf Coronavirus-Krise

Wegen der wirtschaftlichen Folgen des neuartigen Coronavirus hat der Lufthansa-Konzern ein Programm zur Kostensenkung gestartet. Geplante Neueinstellungen werden derzeit überprüft, ausgesetzt oder auf einen späteren Zeitpunkt verschoben, teilte das Unternehmen mit. Darüber hinaus sollen die Mitarbeiter zu unbezahltem Urlaub und geringeren Arbeitsvolumen in Teilzeit bewegt werden. Hintergrund ist der stark reduzierte Asienverkehr.

Die Lufthansa Group hat bis Ende März sämtliche Passagierflüge zum chinesischen Festland gestrichen. Auch für Verbindungen nach Hongkong kündigte der Konzern wegen der schwachen Nachfrage weitere Streichungen an. Rein rechnerisch stünden zurzeit 13 Langstreckenflugzeuge der Lufthansa Group am Boden.

Neue Schulungskurse für Bord- und Bodenpersonal wurden abgesagt. Die Teilnehmer aus den bereits laufenden Kursen könnten vorerst nicht übernommen werden, sollen aber mittelfristig Arbeitsverträge erhalten.

07:25 Uhr - NRW-Gesundheitsministerium berät weiteres Vorgehen

Das Gesundheitsministerium in Nordrhein-Westfalen berät heute über das weitere Vorgehen nach der ersten nachgewiesenen Coronvirus-Infektion in dem Bundesland. Es seien Gespräche geplant, um die Situation zu bewerten, sagte ein Sprecher. Der Zustand des ersten Coronavirus-Patienten in NRW sei unverändert kritisch. Bei der Ehefrau des Mannes, die ebenfalls mit Symptomen einer Viruserkrankung stationär behandelt wurde, handele es sich weiterhin um einen Verdachtsfall - ein Ergebnis liege noch nicht vor.

Für wen das Virus besonders gefährlich ist wurde bereits anhand von 44.000 Patientendaten analysiert. Hier haben wir die Ergebnisse für sie zusammengefasst.

07:20 Uhr - Banknoten in China sollen desinfiziert werden

In China sollen Banknoten desinfiziert werden, um Neuansteckungen zu unterbinden. Der Zeitung "China Securities Journal" zufolge wurden entsprechende Vorgaben von der Finanzaufsicht CBIRC verbreitet. Demnach ist ferner vorgesehen, dass Banken auch ihre Schalter und andere von Kunden häufig besuchte Orte häufiger zu desinfizieren.

07:05 Uhr - Keine Einschränkungen beim Bahnverkehr nach Coronavirus-Fall in NRW

Nach der Ansteckung eines Mannes mit dem neuartigen Coronavirus im Kreis Heinsberg sind zunächst keine Einschränkungen im Bahnverkehr in der Region in Nordrhein-Westfalen geplant. Das sagte eine Sprecherin von DB Regio NRW. Man sei jedoch "im ständigen Austausch" mit den Behörden, sagte die Sprecherin mit Blick auf Maßnahmen gegen eine mögliche Ausbreitung, zu denen auch eine Einschränkung des öffentlichen Nahverkehrs gehören könnte.   

Der Mann war am Montag mit Symptomen einer schweren Lungenentzündung in einem Krankenhaus in Erkelenz bei Aachen aufgenommen worden. Er wurde dort auf der Intensivstation isoliert und sollte in der Nacht zu Mittwoch ins Uniklinikum Düsseldorf gebracht. Nach dpa-Informationen ist der Patient Mitte 40 und leidet an einer Vorerkrankung. Seine Ehefrau werde mit Symptomen einer Viruserkrankung ebenfalls stationär behandelt. Ihr Zustand sei aktuell stabil. Wann die Diagnose feststeht, ob sie sich ebenfalls mit dem Virus infiziert habe, war zunächst unklar.

06:45 Uhr - Einreiseverbot für Italiener und Südkoreaner in El Salvador

Wegen der Ausbreitung des neuen Coronavirus hat El Salvador ein Einreiseverbot für Italiener und Südkoreaner verhängt. Bürger und Diplomaten, die kürzlich aus diesen Ländern eingereist seien, müssten für 30 Tage in Quarantäne, teilte der Präsident des mittelamerikanischen Landes, Nayib Bukele, auf Twitter mit. In dem kleinen Land mit rund sieben Millionen Einwohnern wurde bisher noch kein Covid-19-Fall gemeldet.

05:00 Uhr -Die aktuellen Zahlen am 26.02.

Guten morgen, liebe Leser. Wir starten mit einem Überblick in den Tag:

Der Weltgesundheitsorganisation zufolge sind weltweit bisher 80.994 Menschen am Coronavirus erkrankt. Insgesamt 2.760 Todesfälle wurden registriert, der Großteil davon in der besonders schwer betroffenen Region Hubei im Herzen Chinas. Alleine China meldete weitere 52 Todesfälle und 406 nachgewiesene Infektionen vom Vortag. Die Zahl der neuen Todesfälle geht demnach immer weiter zurück.

Während sich die Situation in China zu verbessern scheint, steigt die Zahl der Infizierten vor allem in Südkorea erneut sprunghaft an. Mit 169 weiteren Patienten sind es schon 1.100 Fälle im Land. Dem amerikanischen Militär zufolge wurde die Lungenkrankheit auch bei einem US-Soldaten diagnostiziert, der in einer Militärbasis in der am stärksten betroffenen Region des Landes stationiert ist. Er befinde sich in Selbstquarantäne außerhalb der Basis.

Auch in Deutschland kamen innerhalb der letzten 24 Stunden zwei laborbestätigte Patienten mit Covid-19-Erkrankung dazu: Ein 47-jähriger Mann aus Heinsberg (Nordrhein-Westfalen) wurde über Nacht ins Uni-Klinikum Düsseldorf eingeliefert. Im Landkreis Göppingen (Baden-Württemberg) wird derweil ein 25-jähriger Mann im Krankenhaus behandelt.

Insgesamt sind es in Deutschland damit schon 18 Infizierte. Der Großteil davon sei dem Bundesgesundheitsministerium zufolge wieder gesund.

03:26 Uhr - Coronavirus bei Korea Air-Flugbegleiter diagnostiziert

Das Coronavirus wurde bei einem Flugbegleiter der "Korea Air" diagnostiziert. Das berichtet Reuters unter Berufung auf einen Pressesprecher der Airline. Die Geschäftsstelle, in der die Crew-Briefings gehalten werden, wurde vorübergehend geschlossen. Sämtliche Flugzeuge sollen desinfiziert werden, weitere Mitarbeiter mit Symptomen werden gebeten sich selbst in Quarantäne zu begeben. Zusammen mit dem Gesundheitsministerium soll eine weitere Verbreitung verhindert werden.

