Städte nicht erreichbar

Bis zu 20 cm Schnee: Wintereinbruch in Norddeutschland

Schnee und Eis stoppen Fernverkehr in Norddeutschland

Die Grenzwetterlage über Deutschland sorgt im Süden und Südwesten für eine heikle Hochwasserlage. An der Grenze zur Kaltluft fällt hingegen Schnee. Der Fernverkehr der Deutschen Bahn ist in der Nacht zu Samstag wegen witterungsbedingter Störungen in weiten Teilen Norddeutschlands stark beeinträchtigt worden.

Wie sich die Schneesituation jetzt entwickelt, sehen Sie auch oben im Video.

Mehrere Städte im Norden waren bis in die frühen Morgenstunden nicht mit dem Fernverkehr erreichbar, darunter Bremen, Kiel, Lübeck und Westerland, teilte die Deutsche Bahn mit. Auf Strecken wie Hannover-Bremen, Hamburg-Bremen sowie Hamburg-Hannover war der Fernverkehr vorübergehend eingestellt. Samstagmorgen lief alles wieder an. So war etwa die witterungsbedingte Oberleitungsstörung zwischen Emden und Norddeich Mole behoben. Zwar blieb der Schnee am Samstagmorgen erhalten, doch fuhren die Bahnen störungsfreier, wie eine Sprecherin der Deutschen Bahn mitteilte.

Der private Bahnbetreiber Metronom stellte wegen schwieriger winterlicher Witterungsbedingungen am Freitagabend seinen Zugverkehr in Niedersachsen komplett ein. „Eisregen und Schnee haben große Teile der Eisenbahnstrecken in Niedersachsen lahmgelegt. Dies betrifft auch metronom, enno und erixx“, teilte das Unternehmen in Uelzen mit. Für den Samstagmorgen waren weiterhin starke Beeinträchtigungen erwartet.

Teils chaotische Verhältnisse auf den Straßen

Auf den Straßen kam es zu Glätte-Unfällen, etwa in den Bereichen Lauenburg und Stormarn in Schleswig-Holstein oder in Mecklenburg-Vorpommern auf der A19 zwischen Waren und Röbel, wo ein Kleintransporter ins Schleudern geriet und von der Fahrbahn abkam. Auch in Sachsen warnte die Polizei Autofahrer vor glatten Straßen. Im gesamten Landkreis Peine in Niedersachsen sorgte der plötzliche Wintereinbruch für teils chaotische Verhältnisse auf den Straßen, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Starker Schneefall sorgte in Bremen für schwierige Straßenverhältnisse und lange Staus. Die Polizei rückte bis in die Nacht zu über 130 Verkehrsunfällen aus.

Neuschneemengen von Samstagmorgen (in cm)

Wintereinbruch in Norddeutschland
Kräftigen Schneefall gab es auch in Berlin. © imago images/A. Friedrichs, Andreas Friedrichs via www.imago-images.de, www.imago-images.de

  • Gifhorn 19
  • Salzwedel 18
  • Lachendorf 16
  • Wusterwitz 16
  • Gardelegen 16
  • Celle 12
  • Potsdam 11
  • Soltau 11
  • Barth 11


Selbst auf Helgoland und Norderney liegen 4 cm Schnee!

Glatteis und ein eiskalter Wind

Im Übergangsbereich zwischen der milden Luft und dem Winter im Norden und Osten droht stellenweise noch eine weitere Glättegefahr: Regen und Nieselregen auf gefrorenem Boden. Das bedeutet örtlich auch noch Glatteis oder gefrierender Regen. Zudem weht im Norden und Osten ein mitunter eiskalter Ostwind. Die gefühlten Temperaturen, der sogenannte Windchill liegt dort somit durchweg im Frostbereich.

Was ist die Windchill-Temperatur?

Wenn der Wind stark weht, dann wird die Körperwärme rascher abtransportiert. Dadurch fühlen sich die gemessenen Temperaturen deutlich kälter an. Wie kalt sich das tatsächlich für uns auf der Haut anfühlt, das beschreibt die Windchill-Temperatur. Mehr dazu in unserem Wetter-Lexikon.

Unsere Wettertrends und Langfristprognosen

Sollten Sie Interesse an weiteren Wetter-Themen haben, so können wir Ihnen den 7-Tage-Wettertrend ans Herz legen mit der Wetterprognose für die kommende Woche. Dieser wird täglich aktualisiert. Falls Sie weiter in die Zukunft schauen möchten, ist der 42-Tage-Wettertrend eine Option. Dort schauen wir uns an, was auf uns in den kommenden Wochen zukommt. Vielleicht brauchen Sie aber auch unsere Langfristprognose von ECMWF und CFS.

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