CO2-Emissionen: Kostenlose Müllentsorgung in die Atmosphäre

Viele Länder, auch Deutschland haben schon früh angefangen, mehr für den Klimaschutz zu tun. Energie wird beispielweise umweltfreundlicher erzeugt. Windkraftanlangen liefern bereits grünen Strom. Sogar die Autoindustrie schwenkt weltweit auf Elektroantriebe um. Es gibt aber noch ausreichend Treibhausgasschleudern. Das Fatale: Alles was an Abgasen in die Atmosphäre geschleudert wird, passiert ohne Konsequenzen. Die CO2-Entsorgung ist kostenlos.

Klimaziele werden nicht erreicht

Dabei wäre doch die Regelung der kostenlosen Müllentsorgung in die Atmosphäre ein wichtiger Ansatz vor dem Hintergrund der gesetzten Klimaschutzziele. Bis 2020 strebt die Bundesregierung eine Emissionsreduzierung der Treibhausgase um mindestens 40% gegenüber 1990 an. 2050 soll die Bundesrepublik sogar „treibhausgasneutral“ sein. Die bisherigen Maßnahmen reichen allerdings nach aktuellen Projektionen nicht aus, um die Ziele bis 2020 zu erreichen.

Dem schließt sich auch Prof. Petteri Taalas, Generalsekretär der Weltwetterorganisation (WMO), an: „Die letzten zehn Jahre waren die wärmsten seit 170 Jahren, seit Beginn der Messungen“. Alle bisherigen Bemühungen sind zu wenig, um den Welt-Temperaturrekord dieses Jahrzehnts noch zu verhindern. 

Dramatische Auswirkungen auf die Tierwelt: Es ist nach 12!

Ein Taucher an einem Korallenriff im roten Meer.
Ein Taucher an einem Korallenriff im Roten Meer: Wie lange existiert die faszinierende Unterwasserwelt noch? © MEV-Verlag, Germany, MEV

Wie wichtig die Einhaltung der Klimaziele ist, wird im Video deutlich. Die Folgen der immer weiter ansteigenden Treibhausgas-Emissionen sind schon deutlich zu spüren und die CO2-Konzentration wird stetig ansteigen. In Simbabwe sind kürzlich hunderte Elefanten verdurstet. Tierarten verschwinden in einem nie da gewesenen Tempo. Auch der Lebensraum Ozean ist vom Klima Kollaps bedroht, so Ulf Riebesell, Professor für Biologische Ozeanographie, GEOMAR. „Das sieht sehr düster aus für den Ozean, da gehen uns viele Ökosysteme verloren. Die Produktivität bricht zusammen, der Fischereiertrag und andere Nutzen, die wir aus dem Ozean haben, werden nicht mehr zur Verfügung stehen. Da ist es mit Sicherheit schon nach zwölf Uhr.“

Bleibt zu hoffen, dass sich in der Klimapolitik etwas tut und Fische in Zukunft nicht nur im Aquarium zu sehen sein werden.