Auf welchen Routen der oder die betroffene Mitarbeiter/in geflogen ist, gab die Airline bislang nicht bekannt. In der aktuellen Flotte werden auch Flughäfen im deutschsprachigen Raum angeflogen. Derweil wurde in Südkorea die höchste Warnstufe ausgerufen. Mehr als 1.146 Infizierte und zehn Tote hat das Land bisher gemeldet.

02:13 Uhr - Womöglich erster Coronavirus-Fall in Südamerika

In Brasilien ist am Dienstag vermutlich der erste Coronavirus-Fall registriert worden, wie das brasilianische Gesundheitsministerium mitteilte. Es könnte sich dabei auch um den ersten Fall in Südamerika überhaupt handeln. Es handele sich um einen 61-jährigen Mann, der die Wochen zuvor beruflich in Norditalien war. Dem Patienten gehe es gut, er habe leichte Anzeichen und weise typische Coronavirus-Symptome auf. Ein endgültiges Ergebnis der Untersuchungen wurde für Mittwochmorgen angekündigt.

Meldungen von Dienstag, 25. Februar

22:50 Uhr - Corona-Patient in NRW in kritischem Zustand

Der Zustand des mit dem Coronavirus infizierten Patienten aus Nordrhein-Westfalen ist nach Behördenangaben kritisch. Wie der Kreis Heinsberg am Dienstagabend mitteilte, war der Mann am Montagmittag mit Symptomen einer schweren Lungenentzündung im Erkelenzer Hermann-Josef-Krankenhaus aufgenommen worden. Der Mann ist 47 Jahre alt, leidet aber an einer Vorerkrankung.

Die Ehefrau des Patienten werde mit Symptomen einer Viruserkrankung ebenfalls stationär behandelt. Ihr Zustand sei aktuell stabil. Die Diagnose, ob sie sich ebenfalls mit dem Virus infiziert habe, stehe noch aus. Der erkrankte Mann hatte nach Angaben des dortigen Landrats Stephan Pusch Kontakt mit einem Bekannten gehabt, der sich geschäftlich in letzter Zeit in China aufgehalten habe. Das meldete die "Aachener Zeitung". Ob sich dieser Mann auch in Behandlung begeben habe, konnte Pusch zunächst nicht sagen. Der Kreis Heinsberg berief einen Krisenstab ein.

22:39 Uhr - Schulen und Kitas in Heinsberg bleiben Aschermittwoch geschlossen

Nach dem ersten bestätigten Coronavirus-Fall in Nordrhein-Westfalen sollen alle Schulen und Kitas im Kreis Heinsberg an Aschermittwoch geschlossen bleiben. Das bestätigt der Kreis Heinsberg in einer Pressemitteilung. Auch die Kreisverwaltung bleibt für den Publikumsverkehr zu. Die Stadt Heinsberg lässt am Mittwoch sogar alle weiteren städtischen Einrichtungen geschlossen (Rathaus, Bücherei, Hallenbad).

Der Heinsberger Landrat Stephan Pusch hat den Fall einer Corona-Infektion in Nordrhein-Westfalen bestätigt. Bei dem Infizierten handelt es sich um einen 47-jährigen aus der Gemeinde Selfkant bei Heinsberg. Das Paar aus Selfkant soll laut der "Rheinischen Post" nicht in ein Risikogebiet gereist sein, aber über mehrere Ecken mit Personen aus China in Kontakt gestanden haben.

Der Kreis Heinsberg hat ein Bürgertelefon unter der Rufnummer 02452 / 131 313 eingerichtet. Der einberufene Krisenstab bittet, die Notrufnummern 112 und 110 nicht unnötig zu blockieren.

22:09 Uhr - So sollten sich Italien-Rückkehrer verhalten

Der baden-württembergische Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) appellierte an Reiserückkehrer, den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts zu folgen: Wer aus Gebieten zurückkehre, in denen Covid-19-Fälle vorkommen und innerhalb von 14 Tagen nach der Rückkehr Fieber, Husten oder Atemnot entwickle, solle unnötige Kontakte vermeiden, nach Möglichkeit zu Hause bleiben, beim Husten und Niesen Abstand zu anderen Menschen halten, regelmäßig und gründlich Hände mit Wasser und Seife waschen und nach telefonischer Anmeldung unter Hinweis auf die Reiseregion einen Arzt aufsuchen. 

21:17 Uhr - Ehepaar aus Erkelenz ins Krankenhaus eingeliefert

Ein Ehepaar aus Erkelenz wurde offenbar unter Coronavirus-Verdacht in die Universitätsklinik in Düsseldorf eingeliefert, wie die Rheinische Post berichtete. Mindestens einer der beiden sei positiv auf das Virus getestet worden, so die Zeitung. Die Person aus Erkelenz solle nun in die Uniklinik Düsseldorf gebracht werden, bestätigte ein Sprecher der Düsseldorfer Feuerwehr der Deutschen Presse-Agentur am Dienstagabend. Es ist der erste Fall in Nordrhein-Westfalen. 

21:00 Uhr - Erster Fall in Baden-Württemberg bestätigt

In Baden-Württemberg wurde der erste Fall von Coronavirus bestätigt, wie das Ministerium für Soziales und Integration auf seiner Internetseite bestätigte. Bei einem 25-jährigen Mann aus dem Landkreis Göppingen, sei das Virus nachgewiesen worden. Er habe sich vermutlich während einer Reise nach Italien angesteckt. 

Das zuständige Gesundheitsamt ermittle jetzt die Kontaktpersonen des Patienten, hieß es in der Mitteilung. Entsprechende Schutzmaßnahmen würden veranlasst. Der infizierte Patient soll nun in einem Krankenhaus isoliert untergebracht werden. 

20:39 Uhr - Zwei neue Infektionen in Frankreich

In Frankreich steigt die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Fälle auf 14. Zwei weitere Menschen wurden positiv auf das Virus getestet. Bei einem Betroffenen handele es sich um einen Franzosen, der sich zuvor in der italienischen Lombardei aufgehalten habe, sagte Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon. Bei der zweiten Person handele es sich um eine junge Chinesin, die Anfang Februar aus China zurückgekehrt war.

