Alle Wohnungen verkauft, aber keiner zieht ein

China: "Waldstadt" in Millionenmetropole Chengdu fast ohne Bewohner

In Chengdu, China, ist eine große Waldstadt entstanden. Doch die meisten Wohnungen bleiben leer
In Chengdu, China, ist eine große Waldstadt entstanden. Doch die meisten Wohnungen bleiben leer. © imago images/VCG, via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Wohnprojekt scheint zu scheitern

Das Wohnprojekt Qiyi Garden City in Chengdu, Hauptstadt der chinesischen Provinz Sichuan, hat insgesamt 826 Wohnungen. Alle sind begrünt, nein, sie sind mehr als begrünt. Ein richtig vertikaler Wald ist an den Hochhäusern entstanden. Alles gut könnte man meinen – das Leben in einer Großstadt direkt im Grünen, im Wald. Aber es will niemand einziehen, obwohl die Wohnungen alle verkauft sind. Der Grund: es gibt ein riesengroßes Insektenproblem!

20 verschiedene Pflanzenarten

20 verschiedene Pflanzenarten sind  zum Einsatz gekommen.
20 verschiedene Pflanzenarten sind zum Einsatz gekommen. © imago images/VCG, via www.imago-images.de, www.imago-images.de

20 verschiedene Pflanzenarten sind auf den Balkonen zum Einsatz gekommen. Sie sollen dabei helfen, das Smog-Problem in der 16-Millionen-Einwohner-Metropole in den Griff zu bekommen.

Bisher nur 10 Familien eingezogen - tierische Mitbewohner fühlen sich wohl

Die Begrünung ist etwas über das Ziel hinausgeschossen
Die Begrünung ist etwas über das Ziel hinausgeschossen. Die tierischen Mitbewohner fühlen sich auch wohl. © imago images/VCG, via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Bisher sind laut diversen Agenturberichten allerdings nur zehn Familien in ihre Wohnungen gezogen. Grund: Die Begrünung ist etwas über das Ziel hinausgeschossen. Nicht nur für die Menschen ist die Gegend angenehm geworden, sondern vor allem für die tierischen Mitbewohner. Bewohner klagten zu Beginn über eine Gelsenplage, die mit einfachen Mitteln nicht bekämpft werden konnte.

Deshalb leben jetzt in erster Linie Tiere in der Waldstadt. Ist ja auch nicht schlecht.