Butter bei die Fische: 2050 mehr Plastik als Fische in den Meeren

Our Ocean: Gegen die Meeresverschmutzung
Our Ocean: Gegen die Meeresverschmutzung 00:02:34
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Ein Ozean aus Plastik: EU-Meeresschutzkonferenz will Verschmutzung der Ozeane stoppen

Es ist die vierte EU-Meeresschutzkonferenz 'Our Oceans': In Malta suchen Experten nach einer tragfähigen Lösung im Kampf gegen die Verschmutzung unserer Ozeane. Die EU hat sich verpflichtet, 36 konkrete Maßnahmen zu treffen, die den Gesundheitszustand, die Sauberkeit und die Sicherheit der Meere verbessern. Denn unseren Meeren steht das Wasser oder besser gesagt der Müll bis zum Hals. Zehn Millionen Tonnen Plastik gelangen jedes Jahr in die Ozeane. Diese Zahl könnte sich bis 2030 verdoppeln und bis 2050 sogar vervierfachen.

Kunststoff steht bald auf unserer Speisekarte

Im Meer treibende Plastikteile sind nur das sichtbare Zeichen eines sehr viel größeren Problems. Denn nur 0,5 Prozent des Plastikmülls sind auf der Meeresoberfläche sichtbar. Der Kunststoff lagert sich vor allem auf dem Tiefseeboden ab.

Angesichts der zunehmenden Verschmutzung der Meere hat Prinz Charles ein entschiedenes Handeln der Verantwortlichen eingefordert. Bei der Eröffnung der 'Our Ocean' sagte er: "Wir sind kurz davor, den Punkt zu erreichen, an dem jeder wild gefangene Fisch, den Sie essen, Plastik enthält." Nötig sei die Umstellung von einer "Wegwerf-Gesellschaft" auf eine Recycling-Ökonomie, forderte der für sein ökologisches Engagement bekannte Thronfolger.

Plastikverpackungen überdauern in der Umwelt Jahrhunderte. Und jedes Plastikteil auf dem Meer, das länger der Sonne und den Wellen ausgesetzt ist, zerfällt irgendwann in immer kleinere Teile, die Fische und andere Meerestiere schließlich fressen und dann auf unseren Tellern landen. Und daran sind wir selber schuld!

Was wir tun können, um das Meer nicht noch weiter zu zerstören, sehen Sie oben im Video.