19:20 Uhr - Elftes Todesopfer in Italien

In der norditalienischen Region Venetien ist ein weiterer Mensch an dem Coronavirus gestorben. Es handele sich um eine 76-jährige Frau, die in der Stadt Treviso verstorben sei, teilt die Regionalregierung mit. Damit steigt die Zahl der Todesopfer durch das Virus "COVID-19" in Italien auf elf.

18:57 Uhr - Vorerst keine Reisebeschränkungen in Europa

Grenzüberschreitende Reisesperren sind nach Ansicht mehrerer europäischer Staaten auch angesichts des Coronavirus-Ausbruchs in Italien keine angemessene Antwort. Das sagte der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn am Dienstag in Rom nach einem Krisentreffen. "Wir sind gemeinsam der Meinung, dass zu diesem Zeitpunkt, jetzt, Reisebeschränkungen oder gar das Schließen von Grenzen keine angemessene, verhältnismäßige Maßnahme wäre", erläuterte der CDU-Politiker. Auch über größere Veranstaltungen solle nicht generell, sondern im Einzelfall entschieden werden.

18:42 Uhr - Zehn Tote und 322 Coronavirus-Infizierte in Italien

In Italien sind inzwischen zehn Menschen an dem neuen Cornoavirus gestorben - 322 Personen sind mit dem Virus infiziert. Die neuen Zahlen gab am Abend das italienische Amt für Zivilschutz bekannt.
240 Krankheitsfälle gebe es in der Lombardei. In der Region Venetien seien 43 Menschen erkrankt, 26 in der norditalienischen Emilia-Romagna und jeweils drei in Piemont, Latium und Sizilien. Zwei Personen sind in der Toskana erkrankt. In Ligurien und in der Provinz Bozen gäbe es einen bekannten Fall.

18:27 Uhr - Italienischer Gesundheitsminister will Grenzen offen halten

Trotz der Ausbreitung des Coronavirus in Italien ist der italienische Gesundheitsminister dafür, die Grenzen zu seinem Land weiter offen zu halten. "Die Grenzen zu schließen, wäre eine verfehlte Maßnahme", sagte Roberto Speranza bei einer Pressekonferenz. Die europäischen Gesundheitsminister trafen sich heute in Rom zu einer Krisensitzung, um die aktuelle Lage zu besprechen. 

An den Reisebedingungen für Italiener habe sich nichts geändert. "Bitte keine Alarmstimmung", so der Minister. "Die von uns getroffenen Maßnahmen sind sehr strikt." Es sei nicht die Aufgabe von Politikern, über weitere Maßnahmen zu entscheiden, sondern die von Wissenschaftlern. "Wir haben hier mit die besten Wissenschaftler der Welt. Wir müssen ihnen vertrauen", erklärte Speranza. Alle Länder müssten nun zusammenarbeiten und sich gegenseitig unterstützen. 

18:12 Uhr - Iranischer Coronavirus-Beauftragter ist nun selbst erkrankt

Er wollte die Ausbreitung des Coronavirus im Iran bekämpfen, jetzt ist wurde er selbst poitiv getestet. "Ich bin seit gestern Abend auch ein Coronaer", erklärte der stellvertretende iranische Gesundheitsminister und der direkte Coronavirus-Beauftragte. Er sei ebenfalls an dem Virus erkrankt, erklärte er in einer Videobotschaft im iranischen Staatsfernsehn. Auch im Iran breitet sich das Virus immer weiter aus. 

Menschen mit Schutzmasken in Teheran
Auch im Iran breitet sich das Coronavirus immer weiter aus. © VIA REUTERS, WANA NEWS AGENCY, RR/KAR

17:57 Uhr - Blutspende-Verbot für Rückkehrer aus Virusgebieten in Italien

Wer von einer Reise aus den vom Coronavirus betroffenen Regionen in Italien zurückkehrt, darf erst mal kein Blut spenden. Zur Sicherheit sind alle Italienrückkehrer, die in Virusgebieten unterwegs waren, beim Deutschen Roten Kreuz und beim Bayerischen Roten Kreuz für vier Wochen gesperrt. 

Für Reisende aus der gesamten Volksrepublik China sowie aus Nord- und Südkorea betrage die Sperre seit längerem ohnehin vier Wochen, allerdings wegen des Chikungunya-Virus. 

17:17 Uhr - Eisenwarenmesse in Köln wird verschoben

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus wird die Eisenwarenmesse in Köln verschoben. Eigentlich hätte diese vom 1. bis 3. März stattfinden sollen. Wegen des hohen Anteils asiatischer Aussteller auf der Messe habe die Geschäftsführung den neuen Termin festgelegt. Die Eisenwarenmesse soll nun erst im Februar 2021 stattfinden. 

17:06 Uhr - Ehefrau eines infizierten Touristen auf Teneriffa ebenfalls positiv getestet

Fast 1.000 Urlauber sollen in einem Hotel auf Teneriffa festsitzen. Die Quarantäne ist verhängt worden, nachdem bei einem italienischen Hotelgast das Coronavirus festgestellt worden ist. Der Mann wurde in einem Krankenhaus isoliert. Nun sei auch seine Ehefrau positiv auf das Virus getestet worden sein, teilte die Kanarenregierung mit. 

16:58 Uhr - Deutsche Bank schränkt Geschäftsreisen ins Ausland ein

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus schränkt die Deutsche Bank Geschäftsreisen ein. Man habe die Mitarbeiter gebeten, „alle nicht absolut notwendigen Reisen vorerst aufzuschieben“, so ein Unternehmenssprecher. Es gebe außerdem Reisebeschränkungen für das chinesische Festland, Hongkong und die Teile Italiens, die besonders betroffen sind.

16:50 Uhr - Diese Vorräte sollte man für Notsituationen zuhause haben

Italien ist das Land in Europa, das am stärksten vom Coronavirus betroffen ist. Das Virus rückt damit auch näher an Deutschland heran. Christoph Unger, der Präsident für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, erklärt hier, wie Sie sich am besten auf eine Notsituation vorbereiten und welche Vorräte Sie zuhause haben sollte.

Vorratsschrank
Einige Vorräte sollten Sie immer zuhause haben. © iStockphoto

16:40 Uhr - Erster Fall in der Schweiz bestätigt

In der Schweiz ist erstmals eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus bestätigt worden. Das teilte das Bundesamt für Gesundheit mit. Nähere Informationen kündigte das Amt für 17.00 Uhr an. Der Fall ereignete sich im Kanton Tessin. Am Montag hatte Innenminister Alain Berset gesagt, das Land sei gut vorbereitet. Maßnahmen wie Reisebeschränkungen wurden nicht ergriffen. Der Kanton Tessin ragt in die italienische Lombardei hinein, wo mehrere Fälle aufgetreten sind.

