Trotz Corona und Erneuerbarer Energien

CO2-Rekord im Jahr 2021: Strom aus Kohlekraft boomt

Weltweit hat die Energiebranche im Jahr 2021 36,3 Milliarden Tonnen CO2 ausgestoßen. (Symbolbild)
Der CO2-Ausstoß der Energiebranche hat einen neuen Rekord erreicht. (Symbolbild)

Die Internationale Eniergieagentur IEA meldet einen neuen CO2-Rekord. Corona hatte die Kohlenstoffdioxid-Ausstöße tendenziell ein bisschen gebremst, doch seitdem hat sich die Weltwirtschaft wieder erholt – und sich dabei offenbar stark auf Kohlekraftwerke gestützt. Im Jahr 2021 sei der energiebedingte Kohlenstoffdioxid-Ausstoß weltweit auf 36,3 Milliarden Tonnen gestiegen, wie die IEA am Dienstag mitteilte. Das sei der höchste Stand aller Zeiten. Der Corona-Effekt sei mehr als ausgeglichen worden.

Kohlekraftwerke maßgeblich für Anstieg verantwortlich

Über 40 Prozent des Anstiegs sei durch den Verbrauch von Kohle entstanden. Die Emissionen durch Öl lagen noch unter dem Niveau von vor der Pandemie, denn die Transportbranche hatte sich noch nicht von der Pandemie erholt. Ungünstige Wetterverhältnisse hätten zu dem Kohleverbrauch beigetragen und auch die hohen Erdgaspreise.

Größter Wachstum von Erneuerbaren Energien aller Zeiten

Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen hätte das größte Wachstum aller Zeiten verzeichnet. Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien erreichte demnach mit über 8000 Terawattstunden (TWh) ein Allzeithoch, ein Plus von 500 TWh gegenüber 2020. Die Leistung aus Wind- und Photovoltaik stieg ebenfalls, während die Stromerzeugung aus Wasserkraft aufgrund der Folgen von Dürre, insbesondere in den USA und Brasilien, zurückging.

Offenbar ist der Energieverbrauch jedoch derart gestiegen, dass der Zuwachs an erneuerbaren Energiequellen nicht ausreicht, um den zusätzlichen Bedarf zu decken.

Wirtschaftswachstum in China spielt entscheidende Rolle für diese Statistik

Wie aus den IEA-Daten hervorgeht, ist China größtenteils für den Anstieg der globalen CO2-Emissionen verantwortlich. China war demnach die einzige große Volkswirtschaft, die sowohl 2020 als auch 2021 ein Wirtschaftswachstum erlebte. Der Anstieg der Emissionen in China glich den Gesamtrückgang im Rest der Welt in dem Zeitraum mehr als aus. Alleine 2021 stiegen Chinas CO2-Emissionen nach der IEA-Analyse auf über 11,9 Milliarden Tonnen, was 33 Prozent der weltweiten Gesamtemissionen ausmacht.

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(dpa/cli)