Corona macht das Wetter gut: Sogar 50 Prozent weniger Hagel in 2020

Weniger Blitze und Hagelereignisse in den USA durch Corona

In den USA gab es nicht nur weniger Blitze durch Corona, sondern auch viel weniger Hagel.
In den USA gab es nicht nur weniger Blitze durch Corona, sondern auch viel weniger Hagel. © dpa, Thomas Rensinghoff, fg pzi

Im Mai und Juni 32 Prozent weniger Blitze

In den USA hat die Zählung der Blitze und Hagelereignisse eine Überraschung gebracht. Einer der größten Blitzdatensammler der Welt, die Firma Vaisala, stellte fest, dass es in den Monaten Mai und Juni 32 Prozent weniger Blitze in den USA im Vergleich zum 5-Jahres-Mittel gab. Wie kommt denn das?

Blitztätigkeit in den USA bis Ende Juli häufig unterdurchschnittlich

Warum gab es weniger Blitze?

Einerseits muss dort auf die vorherrschenden Zirkulationsmuster in der Atmosphäre und somit auf die Wetterabläufe in diesem Zeitraum geschaut werden. Andererseits natürlich auch auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie mit ihren immensen Einschränkungen. Der Verkehr kam in diesen Monaten fast gänzlich zum Erliegen und somit war der Ausstoß von Gasen und Aerosolen sehr gering. Somit konnten sich weniger Wolken, Regen, Schauer und Gewitter bilden und die Zahl der Blitze konnte dadurch zurückgehen.

Beim Hagel noch extremere Auswirkungen

Die Hagelereignisse in den USA in den letzten 20 Jahren (Mittelwert schwarze Kurve, Werte für 2020 grüne Kurve) von der NOAA (Stand 5.10.2020)
Die Hagelereignisse in den USA in den letzten 20 Jahren (Mittelwert schwarze Kurve, Werte für 2020 grüne Kurve) von der NOAA (Stand 5.10.2020) © RTL, NOAA

Bei den Hagelereignissen war das Jahr 2020 noch extremer. Hier verzeichnete die NASA nicht nur in den Monaten Mai und Juni einen Rückgang um 50 Prozent, sondern für den gesamten Jahresverlauf 2020 (bis einschließlich Anfang Oktober).