16:32 Uhr - Erster Fall auf dem spanischen Festland bestätigt

Das neuartige Coronavirus ist jetzt auch auf dem spanischen Festland angekommen. In Barcelona wurde eine Frau nach Angaben des spanischen Gesundheitsministeriums positiv auf Sars-CoV-2 getestet. Sie soll ihren Wohnsitz in Barcelona haben und kürzlich von einer Reise nach Norditalien zurückgekehrt sein, wo das Virus sich besonders stark ausgebreitet hat, berichtete die Zeitung "La Vanguardia". Es handelt sich um den vierten bestätigten Coronavirus-Fall in Spanien.

14:02 - Erster Corona-Fall in Kroatien

Bei einem jungen Kroaten ist am Dienstag das Coronavirus nachgewiesen worden. Dies ist der erste Corona-Fall in Kroatien. Der Infizierte befindet sich in einem Krankenhaus in Zagreb, bisher weist er nur leichte Symptome auf. Der junge Mann war 19. bis 21. Februar in Italien gewesen, so der kroatische Gesundheitsminister Vili Beros. Nun werde festgestellt, mit wem er Kontakt hatte. Die betroffenen Personen müssen dann auch in Quarantäne. 

13:15 Uhr - Zwei Infektionen in Österreich bestätigt

In Tirol sind zwei Coronavirus-Fälle bestätigt. Die beiden Infizierten sind in einem Innsbrucker Krankenhaus unter Quarantäne. Bei den Erkrankten soll es sich laut Medienberichten um zwei junge Männer (24) handeln.Noch ist unklar, wo sich die Männer angesteckt haben. Sie seien jedenfalls "nicht lebensbedrohlich" erkrankt, sondern litten bisher nur an Fieber, hieß es.

12:08 Uhr - Video zeigt Polizei-Übung gegen Quarantäne-Ausbrecher

Polizei-Übung gegen Quarantäne-Ausbrecher
Polizei-Übung gegen Quarantäne-Ausbrecher © RTL

Die Polizei in China übt offenbar, wie man mögliche Ausbrüche aus den Quarantäne-Gebieten verhindern kann. Im Video sieht man wie rigeros sie dabei gegen Bürger vorgehen würden. Der Mann wird sogar mit einem Kescher am Kopf gefangen. 

11:58 Uhr - Britischer Minister ruft zur freiwilligen Isolation auf

In Großbritannien sollen sich Menschen vorübergehend in Isolation begeben, wenn sie sich zuletzt in Norditalien aufgehalten haben und grippeähnliche Symptome aufweisen. Dazu ruft Gesundheitsminister Matt Hancock auf.

11:03 Uhr - Virus breitet sich in Italien weiter aus

Das Coronavirus Sars-CoV-2 breitet sich in Italien offenbar weiter aus - auch weit in den Süden. Auf Sizilien gibt es den ersten Fall. Eine Frau aus Bergamo in der nördlichen, besonders betroffenen Region Lombardei sei in Palermo positiv getestet worden, erklärte Regionalpräsident Nello Musumeci am Dienstag. Das Ergebnis sei nun nach Rom geschickt worden für eine weitere Bestätigung. Die Frau sei als Touristin mit einer Gruppe unterwegs gewesen. Italienische Medien meldeten zudem einen ersten Fall in der Toskana.

Außerdem meldete Südtirol den ersten wahrscheinlichen Fall. Bei einem Mann aus Terlan sei der zweite Test positiv gewesen, erklärte Landeshauptmann Arno Kompatscher am Montagabend. Eine dritter Test soll den Fall nun endgültig bestätigen. Der Mann war zuvor in der Lombardei - dem Brandherd des Virusausbruchs.

10:08 - Hotel auf Teneriffa in Quarantäne

Fast 1.000 Urlauber sollen in einem Hotel auf Teneriffa in Quarantäne festsitzen. Bei einem italienischen Hotelgast ist gestern Nachmittag das Coronavirus festgestellt worden. Bei dem Mann soll es sich um einen 69-jährigen Italiener aus der Lombardei handeln. Er wurde in einem Krankenhaus isoliert, heute Nachmittag soll ein weiterer Test durchgeführt werden. Wie lange die Quarantäne der Hotelgäste dauern wird, ist derzeit unklar. 

09:30 Uhr - Entwarnung in Köln: Verdachtsfall nicht bestätigt

Der Coronavirus-Verdacht bei einem Italien-Rückkehrer in Köln hat sich nicht bestätigt. Eine Untersuchung habe ergeben, dass der Mann weder an dem neuartigen Virus, noch an Influenza erkrankt sei, teilte die Stadt am Dienstagmorgen mit. Der Mann war laut Stadt vor einigen Tagen aus der der Lombardei nach Köln zurückgekehrt. Er hatte über Fieber geklagt, wie die Stadt am Montag berichtet hatte.

08:44 Uhr - Europa League Spiel ohne Fans im Stadion

Inter Mailand wird sein Heimspiel in der Europa League gegen Ludogorets Rasgrad wegen der Gefahr des neuartigen Coronavirus vor leeren Rängen austragen. Diese Entscheidung sei in Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden und der UEFA getroffen worden, teilte der Club am Dienstag auf seiner Website mit. Die Begegnung mit den Bulgaren am Donnerstag (21.00 Uhr) finde demnach im San-Siro-Stadion hinter verschlossenen Türen statt. Das Hinspiel hatte Inter Mailand 2:0 gewonnen.

Mailand liegt in der vom Coronavirus besonders betroffenen Region Lombardei. Italien ist mit Abstand das Land mit den meisten erfassten Corona-Fällen in Europa. Nach Behördenangaben starben an der Lungenkrankheit mindestens sieben Infizierte. Die Zahl der Infektionsnachweise stieg trotz drastischer Maßnahmen wie Sperrzonen auf  als 229.

08:10 Uhr - Iran meldet zwei weitere Tote

Im Iran sind zwei weitere Menschen an dem Virus gestorben, wie das Internetportal Eghtesaonline unter Berufung auf den Chef der Medical Science University of Saveh berichtet. Demnach steigt die Totenzahl in dem Land auf 14.

