Buschbrände in Australien: Koalabär Paul hat überlebt

Mindestens drei Tote bei Buschfeuern in Australien

Die Flammen lodern, der Qualm macht das Atmen schwer, Hunderte Feuerwehrleute und Helfer sind im Einsatz zwischen zerstörten Häusern und abgebranntem Land: In Australiens östlichen Bundesstaaten New South Wales und Queensland bedrohen unfassbar viele Buschfeuer Einwohner und Natur. Man habe noch nie gleichzeitig so viele Brände dieses Ausmaßes gesehen, sagte der Chef der Feuerwehr von New South Wales, Shane Fitzsimmons. Mindestens drei Menschen sind bisher ums Leben gekommen, mindestens sieben weitere Menschen werden noch vermisst.

Die Polizei ruft dazu auf, die Häuser zu verlassen

Noch lange keine Entwarnung: Es bleibt trocken und windig

Rund 3.700 Quadratkilometer standen am Freitag in New South Wales in Flammen - mehr als im gesamten vergangenen Jahr, so Fitzsimmons. Am Samstagmorgen zählte der Bundesstaat 72 Buschfeuer, von denen 18 außer Kontrolle seien. In Queensland loderten am Freitag zeitweise mehr als 50 Brände, davon ein halbes Dutzend auf der höchsten Warnstufe. Mehr als 1.000 Helfer, 250 Löschfahrzeuge und mehr als 20 Flugzeuge sind im Einsatz.

Feuer und Dürre: Koalas in Not

Im Port Macquarie Koala Hospital werden verletzte und geschwächte Koalas wieder aufgepeppelt. Die putzigen Beuteltiere leiden sowieso schon unter der lang anhaltenden Dürre in Australien. Nun sind sie auch noch den Tod bringenden Flammen ausgesetzt. In den letzten Tagen starben rund 350 Tiere, schätzen Tierschützer. Einige glückliche Koalabären entkamen aber und werden nun im Koala-Krankenhaus gesund gepflegt.

Angeheizt wurden einige Brandherde teils durch Windböen und hohe Temperaturen. Und der Wetterbericht verheißt nichts Gutes: Es soll trocken und windig bleiben.