Feuer kennt keine Grenzen

Buschbrände in Australien: Unberechenbares Mega-Feuer droht

Buschbrände in Australien werden immer gefährlicher
Noch trennt die Brände ein schmaler Korridor zwischen Australiens Bundesstaaten Victoria und New South Wales. © NASA

Zwei Brände steuern aufeinander zu

Die verheerenden Buschfeuer in Australien wüten schon seit September vergangenen Jahres. Viel zu früh hatte die Feuersaison begonnen und verbreitet seitdem Tod und unfassbares Leid. Und jetzt kommt es voraussichtlich noch schlimmer. An der Grenze von New South Wales und Victoria bewegen sich zwei Brände aufeinander zu, so dass ein noch nicht da gewesenes Riesenfeuer entstehen könnte. Die Folgen eines solchen Mega-Feuers sind völlig unberechenbar.  

10 Kilometer bis zum Zusammenschluss

02.01.2020, Australien, Gippsland: Ein Screenshot aus einem Video zeigt ein großes Feuer, das in East Gippsland brennt.
Buschbrände in Australien: In der Gippsland wüten die Feuer gnadenlos. © dpa, -, bra fgj

Ein nur noch 10 Kilometer breiter Korridor trennt die Feuersbrunst von Corryong auf Victorias Seite von zwei Buschbränden im Kosciuszko National Park in New South Wales.Die Feuer sind so heftig und so heiß, dass deren direkte Bekämpfung aussichtslos ist. Etwas Regen und kühlere Temperaturen machten die Arbeit der Feuerwehrleute in den letzten Tagen etwas leichter. Aber auch diese Woche soll es wieder teilweise 40 Grad und heißer werden, dann steigt auch die Brandgefahr wieder an.

Viele Bewohner wollen bleiben

 200106 -- BRISBANE, Jan. 6, 2020 -- Photo taken on Dec. 20, 2019 shows fire trucks working at Lexton bush fire site in western Victoria, Australia. The Australian government launched the National Bushfire Recovery Agency which would be funded with a
Ein fast aussichtloser Kampf gegen die Flammen - Australien brennt. © imago images/Xinhua, Bai Xuefei via www.imago-images.de, www.imago-images.de

„Wir versuchen weiterhin zu verhindern, dass die beiden Brände sich vereinen“, sagte ein Sprecher des Katastrophenschutzes in Victoria. „Aber wir müssen erkennen, dass wir keine Leute an der Feuerfront haben.“ Der Präsident der Rettungsdienste von Victoria, Andrew Crisp, beschwichtigte allerdings: Ein "mega-blaze", ein Mega-Feuer müsse nicht zwingenderweise die Gefahr erhöhen. „Es ist mega bezüglich der Fläche. Nur weil die Fläche sehr groß ist, heißt es nicht, dass überall Feuer ist“, sagte Ceisp.

Und die Behörden machen sich Sorgen um die zur Flucht aufgerufene Bevölkerung.  Die Hälfte der Menschen, die in dem Korridor zwischen den Bränden leben, wollen trotz der drohenden Gefahr nicht weichen.

Seit Beginn der großen Brände sind landesweit 25 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 2.000 Häuser sind zerstört. Mehr als 10 Millionen Hektar brannten nieder - das entspricht ungefähr der Größe von Bayern und Baden-Württemberg zusammen.