08:05 Uhr - Alle Schulen in Norditalien geschlossen

Nachdem schon mehrer Orte abgesperrt worden sind, hat die Regierung nun auch alle Schulen in Norditalien geschlossen. Damit soll ein weitere Ausbreitung des Coronavirus verhindert werden. 

07:20 Uhr - Deutsche Ärztin berichtet aus dem italienischen Krisengebiet

Deutsche Ärztin in Italien
Deutsche Ärztin in Italien erklärt die Situation mit dem Coronavirus vor Ort. © RTL

Judith Bildau ist Ärztin und arbeitet in einem Krankenhaus in der Toskana. Im Video erzählt sie, wie sich der Alltag seit dem Ausbruch des Virus verändert hat.

07:07 Uhr - Tischtennis WM in Südkorea auf Juni verschoben

Die Tischtennis-Weltmeisterschaft in Südkorea ist aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus verschoben worden. Das gab der Weltverband ITTF am Dienstag bekannt. Die Veranstaltung war für den 22. bis 29. März in Busan angesetzt. Die ITTF plant, die WM zwischen dem 21. und 28. Juni nachzuholen. 

In Südkorea war bereits der Auftakt der Fußball-K-League verschoben worden, auch im Volleyball, Basketball und Handball wurden ähnliche Maßnahmen getroffen. Aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus sind zahlreiche Sportveranstaltungen auf der ganzen Welt betroffen. Am Montag wurde beschlossen, in Italien mehrere Fußballspiele der Serie A unter Ausschluss der Öffentlichkeit auszutragen.

07:04 Uhr - Weiterer Kreuzfahrtschifft-Passagier tot

Ein weiterer Passagier von Bord des vom neuen Coronavirus betroffenen Kreuzfahrtschiffes «Diamond Princess» in Japan ist gestorben. Das berichteten japanische Medien am Dienstag. Die betroffene Person war in ein Krankenhaus gebracht worden, wo sie starb. Es ist der vierte Todesfall unter den Passagieren des Schiffes. Insgesamt hatten sich mehr als 690 Passagiere und Crewmitglieder mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, darunter auch ein deutsches Ehepaar. Die von der Regierung in Tokio angeordnete, inzwischen aufgehobene zweiwöchige Quarantäne auf dem Schiff war von einigen Experten als unzureichend kritisiert worden. Ursprünglich hatten sich rund 3700 Menschen auf dem Schiff befunden.

06:48 Uhr - Italien: 23 Menschen in lebensbedrohlichem Zustand.

dpatopbilder - 23.02.2020, Italien, Casalpusterlengo: Menschen tragen Atemschutzmasken und stehen vor einem Supermarkt in einer Schlange. Nach dem Tod zweier Menschen sind Teile des öffentlichen Lebens zum Erliegen gekommen. Kein europäisches Land ha
Coronavirus - Italien © dpa, Claudio Furlan, CF hen

Die Situaiton in Italien ist weiter sehr angespannt. Aktuell sollen sich schon 229 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt haben. Sieben Menschen sind daran gestorben. Allein gestern vier. Nach RTL Informationen liegen 23 Menschen auf der Intensivstation. Ihr Zustand soll sehr kritisch sein.

06:18 Uhr - Aktuelle Zahlen am 25.02.

Guten Morgen liebe Leser. Aktuell meldet die WHO weltweit 80.147 Infizierte und 2.699 Todesfälle - damit alleine 80 in den letzten 24 Stunden. Glaubt man den Zahlen aus China, verlangsamt sich die Ausbreitung dort aber weiter. 

05:18 Uhr - Riegelt Deutschland wegen Coronavirus bald ganze Städte ab?

Das Abschotten ganzer Städte wegen des Coronavirus wie jetzt in Italien darf aus Sicht von Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml nur die Ultima Ratio sein. "Bevor über die Abriegelung einer Stadt entschieden wird, sollte zunächst auf andere Lösungsmöglichkeiten gesetzt werden", sagte die CSU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur in München.

Der Schutz der Bevölkerung in Bayern habe oberste Priorität. "Deshalb können auch einschneidende Maßnahmen vorgenommen werden, um eine Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen", so Huml. Wichtig sei aber, immer im konkreten Einzelfall zu entscheiden und mit Augenmaß vorzugehen.

Italien hat mehrere Gemeinden im Norden des Landes wegen des Virus-Ausbruchs abgeriegelt. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte am Montag gesagt, notwendig sei so ein Schritt nicht. "Von der Absage von Großveranstaltungen (...) bis zum kompletten Abriegeln ganzer Städte gibt es ja auch noch viele Zwischenstufen."

03:54 Uhr - Apple öffnet Geschäfte in China wieder

Apple hat damit begonnen, einen Teil seiner wegen des Coronavirus geschlossenen Geschäfte in China wieder zu öffnen. Wie der iPhone-Konzern am Dienstag mitteilte, sind einige Läden auf dem chinesischen Festland wieder geöffnet. Auf der Website von Apple waren 23 der 42 Stores in China als geöffnet gekennzeichnet. Apple forderte Kunden jedoch dazu auf, in den Geschäften Mundschutz zu tragen und sich beim Betreten die Temperatur messen zu lassen.

Wegen des Ausbruchs der Covid-19 genannten Krankheit hatte Apple Anfang Februar sämtliche seiner Geschäfte in China geschlossen.

01:49 Uhr - Die meisten Coronavirus erkrankten Patienten in Deutschland wieder gesund

Insgesamt sind in Deutschland bisher 16 laborbestätigte Fälle von Covid-19 bekannt. "Die meisten Personen sind bereits wieder gesund und aus der Klinik entlassen. Auch die übrigen Patienten sind auf dem Weg der Besserung", so das Bundesgesundheitsministerium.

In Köln wurde am Montag ein weiterer Mann stationär im Krankenhaus aufgenommen, um zu klären, ob er unter dem Coronavirus leidet. Wie NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann in der "Rheinischen Post" berichtet, sei das Land NRW jedoch gut auf solche Fälle vorbereitet. In NRW-Krankenhäusern gebe es rund 1900 Isolierbetten der Kategorie B, in denen Coronavirus-Patienten versorgt werden könnten. Auch die Apotheken seien für den Ernstfall gut vorbereitet. 

