Kleine Patienten haben sich im Koala-Krankenhaus gut erholt

Buschbrände in Australien: Geheilte Koalas in die Freiheit entlassen

HANDOUT - 02.04.2020, Australien, Port Macquarie: Das vom Koala-Krankenhaus von Port Macquarie zur Verfügung gestellte Foto zeigt Anwen (4), das erste Weibchen, das nach einem Buschfeuer ins Koala-Krankenhaus gekommen war. Nach den schweren Buschbrän
26 Koalas haben sich von ihren Buschfeuer-Verletzungen erholt und sind wieder in Freiheit. Die Koala-Patientin Anwen war bei den Buschbränden schwer verletzt worden. © dpa, Lindsay Moller Productions, sab

Die vierjährige Koala-Patientin "Anwen" hatte sich bei den Buschbränden die Arme schwer verbrannt. In den letzten sechs Monaten wurde sie im Koala-Krankenhaus von Port Macquarie aufgepeppelt und ist inzwischen wieder aktiv und frech unterwegs.

Sie und 25 andere kleine Patientin wurden diesen Monat wieder in die Freiheit entlassen.

HANDOUT - 02.04.2020, Australien, Port Macquarie: Das vom Koala-Krankenhaus von Port Macquarie zur Verfügung gestellte Foto zeigt Anwen (4), das erste Weibchen, das nach einem Buschfeuer ins Koala-Krankenhaus gekommen war wieder in Freiheit. Nach den
Die junge Koala Dame Anwen klettert in der Freiheit umher. © dpa, Lindsay Moller Productions, sab

Klinikchefin ist zufrieden

"Es ist für uns ein herzerwärmender Tag. So viele Tiere wieder in ihren früheren Lebensraum, einige sogar an ihrem eigenen Baum auszusetzen, macht uns sehr glücklich", sagte Klinikchefin Sue Ashton.

Wegen des Regens hat sich die Natur in einigen Gebieten deutlich früher als erwartet erholt.

Viele Koalas sind in den Flammen ums Leben gekommen

In der Koala-Klinik an der Ostküste des Kontinents wurden während der Feuer insgesamt 49 Tiere behandelt.

Für die nur in Australien heimischen Beutelsäuger waren die Brände besonders verheerend, da die Tiere nicht vor Feuer fliehen, sondern in ihren Bäumen sitzen bleiben.

Allein im am schlimmsten betroffenen Bundesstaat New South Wales soll die Population nach Angaben der Umweltorganisation WWF schätzungsweise um 80 bis 85 Prozent zurückgegangen sein.

Bei den verheerenden Buschbränden zwischen September und März wurden etwa 12,5 Millionen Hektar Land zerstört, das entspricht etwa einem Drittel der Fläche von Deutschland.