Darauf müssen wir uns einstellen!

Corona-Impfstoff von Biontech: Das sind mögliche Nebenwirkungen

Corona-Impfstoff von Biontech
Corona-Impfstoff von Biontech © imago images/Laci Perenyi, Laci Perenyi via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Bedenken bremsen Euphorie

Die Ankündigung eines Corona-Impfstoffs sorgt weltweit nachhaltig für Erleichterung – vor allem angesichts der immer noch steigenden Zahl an Neuinfektionen. Biontech-Chef Ugur Sahin zeigt sich im RTL-Interview zuversichtlich, dass die Zulassung in Deutschland noch dieses Jahr kommt. Doch bei aller Euphorie fragen sich auch viele Menschen: Ist der Corona-Impfstoff tatsächlich ungefährlich? Und welche Risiken und Nebenwirkungen birgt eine Impfung?

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Großbritannien impft bereits gegen Corona

Laut dem Mainzer Unternehmen Biontech und seinem US-Partner Pfizer beträgt die Wirksamkeit ihres Corona-Impfstoffs bei 95 Prozent - und damit noch höher als bis kürzlich bekannt. Der Impfschutz bei Erwachsenen über 65 Jahren lag bei über 94 Prozent. Laut Biontech soll der Impfstoff unabhängig vom Alter der Geimpften wirken. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie mit insgesamt 43.000 Teilnehmern.

Gerade haben Biontech und Pfizer in den USA von der FDA die Notfallzulassung für ihren Impfstoff bekommen. In Großbritannien wurde das Medikament bereits zugelassen, seit dem 8.12. werden die ersten Patienten dort gegen das Coronavirus geimpft. Dabei kam es bei zwei Personen zu allergischen Reaktionen.

Mit welchen Nebenwirkungen müssen Menschen nach der Corona-Impfung rechnen?

Die Betroffenen aus Großbritannien sind laut dem staatlichen Gesundheitsdienst NHS generell äußerst anfällig für Allergien.“Beide erholen sich gut“, erklärte NHS-Chef Stephen Powis. Die britische Arzneimittelaufsicht rät nun dennoch, vorerst niemandem mit einer "signifikanten" Allergiegeschichte den Biontech-Pfizer-Impfstoff zu spritzen. Um welche Allergien es dabei geht und was das möglicherweise für die Impfempfehlungen in Deutschland bedeutet, erfahren Sie hier.

Grundsätzlich wurde der Impfstoff, der zwei Mal innerhalb von drei Wochen verabreicht werden muss, laut der Studie von Biontech in allen Teilnehmerpopulationen gut vertragen. Es seien lediglich leichte bis moderate Nebenwirkungen aufgetreten, die aber alle schnell abgeklungen seien.

Doch es habe auch schwere Nebenwirkungen gegeben, die bei mehr als 2 Prozent der Probanden aufgetreten seien, wie Biontech und Pfizer in einer Pressemitteilung schreiben. So litten 3,8 Prozent der Probanden, die den Impfstoff bekommen hatten, unter Müdigkeit und Erschöpfung. 2 Prozent der Probanden klagten über Kopfschmerzen, wobei diese vor allem nach der zweiten Impfdosis aufgetreten seien.

+++ Wer soll in Deutschland zuerst geimpft werden? Den Plan der Ständigen Impfkommission (STIKO) können Sie hier nachlesen +++

So wirkt der Impfstoff

„Wir sind dankbar, dass die erste globale Studie, die ihre finale Endpunktanalyse erreicht hat, auf einen hohen Schutz vor COVID-19 hinweist. Dieser Schutz kann bei einer Dosierung von 30 µg bereits sehr schnell erreicht werden“, erklärt Biontech-Chef Ugur Sahin. Der Corona-Impfstoff werde zweimal mit einer Dosierung von je 30 Mikrogramm gespritzt.

„Diese Leistung unterstreicht auch das allgemeine Potenzial von mRNA als neue Wirkstoffklasse. Von Anfang an war es unser Ziel, einen Impfstoff zu entwickeln, der einen schnellen und wirksamen Schutz gegen COVID-19 bietet und gleichzeitig eine gute Verträglichkeit in allen Altersgruppen hat. Das haben wir mit unserem Impfstoffkandidaten BNT162b2 in allen untersuchten Altersgruppen erreicht“, fasst Sahin die Studienergebnisse zusammen.

Nachlesen: Wird es eine Impfpflicht geben? Das sagt die Expertin Nicole Mutschke

Im Video: Biontech-Gründer Ugur Sahin im großen Impfstoff-Interview

50 Millionen Impfdosen noch in diesem Jahr

Noch im Jahr 2020 wollen Biontech und Pfizer bis zu 50 Millionen Impfdosen produzieren. Bis Ende des Jahres 2021 planen die Unternehmen die Produktion von bis zu 1,3 Milliarden Dosen des Impfstoffs.

Nach eigenen Angaben haben sowohl Biontech als auch Pfizer spezielle Kühlbehälter für den Transport des Impfstoffs entwickelt. Diese temperaturstabilen Versandeinheiten können die für den Impfstoff empfohlenen Termperaturbedingungen von -70°C ±10°C mit Hilfe von Trockeneis aufrechterhalten. Mit Trockeneis befüllt können sie auch für die temporäre Lagerung für bis zu 15 Tage verwendet werden.

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