01:36 Uhr - "Mission: Impossible 7"-Dreharbeiten in Venedig verschoben

Die Dreharbeiten zum siebten "Mission: Impossible"-Streifen in Venedig wurden vorerst abgesagt. Wie Paramount Pictures in einer Pressemitteilung bestätigt, wolle man der Aufforderung der Regierung folgen und größere Versammlungen in der Öffentlichkeit meiden. Die Gesundheit der Schauspieler und der Mitarbeiter gehe vor, so heißt es. In Venedig hätten in den kommenden Tagen die Dreharbeiten mit Tom Cruise begonnen. Man wolle die Situation beobachten, um die Produktion schon bald aufnehmen zu können. Der Film ist für den 23. Juli 2021 angekündigt. 

01:16 Uhr - Reisebus wegen Coronavirus-Verdacht bei Linz überprüft

Auf dem Autobahn-Rastplatz Allhaming bei Linz (Österreich) wurde am Montagabend ein Reisebus wegen dem Verdacht auf Coronavirus-Infizierte überprüft. Wie „Nachrichten.at“ berichtet, hielt der von Spanien über Italien kommende Bus zunächst aufgrund einer Panne an. Der Busfahrer berichtete den Einsatzkräften dann von den Symptomen seiner Passagiere.

Die Landessanitätsbehörde überprüfte daraufhin, ob diese tatsächlich am Coronavirus erkrankt sein könnten. Das Ergebnis steht noch aus. In Spanien wurde die Lungenkrankheit bisher bei zwei Personen nachgewiesen, in Italien sind bereits sieben Menschen daran verstorben. Der Bus war auf dem Weg nach Wien.

Meldungen von Montag, 24. Februar

22:31 Uhr: Erster Coronavirus-Fall in Südtirol

Jetzt wurde auch in Südtirol der erste Fall von Coronavirus gemeldet. Der junge Mann wurde zuerst negativ getestet, bei der zweiten Kontrolle dann aber doch positiv. Er sei kürzlich in der Lombardei gewesen, teilte die Südtiroler Landesverwaltung auf ihrer Homepage mit. Der junge Mann wir stationär behandelt, weise "derzeit keine Symptome" auf. "Die Personen, die mit ihm in Kontakt standen, werden kontaktiert und untersucht", sagte Sanitätsdirektor Pierpaolo Bertoli.

21:11 Uhr: Jens Spahn fliegt nach Rom, um über Coronavirus zu beraten

Wegen der raschen Ausbreitung des neuen Coronavirus in Italien berät die italienische Regierung an diesem Dienstag mit den Nachbarländern und Deutschland die Lage. Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) reist dazu nach Rom. An dem Treffen am Nachmittag sollen neben dem Gastgeber zudem seine Amtskollegen aus Slowenien, Frankreich, der Schweiz und Österreich teilnehmen.

20:37 Uhr: Wegen Coronavirus: Frankfurt verschiebt "Light & Building"-Messe

Die Frankfurter Messegesellschaft hat wegen des unerwarteten Auftretens des neuartigen Coronavirus in Italien die für März geplante Bau-Fachmesse "Light & Building" verschoben. Die Schau soll nun zwischen Mitte und Ende September stattfinden, wie die Messegesellschaft am Montag mitteilte. Die Ausstellung ist in der Stadt auch immer mit einem Lichterfest unter dem Titel "Luminale" verbunden.

Von den Messegästen aus China werde nun eine mehrstufige gesundheitliche Prüfung verlangt, die nur mit unverhältnismäßigem Aufwand realisiert werden könne. Wegen der aktuell geltenden Reiserestriktionen hätten Besucher ohnehin schon nur unter erschwerten Bedingungen an der Messe teilnehmen können.

18:24 Uhr: Patient unter Corona-Verdacht in Kölner Krankenhaus unter Quarantäne

In Köln wurde ein Mann stationär im Krankenhaus aufgenommen, um zu klären, ob er unter dem Coronavirus leidet. Er kam vor wenigen Tagen aus Italien zurück, wo er durch die Lombardei gereist war. Jetzt leidet er unter Fieber. Die Lombardei ist die vom neuen Coronavirus am stärksten betroffene Region in Italien.

Er wurde unter Quarantäne gestellt und auf das Virus getestet. Bis die Ergebnisse vorliegen, dauert es allerdings zwischen zwei und zehn Stunden, teilte die Stadt Köln mit. Der Mann war laut einer Mitteilung der Stadt vom Rettungsdienst der Feuerwehr zunächst an eine medizinische Notfallpraxis verwiesen worden. Der Stadt sei nicht klar gewesen, dass die Region vom Robert Koch-Institut als Risikogebiet ausgewiesen worden war. Nun soll ein Schnelltest klarheit bringen.

17:02 Uhr: Siebtes Todesopfer in Italien

Bei dem Coronavirus-Ausbruch in Norditalien ist ein siebter Mensch gestorben. Bei dem Todesopfer handelt es sich um einen 80-Jährigen, der in einem Krankenhaus in der Stadt Lodi lag. Er ist dort vergangene Woche wegen eines Herzinfarkt eingeliefert worden, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa meldet. Der Mann hatte sich vermutlich bei einem anderen Patienten angesteckt.

15:08 Uhr: Italienische Fußball-Liga will Spiele ohne Fans

Die italienische Fußball-Liga will wegen des in Norditalien kursierenden Coronavirus Fußballspiele vor leeren Rängen stattfinden lassen. Der Präsident der Serie A, Paolo Dal Pino, bat in einem Brief an die Regierung, die Liga-Partien in den vom Coronavirus betroffenen Gebieten nicht auszusetzen, wie die Nachrichtenagentur Ansa am Montag berichtete. Sie sollten stattdessen hinter verschlossenen Türen ausgetragen werden dürfen - also als Geisterspiele ohne Fans. Dies sei nötig, um den Liga-Spielplan bis zum Beginn der Fußball-Europameisterschaft im Juni einzuhalten.

14:58 Uhr: Italien meldet sechstes Todesopfer

Laut Medienberichten soll eine Frau aus Crema in einem Krankenhaus in Brescia gestorben sein. Die Frau soll erst gestern positiv auf das Virus getestet worden sein. Offenbar war sie auch an Krebs erkrankt.

Menschen mit Vorerkrankungen sind besonders gefährdet. Eine aktuelle Studie zeigt die Risikogruppen nach Alter, Geschlecht und Vorerkrankungen.

14:45 Uhr: Gesundheitsminister Spahn: "Jeder kann einen Beitrag leisten"

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf einer Pressekonferenz:

"Corona-Epidemie ist in Europa angekommen. Müssen damit rechnen, dass sie sich auch in Deutschland ausbreiten kann. Ich bin davon überzeugt, dass wir bestmöglichst vorbereitet sind. Das deutsche Gesundsheistssystem ist das beste der Welt. Wahr ist aber auch, dass wir nicht alles über das Coronavirus wissen."

