Brände in Australien: Notstand ausgerufen - Hunderte Schulen schließen

12.11.2019, Australien, Coffs Harbour: Feuerwehrleute und Anwohner blicken auf die Rauchentwicklung durch Buschbrände in einem Waldstück. Bei Dutzenden Buschbränden im Osten Australiens sind seit vergangener Woche mindestens drei Menschen ums Leben g
Buschfeuer in Australien © dpa, Dan Peled, nwi

Katastrophale Lage in Australien durch Buschfeuer

Die Buschfeuer in Australien halten weiter an. Mehrere Bundesstaaten haben bereits den Notstand ausgerufen und am heutigen Dienstag wurden über 600 Schulen in Sydney und Teilen des Bundestaates New South Wales vorsichtshalber geschlossen. Dies teilte die Bildungsbehörde mit. Derweil laufen die Löschersuche der Feuerwehr auf Hochtouren. Derzeit ziehen die Rauchschwaden raus auf den offenen Pazifik, doch sollte der Wind ungünstig drehen könnte Sydney vom Qualm erwischt werden.

Wie immens die Buschfeuer wüten zeigt eine Satellitenkarte der NASA!

Die NASA Karte zeigt die Brandherde südlich von Brisbane. Derzeit ziehen Rauchschwaden über 1.300 Kilometer hinaus auf das offene Meer.
Die NASA Karte zeigt die Brandherde südlich von Brisbane. Derzeit ziehen Rauchschwaden über 1.300 Kilometer hinaus auf das offene Meer. © NASA

Die Gefahr könnte noch weiter zunehmen

In den vergangenen Wochen sind durch die Feuer mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Rund 100 weitere wurden verletzt, darunter 20 Feuerwehrleute. Zudem wurden schon 150 Häuser und Wohnungen durch die Flammen beschädigt. Insgesamt ist eine Fläche von knapp einer Million Hektar Land betroffen - das entspricht der Hälfte des Bundeslandes Hessen. Umso dringlicher die erneuerte Warnung durch Regierungschefin Gladys Berejiklian.

Wird die Lage durch die Wetterprognosen noch verschärft?

"Aktuell ziehen die Rauchschwaden der Buschbrände zwar noch in nordöstliche Richtungen und vorwiegend aufs Meer hinaus. Doch schon in den nächsten Tagen könnte der Wind drehen und die Rauchwolken auch in Richtung Sydney wehen.", so die Einschätzung der Lage durch RTL-Meteorologe Martin Pscherer.

Immer wieder - dieses Jahr hat die Buschfeuer-Saison bereits ungewöhnlich früh und stark begonnen.