Eltern packen an

Skaterpark voller Rollsplitt freigeschaufelt

Skaterpark vollständig mit Rollsplitt zugedeckt.
Der Rollsplit hat das Skaten in diesem Park unmöglich gemacht. © rtl.de, Andreas Schopf

Skaterpark mit Rollsplitt zugeschüttet

In Dieburg hat die Stadt den Boden vom beliebten Skaterpark komplett mit Rollsplitt eingedeckt. Der Grund: Laut der Stadt sollen sich immer wieder größere Gruppen trotz Corona-Beschränkungen getroffen haben - ohne Abstand, ohne Maske. Viele Jugendliche sind verärgert und fühlen sich zu Unrecht bestraft. Eltern haben jetzt eigenmächtig zur Schaufel gegriffen und den Splitt wieder weggeräumt.

Bürgermeister wollte Zeichen setzen

Frank Haus, Bürgermeister der Stadt Dieburg verteidigt seine Maßnahme. Das Ordnungsamt müsse seit 15 Monaten alle Corona-Maßnahmen kontrollieren und komme wohl kaum hinterher. Damit setzt das Stadtoberhaupt jetzt ein klares Zeichen. Alle vorherigen Maßnahmen hatten nichts gebracht. Die Stadt hängte unter anderem Flatterband und stellte rot-weiße Baustellenbaken auf. Immer wiederkehrende Ordnungsamt-Kontrollen am Skaterpark waren erfolglos. Deshalb kam die Stadt auf die Idee zu dieser ungewöhnlichen Aktion.

Der Skaterpark war vollständig mit Rollsplitt zugeschüttet.
Der Bürgermeister selbst veranlasste diese Maßnahme. © rtl.de, Andreas Schopf

7-Tage Inzidenz als Gradmesser

Der Landkreis Darmstadt-Dieburg ist unter die 100er-Inzidenz gerutscht. Damit ist bereits ein Licht am Ende des Rollsplitt-Tunnels zu sehen. Denn dadurch könnte schon in ein paar Tagen Schluss sein mit der sogenannten "Bundes-Notbremse". Wegen sinkender Inzidenzen wollte die Stadt den Rollsplitt spätestens nächste Woche eigentlich wieder wegräumen. Doch Eltern kamen dem jetzt zuvor. Rechtliche Konsequenzen sind laut der Polizei in Dieburg nicht zu erwarten.