"Jeder Bürger kann einen Beitrag leisten. Zu seinem eigenen Schutz und zum Schutz der Mitbürger: Durch Händewasche, durch Hustenhygenie, durch Grippeimpfung. Und sich möglichst wenig ins Gesicht zu fassen."

14:28 Uhr: Verdachtsfall in Köln

Ein Mann aus dem Kölner Stadtteil Holweide wurde heute morgen vom Rettungsdienst untersucht. Er hatte über Grippe-typische Symptome geklagt. Seine Frau hatte die Rettungskräfte alamiert. Ihr Mann war offenbar am Freitag aus der Lombardei in Italien zurückgekehrt. Der Mann kam aber nicht ins Krankenhaus. Das hatte das Gesundheitsamt so entschieden.

13:52 Uhr: Straßensperre im italienischen Vo´

Straßensperrre in Vo´. Der Ort liegt zwischen Verona und Venedig.
Straßensperrre in Vo´. Der Ort liegt zwischen Verona und Venedig. © RTL

Seit heute ist der italienische Ort Vo´ abgesperrt. Hier lebte der 78-jährige, der als erster in Italien am dem Coronavirus verstorben ist. Das italienische Heer und die Polizei haben Straßensperren errichtet. 14 Tage darf niemand den Ort verlassen oder betreten.

Frauen wollen den Ort Vo´in Italien verlassen, werden aber aufgehalten.
Frauen wollen den Ort Vo´in Italien verlassen, werden aber aufgehalten. © rtl, RTL

13:24 Uhr: Schon 3.000 Mitarbeiter des Gesundheitswesen infiziert

Mehr als 3000 Mitarbeiter im chinesischen Gesundheitswesen haben sich nach Angaben der Behörden inzwischen mit dem Coronavirus angesteckt. Die meisten Fälle gebe es in der besonders betroffenen Provinz Hubei, vermutlich weil es an Schutzausrüstung mangle oder aus Erschöpfung.

Auch in Italien haben sich in einem Krankenhaus viele Mitarbeiter angesteckt.

13:10 Uhr: Italien korrigiert Zahlen - 219 Infizierte

Die Zahl der gemeldeten Infizierten stieg auf 219. Die Lombardei ist die am stärksten betroffene Region in Italien. Zivilschutzchef Angelo BorrelliBorreli warnte vor Panikmache - auch im Ausland. «Unser Land ist sicher, und man kann beruhigt hierher kommen.» Alle Toten in Italien waren ältere Menschen, teils auch mit Vorerkrankungen. 23 Menschen seien auf der Intensivstation.

12:30 Uhr: Schule aus Herford sagt Klassenfahrt nach Italien ab

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus in Italien hat eine Schülergruppe aus Herford eine Fahrt in die Lombardei abgesagt. "Die fünf Schüler und zwei Lehrer sollten eigentlich von Mittwoch bis Samstag nach Casalpusterlengo fahren", sagte der stellvertretende Schulleiter Bernd Koch am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Schweren Herzens habe das Wilhelm-Normann-Berufskolleg des Kreises Herford die Fahrt am Samstag abgesagt.

​Die Fahrt war Teil des Erasmus-Projekts der Europäischen Union. Dabei sollten sich in Italien rund 40 Schülerinnen und Schüler von 5 Berufsschulen bei einer internationalen Projektarbeit austauschen.

12:25 Uhr: Italien meldet fünften Todesfall

Bei dem Coronavirus-Ausbruch in Norditalien ist nach amtlichen Angaben ein weiterer Mensch gestorben. Es soll sich um einen 88-jährigen Mann aus der Lombardei handeln. Damit steigt die Totenzahl auf fünf.

12:03 Uhr: Schon 212 Infizierte in Italien

Nach RTL-Informationen ist die Zahl der Infizierten in Italien in den letzten Stunden nochmals angestiegen. Mittlerweile sind 212 Fälle bestätigt, sagt der nationale Bevölkerungsschutz.

11:50 Uhr: Wann sterbe ich am Coronavirus? Studie zeigt Risikogruppen

Medial workers wearing protective gears carry a patient suspected of contracting the new coronavirus toward an ambulance at Daenam Hospital in Cheongdo, South Korea, Friday, Feb. 21, 2020. South Korea reported 100 new virus cases Friday, bringing the
32A0AA00F0B7217F.jpg © AP, Lee Moo-ryul, AY

Eine Studie aus China zeigt: Die höchste Sterblichkeitsrate haben Menschen ab 80 Jahren. Aber auch das Geschlecht spielt eine Rolle. Und Vorerkrankungen. Hier erfahren Sie, welche Menschen das größte Risiko haben.

11:14 Uhr: 12 Tote im Iran

Die Zahl der gemeldeten Covid-19-Opfer im Iran ist auf 12 gestiegen. Das bestätigte Gesundheitsminister Saeid Namaki am Montag. Nach Angaben des Nachrichtenportals Khabar-Online sind insgesamt 47 Menschen positiv auf das Virus getestet worden.

Der Iran hat somit nach China die meisten Todesfälle durch das Coronavirus.

11:05 Uhr: Coronavirus Pandemie würde Deutschland besonders treffen

Die Coronavirus-Epidemie in China stelle eine potenzielle Gefahr für die deutsche Wirtschaft dar, die sich derzeit aber nur schwer prognostizieren lasse. "Bei einer Pandemie wäre Deutschland als Exportnation besonders betroffen", sagte der  Ifo-Konjunkturexperte Klaus Wohlrab und verwies auf eine Faustformel: "Ein Prozentpunkt weniger Wirtschaftswachstum in China kostet die deutsche Wirtschaft knapp 0,1 Prozentpunkte Wachstum im Gesamtjahr."

09:45 Uhr: China sagt Volkskongress ab

China verschiebt nach einem Bericht des Staatssenders die jährliche Sitzung des Volkskongresses. Ein neuer Termin werde zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt.

09:42 Uhr: Coronavirus jetzt auch in Kuwait und Bahrain

In Kuwait und Bahrain gibt es Staatsmedien zufolge die ersten bekannten Coronavirus-Fälle. Es handele sich ausnahmslos um Personen, die den Iran besucht hätten. Der Iran hat bislang 43 Infektionen bekanntgemacht.

09:37 Uhr: DAX mit größtem Verlust seit sechs Monaten

ARCHIV - 04.11.2015, Hessen, Frankfurt/Main: Die große Anzeigetafel zeigt im Handelssaal der Börse die Dax-Kurve (Aufnahem mit Zoom-Effekt). Der Südwestrundfunk plant für Das Erste eine Verfilmung des Steuerskandals rund um die sogenannten Cum-Ex-Ges
Dax-Kurve © dpa, Frank Rumpenhorst, fru sab

Die Ausbreitung des Coronavirus in Europa verschreckt Dax-Anleger. Der deutsche Leitindex verliert 2,9 Prozent und steuert auf den größten Tagesverlust seit mehr als einem halben Jahr zu.

09:25 Uhr: Viertes Todesopfer in Italien

Nach Informationen des Radiosenders RAI, ist in Norditalien eine vierte Person gestorben. Es soll ein 84-jähriger Mann aus Bergamo sein.

08:34 Uhr: Griechenland verbietet Klassenfahrten nach Italien

Nach der rasanten Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 in Italien hat Griechenland erste Maßnahmen getroffen. So sind alle künftigen Klassenfahrten nach Italien verboten. Die Schüler von zehn Schulen, die sich zurzeit in Italien befinden, sollten zurück nach Griechenland kommen, teilte das Ministerium mit. «Wir treffen alle diese Maßnahmen vorbeugend. 

08:17 Uhr: Schlangen vor Geschäften in Italien

Warteschlangen vor Supermärkten in Italien
Warteschlangen vor Supermärkten in Italien © Reuters

Die schnelle Ausbreitung des Coronavirus in Italien führt offenbar zu Hamsterkäufen in den betroffenen Regionen. Immer wieder gab es lange Schlagen vor Supermärkten.

Hamsterkäufe in Italien
Hamsterkäufe in Italien © Reuters

07:48 Uhr: China lockert Beschränkungen zur Virusbekämpfung

In China lockern zahlreiche Regionen ihre Transport- und Reisebeschränkungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Sie reagieren damit auf eine Aufforderung von Staatspräsident Xi Jinping. Dieser hatte die Firmen des Landes am Sonntag dazu aufgerufen, ihre Arbeit wiederaufzunehmen und Arbeitsplätze zu sichern. Provinzen mit geringen Ansteckungsrisiken sollten ihre Wirtschaft wieder hochfahren, während solche mit hohen Risiken sich auf die Eindämmung der Epidemie konzentrieren sollten. 

So meldeten 24 der 31 chinesischen Provinzen für Sonntag keine Neuinfektionen. Das ist der beste Wert, seit am 20. Januar erstmals landesweite Statistiken veröffentlicht werden. Aus sechs weiteren Provinzen wurden insgesamt lediglich elf Neuerkrankungen gemeldet. In der Provinz Hubei, wo die Epidemie ihren Ausgang nahm, sank den Angaben zufolge die Zahl auf 398 von 630 am Samstag.

Allerdings warnen Experten immer wieder davor, dass man die Zahlen nicht überprüfen könne.

07:38 Uhr: Bahnverkehr nach Italien wieder freigegeben

Nach der kurzzeitigen Unterbrechung des Zugverkehrs über den Brenner gibt es laut den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) keine Einschränkungen mehr auf der Strecke. Wegen des Verdachts auf das Coronavirus war am Sonntagabend ein Zug von Venedig nach München gestoppt worden. Der Eurocity konnte um kurz vor Mitternacht weiterfahren, nachdem Entwarnung gegeben wurde.

Der Verkehr auf der Strecke zwischen Deutschland und Italien sollte nun wieder nach Plan laufen, wie ein ÖBB-Sprecher am Montagmorgen sagte. Auch die Deutsche Bahn ging davon aus, dass der Zugverkehr mit Italien am Montag planmäßig verläuft.

07:30 Uhr: Das sind die aktuellen Zahlen weltweit

Insgesamt 79.360 Menschen haben sich weltweit mit dem Coronavirus infiziert. 2.619 Todesfälle sind bekannt. Noch immer gehen Experten von einer hohen Dunkelziffer aus. Weil das Virus auch oft völlig harmlos verläuft, werden viele Fälle nicht erkannt.

05:42 Uhr: Zahl der Coronavirus-Todesfälle in China steigt sprunghaft

Die Zahl der Toten durch das Coronavirus ist in China sprunghaft angestiegen. Die Gesundheitskommission berichtete am Montag in Peking weitere 150 neue Covid-19-Todesfälle - so viele wie noch nie innerhalb eines Tages.

In China stieg die Zahl der Infizierten bis Montag erneut um 409 auf insgesamt 77.150. Mit den 150 neuen Todesfällen sind 2.592 Tote zu beklagen. Die überwiegende Zahl der Toten und Infektionen wurden aus der schwer betroffenen Provinz Hubei in Zentralchina gemeldet.

04:35 Uhr: Zwei weitere Todesfälle und 161 weitere Infizierte in Südkorea

Die südkoreanischen Gesundheitsbehörden haben zwei weitere Todesfälle in Verbindung mit dem neuartigen Coronavirus gemeldet. Zudem sei die Zahl der mit dem Erreger infizierten Menschen um 161 gestiegen, teilten die Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention am Montag mit. Insgesamt wurden damit bisher 763 Infizierungsfälle in Südkorea erfasst. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich auf sieben. In keinem anderen Land außerhalb Chinas, wo Covid-19 im Dezember ausgebrochen war, wurden bisher mehr Infektionen gemeldet.

Mehr als die Hälfte der gesamten Fälle im ganzen Land entfällt auf Anhänger einer christlichen Sekte.Eine 61-jährige Frau, die als erster Infektionsfall erfasst wurde, soll trotz Krankheitssymptomen an Gottesdiensten der Kirche teilgenommen haben.

02:20 Uhr: Wegen Corona-Verdachts gestoppter Zug in München angekommen

Der aus Furcht vor dem Coronavirus am Brenner gestoppte Eurocity ist mit mehrstündiger Verspätung am frühen Montagmorgen in München angekommen. Zahlreiche Passagiere - vereinzelt mit Gesichtsmasken, verließen den aus Venedig eingetroffenen Zug am Hauptbahnhof.

Den Zwangsstopp für zwei Züge am italienisch-österreichischen Grenzübergang hatten zwei Frauen ausgelöst, die Fieber und starken Husten hatten. Sie wurden aber nach Angaben des österreichischen Innenministeriums negativ auf das Virus getestet. ​